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Nachrichten

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

MOGADISCHU: In Somalia haben die islamistischen Milizen die von ihnen bisher besetzte Hauptstadt Mogadischu aufgegeben. Der so genannte 'Rat der islamischen Gerichte' teilte mit, er habe seine Kämpfer aus der Stadt zurückgezogen. Die Truppen der somalischen Übergangsregierung rückten mit Unterstützung der äthiopischen Armee weiter auf Mogadischu vor. - Dem Weltsicherheitsrat gelang es auch im zweiten Anlauf nicht, sich auf einen Aufruf zum sofortigen Waffenstillstand in Somalia zu einigen. Die 15 Ratsmitglieder des höchsten UN-Gremiums beendeten ihre Sitzung in New York ohne Einigung.

NEW YORK: Der scheidende UN-Generalsekretär Kofi Annan dringt auf eine rasche Stationierung von Blauhelm-Soldaten in der sudanesischen Krisenregion Darfur. Jetzt müssten die Vereinten Nationen den vom Sudan akzeptierten Plan schnellstens umsetzen, sagte Annan. Es sei an der sudanesischen Regierung zu beweisen, dass sie es ernst meine. Nach UN-Angaben sollen bis Ende Januar zunächst etwa 100 Blauhelm- Soldaten und Polizisten in Darfur stationiert werden, um dort die schlecht ausgerüsteten Soldaten der Afrikanischen Union zu unterstützen.

MEKKA: Zum Auftakt der Pilgerfahrt Hadsch haben sich an den heiligen Stätten des Islam in Saudi-Arabien bis zu drei Millionen Muslime aus aller Welt versammelt. Aus Angst vor Terroranschlägen und Massenpaniken wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Vor einem Jahr waren fast 400 Menschen zu Tode getrampelt worden. - Die Mekka-Pilgerfahrt gehört zu den fünf Pfichten der Muslime. Jeder Gläubige sollte mindestens einmal an ihr teilnehmen.

JERUSALEM: Ägypten hat den Sicherheitskräften des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas angeblich Waffen geliefert, um ihn im Machtkampf mit der Hamas zu unterstützen. Wie die Zeitung 'Haaretz' berichtet, wurden die Waffen mit Billigung der israelischen Regierung in den Gazastreifen gebracht. Die Einzelheiten der Lieferung hätten Abbas und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert bei ihrem Gipfeltreffen am vergangenen Wochenende ausgehandelt. Weder Ägypten noch Israel oder das palästinensische Präsidialamt wollten sich zu dem Bericht offiziell äußern.

BRÜSSEL/WASHINGTON: Die Europäische Union und die USA haben Pläne Israels kritisiert, einen früheren Militärstützpunkt im Westjordanland zu einer jüdischen Siedlung umzufunktionieren. Auf dem Stützpunkt in Maskiot sollen Familien untergebracht werden, die im vergangenen Jahr ihre Häuser im Gazastreifen räumen mussten. Das israelische Vorhaben verstoße gegen den internationalen Nahost-Friedensplan, hieß es aus Brüssel und Washington. In dem Friedensplan ist ein Stopp des israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland festgeschrieben.

WASHINGTON/BAGDAD: Die USA werden Anfang Januar mehr als 3.300 Soldaten als Reserve für die im Irak stationierten Truppen nach Kuwait entsenden. Dies teilte das Verteidigungsministerium mit. Derzeit sind 134.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Nach der Bestätigung des Todesurteils gegen den ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein richtet sich die US-Regierung bei Vollstreckung des Urteils auf weiter eskalierende Gewalt im Irak ein. Die sunnitischen Aufständischen im Land drohten für den Fall der Hinrichtung des Ex-Diktators mit einem Rachefeldzug gegen die USA.

BERLIN: EU-Handelskommissar Peter Mandelson hat vor einem Scheitern der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gewarnt. Der EU-Beitritt der Türkei sei für die Europäische Union ein 'strategisches Ziel erster Ordnung', sagte Mandelson der 'Berliner Zeitung'. Falls die Türkei 'außen vor' bliebe, würde ein potenzieller Unruheherd direkt an Europas Grenzen entstehen. - Bundestagspräsident Norbert Lammert warnte vor einem zu schnellen Tempo bei der EU-Erweiterung. Der Beschluss des Europa-Parlaments, vor der Verabschiedung einer europäischen Verfassung keinen Beitritt mehr zuzulassen, sei völlig richtig, sagte der CDU-Politiker der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'.

BERLIN: Die große Koalition will 100.000 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen. Eine Arbeitsgruppe berate derzeit über ein entsprechendes Jobprogramm, teilte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD, Klaus Brandner, mit. So sollten Firmen bei der Einstellung von eigentlich unvermittelbaren Arbeitslosen einen finanziellen Ausgleich erhalten. In Frage komme auch öffentlich geförderte Arbeit in Kommunen oder in Integrationsbetrieben. Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland, die auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, wird auf bis zu 400.000 geschätzt.

BERLIN: Die CSU macht weiter Front gegen die geplante Gesundheitsreform. CSU-Landesgruppenchef Peter Raumsauer drohte offen damit, dass seine Partei im Bundestag gegen das zentrale Gesetzesvorhaben der großen Koalition stimmen könnte. In einem Interview der 'Bild'-Zeitung kritisierte Ramsauer vor allem einen Passus im Gesetzentwurf, der faktisch das Ende der privaten Krankenversicherung in Deutschland bedeute. Nach den bisherigen Plänen der Koalition soll der Bundestag Mitte Januar über die Gesundheitsreform abstimmen.

AMMAN: Im Süden Jordaniens sitzen nach einem Schneesturm etwa 200 Menschen fest. Zivile Helfer und Soldaten sind mit Hubschraubern im Einsatz, um sie in Sicherheit zu bringen. Während der Nacht waren die Menschen aus der Luft mit Essen und Decken versorgt worden. Augenzeugen hatten berichtet, dass mindestens sieben Busse und mehrere Autos vom Schnee eingeschlossen wurden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bedeckt mit Regen oder Schnee, im Süden teils heiter. Tagestemperaturen minus zwei bis plus acht Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 28.12.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9cTy
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