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Nachrichten

Donnerstag, 27. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die in München geplante Strecke der Magnetschwebebahn Transrapid wird nicht gebaut. Das teilte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nach einer Krisensitzung in Berlin mit. Zur Begründung sagte er, der Bund und das Land Bayern könnten die Finanzierung nicht mehr sicherstellen. Die Industrie bezifferte die Kosten für das Projekt laut Tiefensee zuletzt auf bis zu 3,4 Milliarden Euro. In einer Machbarkeitsstudie von 2002 war dagegen noch von 1,85 Milliarden Euro die Rede gewesen. Ein Großteil der Kosten sollte vom Staat getragen werden. Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sprach von einem "schlechten Tag für den Industriestandort Deutschland".

FRIEDRICHSHAFEN: Die Schlichtung im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes ist am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. Die Arbeitnehmervertreter hätten den Schlichterspruch abgelehnt, erklärte der Verband kommunaler Arbeitgeberverbände in Friedrichshafen. Zuvor hatten der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth und der frühere Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, acht Prozent mehr Lohn innerhalb von zwei Jahren und eine Anhebung der Arbeitszeit bei Bund und Kommunen auf 39,5 Wochenstunden vorgeschlagen. Dem stimmte aber nur die Arbeitgeberseite zu. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bezeichnete die ablehnende Reaktion der Gewerkschaften als bedauerlich und unverständlich.

KABUL: Bei einem Anschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan sind zwei deutsche Soldaten schwer und einer leicht verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich nach Angaben der Bundeswehr westlich von Kundus. Im Süden Afghanistans wurde ein dänischer Soldat der NATO-Schutztruppe ISAF bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban getötet. Der Soldat sei am Mittwoch bei einem Patrouillengang im Bezirk Gereschk in der Unruheprovinz Helmand erschossen worden, teilte ein NATO-Sprecher mit. Ein weiterer dänischer Soldat wurde bei dem Angriff verletzt. Damit steigt die Zahl der seit Jahresbeginn in Afghanistan getöteten ausländischen Soldaten auf 33. Dänemark hat nach eigenen Angaben 550 Soldaten in dem Land statoniert.

BASRA: Irakische Sicherheitskräfte und Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Moktada Sadr liefern sich in der südirakischen Stadt Basra den dritten Tag in Folge heftige Gefechte. Augenzeugen berichteten von Granatfeuer und Raketeneinschlägen im Stadtzentrum. Bei den Kämpfen, die sich auch auf andere irakische Städte ausgedehnt hatten, sind nach amtlichen Angaben bislang mehr als 50 Menschen getötet worden. Regierungstruppen hatten die Offensive am Dienstag begonnen. Ministerpräsident Nuri el Maliki forderte die Aufständischen unterdessen ultimativ zur Waffenabgabe auf. Seit dem Abzug der britischen Soldaten aus Basra im Dezember kämpfen in der für den Ölexport wichtigen Stadt schiitische Milizen und kriminelle Banden um die Vorherrschaft.

LHASA: Bei einem von der chinesischen Regierung arrangierten Besuch in Lhasa ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Eine Gruppe von Mönchen nutzte die Visite der Korrespondenten im Jokhang-Tempel im Herzen der tibetischen Hauptstadt für eine Protestaktion gegen die chinesische Fremdherrschaft. Sie riefen 'Tibet ist nicht frei'. Der Platz vor dem Tempel war auch Ausgangspunkt für die Ausschreitungen in der tibetischen Hauptstadt vor knapp zwei Wochen gewesen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua erwähnte in einem Bericht von der organisierten Tour für die 26 ausgesuchten Journalisten lediglich, dass eine Gruppe von Mönchen den Besuch 'gestört' habe.

BERLIN: Eine als Moskau-kritisch geltende russische Künstlerin ist in Berlin verschwunden. Von der 52-jährigen Anna Mikhalchuk gibt es nach Polizeiangaben seit Karfreitag kein Lebenszeichen. Das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet. Mikhalchuk lebte mit ihrem Mann, dem Philosophen Michail Ryklin, seit vergangenem November in Berlin. Mikhalchuk stand 2005 in Russland wegen des Schürens von religiösem Zwist vor Gericht. Hintergrund war ihre Beteiligung an einer Ausstellung, auf der eine Fotomontage von einer gekreuzigten nackten Frau gezeigt wurde. Sie wurde seinerzeit freigesprochen.

LONDON: Der Umgang der britischen Behörden mit Asylsuchenden ist von einer unabhängigen Kommission als 'beschämend' und 'unwürdig' kritisiert worden. In dem Bericht wird unter anderem bemängelt, dass ausgerechnet in einem Land, das sich Fairness auf die Fahnen geschrieben habe, Asylsuchende oft unfair behandelt würden. So sei es unter Verstoß gegen klare Vorschriften übliche Praxis, selbst Folteropfer in Schnellverfahren abzuschieben. Die Asyl-Kommission war vor einem Jahr auf Verlangen von Gemeinden und Wohltätigkeitsorganisationen eingesetzt worden. Sie untersuchte die Abschiebepraxis der britischen Behörden ebenso wie den Prozess der Entscheidung über Asylanträge.

NAYPYIDAW: Der birmanische Militärmachthaber Than Shwe hat für 2010 die Übergabe der Regierungsgewalt an Zivilisten angekündigt. Der 75-jährige General bekräftigte in einer Rede bei einer Parade die Absicht der Militärs, die seit 46 Jahren in dem südostasiatischen Land an der Macht sind, zu einer Verfassung mit einer Zivilregierung überzugehen. Vor sechs Monaten hatten die Militärmachthaber noch einen von buddhistischen Mönchen angeführten Volksaufstand niedergeschlagen.

PEKING: Im Nordwesten Chinas sind bei der Explosion von Feuerwerkskörpern mindestens 25 Menschen getötet worden. Wie die Agentur Xinhua meldete, ereignete sich die Explosion nahe der Stadt Turpan in der Provinz Xingjiang, als die Feuerwerkskörper im Auftrag der Behörden unschädlich gemacht werden sollten.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre 'Endeavour' ist nach einer 16-tägigen Mission im All sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Space-Shuttle mit sieben Astronauten an Bord landete in Cape Canaveral in Florida. - An der Internationalen Raumstation ISS hatten die Astronauten in mehreren Außeneinsätzen Teile eines japanischen Weltraumlabors sowie eine in Kanada gebaute Roboterhand installiert.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr letztes Test-Länderspiel vor der Nominierung des EM-Kaders souverän gewonnen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich auswärts in Basel gegen EM-Mitgastgeber Schweiz mit 4:0 durch. - Zwei Tore schoss Mario Gomez, je einen Treffer erzielten Miroslav Klose und Lukas Podolski.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im nord- und ostdeutschen Flachland vielfach sonnig und trocken, sonst meist stark bewölkt und gebietsweise Regen, in höheren Lagen auch noch Schnee. Höchstwerte vier bis zehn Grad Celsius.

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