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Nachrichten

Donnerstag, 27. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT: Das Hochwasser an der Oder in Brandenburg steigt nach dem Ausrufen der höchsten Alarmstufe stündlich um etwa zwei Zentimeter. Im Laufe des Tages wird nach Angaben der örtlichen Behörden der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle erwartet. Dämme und Deiche seien von Überflutung bedroht und würden jetzt ständig überwacht, heißt es. Als kritisch gilt eine Deichbaustelle bei Frankfurt. In der Stadt sicherten mittlerweile viele Oder-Anwohner ihre Häuser mit Sandsäcken. Die betroffenen Landkreise erwarten nach eigener Aussage allerdings keine Katastrophe vom Ausmaß des Jahres 1997. -In Polen sinken nach den verheerenden Überschwemmungen der letzten Tage die Pegelstände am Oberlauf der Oder und an der Weichsel weiter langsam ab.

HAMBURG: Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg hat harte Einschnitte bei der Bundeswehr angekündigt. Es müsse bei Personal und Rüstungsausgaben gespart werden, sagte der Minister in einer Grundsatzrede an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Dazu müssten auch viele kleinere Kasernen und Standorte geschlossen werden. Ziel sei es, eine Milliarde Euro einzusparen. Der Minister erwartet außerdem eine weitere Diskussion über die Wehrpflicht. Es sei kurzsichtig, diese zur Disposition zu stellen. Die Wehrpflicht habe für die Integration der Streitkräfte in die Gesellschaft Schlüsselqualität, sagte zu Guttenberg.

MANAMA: Bundeskanzlerin Merkel beendet ihre Reise durch die Golfregion mit einem Besuch in Bahrain. Am Mittwoch war sie in Katar mit Ministerpräsident Scheich al-Thani zusammengekommen. Dabei sagte sie mit Blick auf die Krise des Euro, jedes der Euro-Länder müsse seine Probleme selbst lösen und Defizite abbauen. Trotzdem sei Solidarität innerhalb der EU das Beste für den Euro. Al-Thani sagte beim Treffen mit Merkel in Doha, der Euro sei trotz seiner aktuellen Probleme noch immer ein Vorbild.

PJÖNGJANG: Die Situation auf der geteilten koreanischen Halbinsel verschärft sich weiter. Nordkorea kündigte an, ein Abkommen zur Vermeidung bewaffneter Auseinandersetzungen mit Südkorea an der Seegrenze zu annullieren. Sollten südkoreanische Schiffe in die Hoheitsgewässer des Nordens vordringen, würden sie sofort angegriffen, hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte. Mit der Maßnahme reagierte Pjöngjang auf ein großangelegtes Manöver der südkoreanischen Marine.

LONDON: In 159 Ländern werden die Menschenrechte verletzt, Folter und Misshandlung gibt es allein in mindestens 111 Staaten. Dies geht aus dem Jahresbericht 2010 der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. Besonders prekär ist danach die Lage in Afghanistan, wo Zivilisten Opfer der Taliban, aber auch der internationalen Streitkräfte würden. Deutlich verschlechtert hat sich dem Bericht zufolge die Lage im Iran, wo seit der Präsidentenwahl 2009 zeitweise bis zu 5.000 Regimekritiker inhaftiert gewesen seien. Nachdrücklich verweist Amnesty zudem auf Menschenrechtsverletzungen in China, Russland, Israel und in den Palästinensergebieten.

WASHINGTON: Als Konsequenz aus der Ölpest im Golf von Mexiko will die US-Regierung die Ölförderung im Arktischen Ozean vorerst auf Eis legen. Innenminister Salazar fordere zunächst weitere Untersuchungen zur Bohrtechnologie und zu möglichen Reaktionen auf ein unkontrolliertes Austreten von Öl ins Meer, hieß es aus Regierungskreisen in Washington. Demnach lehnt Salazar Genehmigungen für Erschließungsbohrungen in der Arktis vor 2011 ab. Der Ölkonzern Shell wollte damit eigentlich in diesem Sommer beginnen. - Im Golf von Mexiko versucht der BP-Konzern derzeit, das Öl-Leck in 1.500 Meter Tiefe mit schwerem Schlamm und Zement abzudichten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt und besonders in der Südhälfte gelegentlich Schauer und Gewitter. Im Norden kurze sonnige Abschnitte. Höchstwerte von 12 bis 21 Grad.

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