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Nachrichten

Donnerstag, 28. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht um 14.000 gesunken. Damit waren noch 3,196 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Gegenüber August vergangenen Jahres wurden 510.000 Arbeitslose weniger registriert. Die Quote sank bundesweit auf 7,6 Prozent, allein auf Ostdeutschland bezogen beträgt sie nun 12,8 Prozent. Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, der Arbeitsmarkt zeige sich von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik bisher unbeeindruckt. Der Rückgang im August bewege sich in der Größenordnung der beiden vergangenen Jahre.

FRANKFURT AM MAIN: Vor der neuen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie haben sich die Arbeitgeber für Einmalzahlungen anstelle von langfristigen Lohnerhöhungen ausgesprochen. Einmalbeträge seien positiv, weil sie die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen nicht dauerhaft schwächten, sagte der Präsident des nordrhein-westfälischen Metall-Arbeitgeberverbandes, Horst-Werner Maier-Hunke, der 'Frankfurter Rundschau'. Er plädiere deshalb für einen Tarifabschluss mit längerer Laufzeit, variablen Bestandteilen und einer nur geringen Lohnerhöhung. Denkbar sei, das Weihnachtsgeld flexibel zu gestalten und vom Unternehmenserfolg abhängig zu machen. Die Tarifverträge in der größten deutschen Industriebranche laufen Ende Oktober aus.

DÜSSELDORF: Wegen des Afghanistan-Einsatzes bekommt die Bundeswehr laut einem Zeitungsbericht zunehmend Personalprobleme. Immer häufiger werde der Einsatz als Begründung für den vorzeitigen Abschied von der Truppe genannt, berichtete die 'Rheinische Post' unter Berufung auf Offizierskreise. Inzwischen verließen bereits zehn Prozent aller Offiziersanwärter die Bundeswehr vor dem eigentlichen Beginn ihrer Laufbahn. Vor allem qualifiziertes Flugpersonal ziehe nach anstrengenden Afghanistan-Einsätzen lukrative Angebote ziviler Airlines vor. Zudem gibt es laut 'Rheinischer Post' regelrechte Einbrüche bei der Zahl der Meldungen zum freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr. Im Jahresvergleich sei die Nachfrage junger Männer hier um rund 60 Prozent zurückgegangen.

BERLIN: Die Außenminister der G-7-Staaten haben den Beschluss Russlands verurteilt, die Unabhängigkeit der von Georgien abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien anzuerkennen. Dieser Schritt verletze die territoriale Integrität und Souveränität Georgiens, heißt es in einer Erklärung der Minister, die in Berlin veröffentlicht wurde. Das Vorgehen stelle das russische Engagement für Frieden und Sicherheit im Kaukausus in Frage. - Im Konflikt mit Russland hat der georgische Präsident Michail Saakaschwili dem Kreml vorgeworfen, die europäische Landkarte mit Gewalt verändern zu wollen. Die russische Führung strebe zudem einen Regimewechsel in Georgien an, sagte Saakaschwili gegenüber der 'Financial Times'.

DENVER: Die US-Demokraten haben Senator Barack Obama offiziell als ihren Präsidentschaftskandidaten nominiert. Auf dem Parteitag in Denver erteilten die Delegierten Obama per Akklamation ihre Zustimmung. Den Vorschlag dazu hatte Obamas Konkurrentin Hillary Clinton gemacht, die bei den Vorwahlen unterlegen war. Der 47 Jahre alte Obama ist der erste Schwarze, der von einer der großen Parteien in den Kampf um das höchste Amt der USA geschickt wird. Er tritt bei der Wahl am 4. November gegen den Kandidaten der Republikaner, John McCain, an. Auf dem Parteitag der Demokraten signalisierte auch der frühere US-Präsident Bill Clinton Obama seine Unterstützung. Clinton hatte Obama im Vorwahlkampf heftig angegriffen. Schließlich wurde Senator Joe Biden von den Delegierten als Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten nominiert. - Der Parteitag der Demokraten geht am Freitag mit einer Rede Obamas im Football-Stadion von Denver zu Ende.

VALETTA: Bei einer Flüchtlingstragödie im Mittelmeer vor Malta sind vermutlich 70 Menschen aus Afrika ums Leben gekommen. Nur acht Flüchtlinge überlebten das Unglück und wurden von einem maltesischen Fischerboot gerettet. Sie berichteten den Behörden, dass sich insgesamt 78 Menschen auf ihrem Boot befunden hätten. Die Einwanderer waren vor einer Woche in Libyen gestartet, jedoch seien ihnen bereits nach zwei Tagen die Lebensmittel ausgegangen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

NEW ORLEANS: Der Tropensturm "Gustav" bewegt sich auf die Südküste der USA zu. Im Bundesstaat Louisiana wurden der Ausnahmezustand ausgerufen und 3.000 Soldaten der Nationalgarde in Alarmbereitschaft versetzt. Vor allem in New Orleans, wo der Hurrikan 'Katrina' vor drei Jahren verheerende Schäden angerichtet hatte, wächst die Sorge der Bevölkerung, Teile der Stadt wurden bereits auf eine Evakuierung vorbereitet. Auch im US-Bundesstaat Mississippi wurden Vorkehrungen für die Ankunft von 'Gustav' getroffen. Der Sturm war zuvor über Haiti und die Dominikanische Republik hinweggezogen. Mindestens 22 Menschen kamen dort ums Leben.

MAINZ: Mit Gedenkfeiern, Kranzniederlegungen und Gottesdiensten wird an diesem Donnerstag an die Opfer der Flugschau-Katastrophe im pfälzischen Ramstein vor 20 Jahren erinnert. Am 28. August 1988 waren auf dem dortigen US-Luftwaffenstützpunkt 70 Menschen ums Leben gekommen, als Jets einer italienischen Kunstflugstaffel kollidierten und abstürzten. Eine der Maschinen raste als Feuerball mitten ins Publikum. Hunderte Schaulustige erlitten schwerste Verbrennungen und andere Verletzungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viele Wolken und etwas Regen. Nach Süden hin vermehrt Auflockerungen, in Richtung Oberrhein und Bodensee sonnig. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 18 und 27 Grad.

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