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Nachrichten

Donnerstag, 28. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar wie erwartet deutlich gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zu Jahresbeginn rund 3,62 Millionen Männer und Frauen erwerbslos gemeldet. Das sind rund 342.000 mehr als im Dezember 2009 und rund 129.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote liegt bei 8,6 Prozent. Grund dafür sei vor allem das Winterwetter. Die konjunkturellen Folgen der Wirtschaftskrise würden noch durch Kurzarbeit und andere Formen der Arbeitszeit gedämpft.

MÜNCHEN. Der Technologiekonzern Siemens will weitere 2000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Betroffen seien die Antriebstechnologie und das Geschäft mit Großanlagen für die Industrie, teilte der Konzern mit. Der Stellenabbau solle möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen. Die Gewerkschaft IG Metall protestierte umgehend. Angesichts des Rekordergebnisses im ersten Quartal 2010 sei die Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche unnötig.

BERLIN: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler strebt eine Verringerung bei den Arzneimittelausgaben an. Er wolle mit dem Spitzenverband der Kassen und Vertretern der Pharmaindustrie nach Einsparmöglichkeiten suchen, kündigte Rösler in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an. Die Kosten für Arzneimittel sind der zweitgrößte Ausgabenposten in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Sie waren zuletzt um über fünf Prozent gestiegen. Erste Krankenkassen haben deshalb bereits angekündigt, von ihren Versicherten zusätzliche Beiträge erheben zu wollen.

BERLIN: Angesichts der Finanzprobleme von Euro-Ländern wie Griechenland hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle vor Auswirkungen auf alle Staaten des Europäischen Währungsraumes gewarnt. Da es keine flexiblen Wechselkurse mehr gebe, könnten starke Ungleichgewichte zwischen den einzelnen Ländern zu erheblichen volkswirtschaftlichen Spannungen führen, sagte Brüderle im Deutschen Bundestag. Damit Deutschland die Euro-Stabilitätskriterien einhalte, kündigte er für 2011 einen strikten Sparkurs an. Sprecher der Opposition kritisierten, die Regierung verschweige, wo gespart werden solle.

LONDON: Vertreter von rund 60 Staaten und zehn internationalen Organisationen beraten in der britischen Hauptstadt über Afghanistan. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man den Abzug der internationalen Truppen und den Aufbau der Selbstverwaltung am Hindukusch vorantreiben kann. Der Kampf gegen die Korruption und mögliche Verhandlungen mit den Taliban stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen forderte von den Teilnehmern einen klaren politischen Fahrplan. Es werde eine Art politische "Road map" für Afghanistan benötigt, sagte Rasmussen der "Times". Deutschland wird in London durch Außenminister Guido Westerwelle vertreten. Berlins Strategie sieht vor, das deutsche Truppenkontingent zeitlich befristet aufzustocken, bevor 2011 der Abzug beginnen soll.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Abbau der gigantischen US-Staatschulden zu den Schwerpunkten seiner Regierung für das Jahr 2010 erklärt. In seiner Rede an die Nation drängte er mit Blick auf die Arbeitslosenquote von zehn Prozent auf weitere Arbeitsbeschaffungsprogramme und Steueranreize, vor allem zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen. Dazu sollten von den Großbanken zurückgezahlte Staatshilfen im Umfang von 30 Milliarden Dollar eingesetzt werden, sagte Obama vor beiden Kammern des Kongresses. Seine Pläne für eine umfassende Gesundheitsreform wolle er umsetzen, wenn möglich mit der Opposition. Die Außen- und Sicherheitspolitik spielten in Obamas Rede eine eher untergeordnete Rolle.

TEHERAN: Im Iran sind zwei Regimekritiker hingerichtet worden. Die beiden Männer seien am 27. Dezember während einer Demonstration gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen worden und als so wörtlich -Feinde Gottes- zum Tode verurteilt worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur ISNA. Sie hätten einen Regierungsumsturz angestrebt. Gemeinsam mit den beiden jetzt Hingerichteten seien neun weitere Regierungskritiker zum Tode verurteilt worden.

LÜTTICH: Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der belgischen Großstadt Lüttich hat sich die Zahl der Todesopfer auf neun erhöht. Es wird vermutet, dass sich weitere Verschüttete unter den Trümmern befinden. Das Innenministerium teilte außerdem mit, mindestens 21 Menschen seien bei dem Einsturz in der Nacht zu Mittwoch verletzt worden. Der fünfstöckige Altbau war vermutlich nach einer Gasexplosion eingestürzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist dicht bewölkt und vor allem in der Mitte und im Süden etwas Schnee. Im Norden Schnee- oder Graupelschauer. Temperaturen zwischen minus drei und plus vier Grad Celsius.

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