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Nachrichten

Donnerstag, 28. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SINGAPUR: Vor dem Hintergrund der internationalen Affäre um Steuerhinterziehung in Liechtenstein hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Singapur über Differenzen zwischen der Europäischen Union und seinem Gastland gesprochen. Nach einem Treffen mit seinem singapurischen Kollegen George Yeo sagte Steinmeier, in Fragen des Steuerrechts und des Bankgeheimnisses gebe es beiderseits Meinungsverschiedenheiten. Der Südostasiatische Stadtstaat gilt wegen günstiger Steuersätze und der strikten Einhaltung des Bankgeheimnisses als so genannte Steueroase. Yeo widersprach diesem Eindruck und sagte, die Bedenken anderer Staaten würden ernst genommen. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland der größte Handelspartner Singapurs.

ANKARA: Die Türkei will sich weiterhin nicht auf einen Zeitplan für einen Rückzug ihrer Truppen aus dem Nordirak festlegen. Die Soldaten sollten 'so lang wie notwendig' in dem Nachbarstaat gegen kurdische Rebellen vorgehen, sagte Verteidigungsminister Vecdi Gönül nach Gesprächen mit seinem amerikanischen Kollegen Robert Gates in Ankara. Dieser forderte die Türkei auf, ihre Offensive so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen. Die türkische Armee war vor einer Woche in den Irak einmarschiert, um dort Stützpunkte der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK zu zerstören. Der autonomen Kurdenregierung im Nordirak wirft die Türkei vor, die PKK-Rebellen nicht entschieden genug zu bekämpfen. Die USA befürchten, der Einsatz könne den Irak weiter destabilisieren.

GAZA-STADT: Nach anhaltendem Beschuss durch palästinensische Kassam-Raketen hat die israelische Luftwaffe Angriffe gegen militante Palästinenser geflogen. Dabei wurde auch das Gebäude des Innenministeriums der radikal-islamischen Hamas im Gaza-Streifen beschossen. Insgesamt wurden bei den Angriffen, die bis zum frühen Donnerstagmorgen dauerten, 14 Palästinenser getötet, darunter auch Zivilisten. Zuvor war bei einem Raketenangriff der Hamas auf die israelische Grenzstadt Sderot im Süden des Landes ein Mann getötet worden. US-Außenministerin Condoleezza Rice forderte bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert in Tokio ein Ende der palästinensischen Raketenangriffe. Olmert drohte mit Vergeltungsschlägen.

BANGKOK: Der vom Militär gestürzte ehemalige thailändische Premier Thaksin Shinawatra ist nach gut 17 Monaten im Exil in seine Heimat zurückgekehrt. Tausende Sympathisanten bereiteten ihm am Flughafen in Bangkok einen jubelnden Empfang. Der 58-jährige Milliardär, der wegen Machtmissbrauchs und Korruption angeklagt ist, wurde zunächst festgenommen. Kurze Zeit später jedoch setzten die Behörden ihn gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Vor seinem Abflug in Hongkong hatte er die Vorwürfe gegen ihn als unhaltbar bezeichnet und eine rigorose Verteidigung angekündigt. Thaksin war im September 2006 in einem unblutigen Putsch abgesetzt und seine Partei aufgelöst worden.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar um 42.000 auf 3,6 Millionen gesunken. Damit ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent zurück. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, erklärte, die gute Entwicklung der letzten sechs Monate halte an. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibe auf sehr hohem Niveau, so dass die Arbeitslosigkeit weiter abnehmen werde. Die guten Zahlen im Februar führte Weise auch auf den milden Winter zurück.

BOGOTA: Nach mehr als sechs Jahren in der Gewalt linksgerichteter Rebellen sind in Kolumbien vier Geiseln freigekommen. Es handelt sich um ehemalige Parlamentsabgeordnete. Ihre Freilassung war vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez in Verhandlungen mit der Guerillaorganisation FARC erreicht worden. Die Rebellen hatten zu Jahresbeginn zunächst zwei ihrer Gefangenen auf freien Fuß gesetzt. Alarmierende Nachrichten teilten die Freigelassenen über den Gesundheitszustand der noch verschleppten Ex-Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt mit. Die 46-Jährige werde von der FARC besonders schlecht behandelt, hieß es.

BONN: Die Deutsche Telekom erwägt weitere Einsparungen, um den Konzern konkurrenzfähiger zu machen. Das teilte Telkom-Chef Rene Obermann in Bonn mit. Das Unternehmen will die Kosten bis 2010 um 4,7 Milliarden Euro senken. Die Hälfte der Einsparungen sei bereits im vergangenen Jahr realisiert worden, so Obermann. Der vorgesehene Wegfall von 32.000 Stellen soll bis zum Jahresende vollzogen sein. Die Einsparungen wirkten sich bereits auf die Unternehmenszahlen aus. So verzeichnete die Telekom im schwierigen deutschen Festnetzgeschäft einen leichten Zuwachs beim operativen Gewinn. Das Unternehmen habe seine Finanzziele erreicht, so die Telekom. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe bereinigt mit rund 19 Milliarden Euro nur 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

BERLIN: Das Feuer in einem Wohnhaus in Ludwigshafen ist einem Medienbericht zufolge durch einen Schwelbrand unter der Kellertreppe verursacht worden. Zu diesem Schluss seien die Sachverständigen gekommen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Wie es zu dem Schwelbrand kam, sei nach wie vor unklar. Brandstiftung gelte bei den Ermittlern als immer weniger wahrscheinlich. Aber auch ein technischer Defekt werde ausgeschlossen, so die Zeitung. Das Gutachten soll an diesem Donnerstag der Staatsanwaltschaft übergeben werden. - Bei dem Brand in dem von Türken bewohnten Haus waren Anfang Februar neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Spekulationen über einen Anschlag hatten zeitweise die deutsch-türkischen Beziehungen belastet.

ZUM FUSSBALL: Die Teilnehmer für das Halbfinale im DFB-Pokal stehen fest. Bayern München setzte sich im Lokalderby gegen den Zweitligisten 1860 München mit 1:0 nach Verlängerung durch. Der VfL Wolfsburg gewann gegen den Hamburger SV, ebenfalls nach Verlängerung, mit 2:1. Am Dienstag hatten sich bereits Borussia Dortmund und Carl Zeiss Jena für das Halbfinale qualifiziert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Zumeist trocken. Später vom Rheinland bis zum Emsland etwas Regen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen sieben und 13 Grad Celsius.


Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 4°, dunstig;
Berlin, Dresden und München: 5°, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 5°, wolkig und;
Frankfurt am Main: 5°, stark bewölkt.

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