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Nachrichten

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

NAIROBI: In Kenia sind an diesem Donnerstag rund 14 Millionen Bürger zu Präsidentschafts- und Parlamentswahlen aufgerufen. Um das Amt des Präsidenten wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem derzeitigen Staatschef Mwai Kibaki und dem Oppositionspolitiker Raila Odinga erwartet. Vor zahlreichen Stimmlokalen bildeten sich lange Schlangen von Wählern. Odinga wurde nach eigenen Angaben in seinem Wahllokal abgewiesen. Sein Name habe nicht im Wählerverzeichnis gestanden teilte der 62-Jährige mit. Der Leiter der EU-Wahlbeobachter, Alexander Graf Lambsdorff, rief die Behörden dazu auf, die Stimmabgabe in mehreren Wahllokalen zu verlängern. Die Lage sei teilweise chaotisch. - Die Wahl in dem ostafrikanischen Land wird von rund 15.000 ausländischen Experten beobachtet.

PEKING: Der japanische Ministerpräsident Yasuo Fukuda ist zu einem viertägigen Besuch in der Volksrepublik China eingetroffen. Vor seinem Abflug aus Tokio betonte Fukuda, er wolle sich bei seinen Gesprächen in Peking, unter anderem mit Staats- und Parteichef Hu Jintao, für eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen einsetzen. Vorgesehen ist die Unterzeichnung mehrerer Abkommen zur wissenschaftlichen und technologischen Kooperation beim Klimaschutz sowie zur Ausweitung des Jugendschutzes. Ein Thema der Gespräche dürfte aber auch der Territorialstreit zwischen beiden Ländern im ostchinesischen Meer sein, únter dem riesige Gas- und Ölvorkommen vermutet werden.

KABUL: Zwei von der Regierung Afghanistans zu unerwünschten Personen erklärte hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen und der Europäischen Union haben das Land verlassen. Dies teilten Sprecher der UN und der EU in Kabul mit. Die afghanische Regierung hatte dem UN-Diplomaten Marvin Patterson und dem amtierenden Chef der EU-Vertretung in Kabul, Michael Semple, vorgeworfen, mit den radikal-islamischen Taliban-Rebellen verhandelt und damit den Sicherheitsinteressen Afghanistans geschadet zu haben. - Nach UN-Angaben hatten die beiden Diplomaten in der südlichen Provinz Helmand die von den Taliban zurückeroberte Stadt Musa Kala besucht. Verhandlungen mit Rebellen-Vertretern habe es nicht gegeben.

BAGDAD: Die US-Streitkräfte im Irak haben nach eigenen Angaben in der Stadt Kut südlich von Bagdad elf schiitische Extremisten getötet. Es habe sich um Kämpfer einer Splittergruppe der so genannten Mahdi-Armee des Schiiten-Predigers Muktada al Sadr gehandelt, teilte ein US-Militärsprecher mit. Die Extremisten hätten das Feuer auf US-Soldaten eröffnet.

WASHINGTON: Die USA haben den geplanten Verkauf eines russischen Raketenabwehrsystems an den Iran kritisiert. Ein solcher Waffenverkauf sei ein Grund zur Sorge, sagte ein Sprecher von US-Präsident George W. Bush. - Nach Angaben des iranischen Verteidigungsministers Mostafa Mohammed Nadschar wird Russland der Islamischen Republik neue Flugabwehrraketen vom Typ S-300 verkaufen. Wann die Raketen geliefert werden, hatte Nadschar nicht mitgeteilt.

JERUSALEM: Einen Monat nach der Nahost-Friedenskonferenz in Annapolis in den USA kommen der israelische Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas an diesem Donnerstag zu einem Spitzentreffen zusammen. Von palästinensischer Seite hieß es, Abbas wolle dabei einen Stopp des Ausbaus von zwei jüdischen Siedlungen bei Ost-Jerusalem und im Westjordanland fordern. - Die israelischen Pläne zum Bau von mehreren hundert neuen Wohnungen haben zu einer Belastung des Friedensprozesses geführt.

BELGRAD: Im Konflikt um die Zukunft des Kosovo hat Serbien seinen Anspruch auf die Provinz bekräftigt. In einer vom Parlament in Belgrad mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolution heißt es, das Kosovo sei ein integraler Bestandteil des Landes, eine Unabhängigkeit der Provinz werde niemals akzeptiert. Serbien werde die diplomatischen Beziehungen zu allen Ländern überdenken, die ein unabhängiges Kosovo anerkennen würden. - Die überwiegende Mehrheit der Bewohner des seit 1999 unter UN-Verwaltung stehenden Kosovo ist albanisch-sprachig. Ihre Führung wird die Provinz voraussichtlich Anfang 2008 für unabhängig erklären.

PARIS: Frankreich wird beantragen, die wegen versuchter Kindesentführung im Tschad zu jeweils acht Jahren Zwangsarbeit verurteilten sechs französischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation 'Arche-de-Zoé' zu überstellen. Das Außenministerium in Paris verwies auf ein Abkommen aus dem Jahr 1976, wonach in dem afrikanischen Land verurteilte Franzosen die Strafe in ihrer Heimat verbüßen können. - Die Franzosen, zwei Frauen und vier Männer, wollten im Oktober 103 angebliche Waisenkinder aus der sudanesischen Krisenregion Darfur zu Pflegefamilien nach Frankreich bringen. Die Kinder stammten jedoch nicht aus Darfur sondern aus dem Tschad, zudem waren die meisten nicht verwaist.

JAKARTA: Nach den Überschwemmungen und schweren Erdrutschen auf der indonesischen Insel Java befürchten die Behörden mehr als 130 Todesopfer. Im Zentrum der Insel begruben die Schlammassen ganze Häuser unter sich und blockierten wichtige Zufahrtsstraßen. Im Osten Javas spülte ein Hochwasser führender Fluss eine Brücke weg. Allein dort werden mindestens 50 Menschen vermisst. Es handelt sich um die größten Überschwemmungen auf Java seit einem Vierteljahrhundert.

BERLIN: In Deutschland haben sich 2007 erstmals seit zehn Jahren wieder mehr Arbeitnehmer krank gemeldet. Nach Angaben der Betriebskrankenkassen (BKK) lag der Anteil dieser Fehltage im auslaufenden Jahr bei mehr als 3,7 Prozent. Im Jahr zuvor waren es noch 3,5 Prozent gewesen, was durchschnittlich 12,4 Tagen je Arbeitnehmer entsprach. BKK-Chef Wolfgang Schmeinck sagte der 'Bild'-Zeitung, die Menschen gingen jetzt später in Rente, und für viele werde die tägliche Arbeit immer stressiger. Dies könnten Gründe sein für den Anstieg der krankheitsbedingten Fehltage.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, vor allem im Nordwesten etwas Regen. Örtlich Auflockerungen. Höchstwerte zwischen minus einem und plus sechs Grad.

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