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Nachrichten

Donnerstag, 28. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt unverändert kritisch. Zwar ist die Zahl der Erwerbslosen wegen eines verspätet eingesetzten Frühjahrsaufschwungs im Mai um 127.000 auf 3 Millionen 458.000 gesunken. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, betonte in Nürnberg jedoch, dass auf keinen Fall von einer Trendwende gesprochen werden könne. Im Vergleich zum Vorjahr sind zusätzliche 175.000 Menschen auf der Suche nach einer Stelle. Darüber hinaus hat sich die Zahl der Kurzarbeiter seit vergangenem Frühjahr nahezu verachtfacht.

BERLIN: Die Verhandlungen über die Zukunft von Opel sind nach Ansicht von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor allem an der US-Regierung und dem Mutterkonzern General Motors gescheitert. Man habe einmal mehr feststellen müssen, dass das Verhalten der amerikanischen Verantwortlichen zu wünschen übriglasse, sagte der CSU-Politiker in der ARD. In der mehr als achtstündigen Nachtsitzung im Kanzleramt war es der Bundesregierung nicht gelungen, eine Brückenfinanzierung für den deutschen Autobauer zu sichern. Bis Freitag sollen nun die Interessenten Magna und Fiat zusammen mit den Amerikanern eine Lösung finden. Der Investor Ripplewood ist aus dem Bieterkampf ausgeschieden. Guttenberg wie auch Finanzminister Peer Steinbrück kritisierten, dass die Bundesregierung mit zusätzlichen Forderungen in Höhe von 300 Millionen Euro konfrontiert worden sei.

BERLIN: Die deutschen Sparkassen wollen die Landesbanken neu ordnen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" setzt sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband dafür ein, alle deutschen Landesbanken zu einem Konzern zu verschmelzen. Das Blatt zitiert aus einem Strategiepapier des Verbandes, in dem eine neue Zielstruktur bis spätestens 2011 gefordert wird. - Bislang hatte der Dachverband der Sparkassen ein weniger radikales Konzept vertreten und eine Konzentration der Landesbanken in zwei bis drei Blöcken favorisiert.

LAS VEGAS: US-Präsident Barack Obama hat hundert Tage nach Unterzeichnung seines gigantischen Konjunkturpakets eine positive Zwischenbilanz gezogen. Das 787 Milliarden Dollar umfassende Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft habe bislang fast 150.000 Jobs erhalten oder geschaffen, sagte Obama in Las Vegas. Die Wirtschaft in den USA zeige inzwischen Zeichen einer Stabilisierung. Einen Großteil der Erholung rechnete er seiner Regierung als Verdienst an. Dagegen kritisierte die republikanische Opposition das Konjunkturprogramm als Vergeudung von Steuergeldern.

WASHINGTON: Kurz vor dem Besuch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Weißen Haus hat US-Außenministerin Hillary Clinton von Israel einen völligen Stopp des Ausbaus der jüdischen Siedlungen im Westjordanland gefordert. Nach einem Treffen mit dem ägyptischen Außenminister Ahmed Abul Gheit sagte Clinton, Präsident Barack Obama habe diese Haltung bereits in der vergangenen Woche bei seinem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu deutlich gemacht. Um Frieden im Nahen Osten zu erreichen und einen palästinensischen Staat an der Seite Israels zu gründen sei ein Stopp des Siedlungsbaus unausweichlich. Dies betreffe alle israelischen Siedlungen und nicht nur einige.

NEW YORK: Als Reaktion auf den Atomtest Nordkoreas zu Beginn der Woche zeichnet sich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Bereitschaft zu Sanktionen gegen das kommunistische Land ab. Ein westlicher Diplomat sagte, im Gespräch seien eine Ausweitung des Waffenembargos, das Einfrieren von Guthaben von Einzelpersonen und weiteren Firmen sowie Einschränkungen für das Finanz- und Bankensystem Nordkoreas. Ein entsprechender Entwurf werde aber nicht vor Ende der Woche erwartet. US-Außenministerin Hillary Clinton warnte den Norden vor Konsequenzen. In Südkorea erhöhten unterdessen die Armee des Landes und die US-Truppen ihre Alarmbereitschaft.

WASHINGTON/ ISLAMABAD: In Pakistan haben sich die Taliban zu dem jüngsten verheerenden Sprengstoffanschlag in der Stadt Lahore bekannt, bei dem mindestens 24 Menschen getötet wurden. Das teilte das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Washingtoner SITE-Institut mit. Die pakistanische Regierung setzte eine Belohnung von 62.000 Dollar für die Ergreifung der Täter aus.

GENF: Die Europäische Union ist im UN-Menschenrechtsrat mit der Forderung gescheitert, Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Tamilen-Rebellen von unabhängigen Experten untersuchen zu lassen. Eine von Deutschland eingebrachte entsprechende Resolution fand keine Mehrheit. Stattdessen wurde eine von Sri Lanka selbst eingebrachte Entschließung angenommen, in der der siegreiche Kampf gegen die Rebellen ausdrücklich gelobt wird.

LONDON: Nach Einschätzung von Amnesty International wird die weltweite Wirtschaftskrise auch negative Auswirkungen auf die Menschenrechte haben. Infolge von steigender Armut und weiteren sozialen Konflikten könnte in vielen Ländern die staatliche Unterdrückung zunehmen, warnt die Menschenrechtsorganisation in ihrem neuen Jahresbericht. In Tunesien zum Beispiel hätten die Behörden schon mit "extremer Härte" auf friedliche Proteste reagiert. Amnesty-Generalsekretärin Irene Khan warnte vor gewalttätigen Ausschreitungen großen Ausmaßes, wenn infolge der Krise Menschenrechte missachtet würden. Zudem werde die Krise zur Folge haben, dass noch mehr Afrikaner die lebensgefährliche Flucht über das Meer nach Europa wagten.

PARIS: Frankreich will die Opfer seiner Atomwaffentests entschädigen. Eine entsprechende Gesetzesinitiative stellte Verteidigungsminister Hervé Morin im Kabinett vor. Damit solle ein "schmerzhaftes Kapitel" geschlossen werden, so der Minister. Der Vorlage zufolge müssen Strahlenopfer nun lediglich nachweisen, dass sie während eines Tests in der fraglichen Gegend waren. Bislang hatten sie den Beweis zu erbringen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen ihrer Erkrankung und den Atomtests besteht. Zunächst stehen zehn Millionen Euro für die Entschädigung bereit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach dichte Bewölkung mit etwas Regen und kurzen Gewittern. Im Tagesverlauf von Nordwesten her freundlicher und trocken. 14 bis höchstens 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg 12 Grad, stark bewölkt;

Berlin und Dresden: 13 Grad, leichter Regen;

Köln/Bonn 13 Grad, bedeckt;

Frankfurt/Main 14 Grad, heiter;

München 12 Grad, heiter.

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