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Nachrichten

Donnerstag, 27. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Am zweiten Tag seines Deutschland-Besuchs ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Berlin mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses. Weiteres Thema war das iranische Atomprogramm und die mögliche Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran. Im Anschluss wollte Netanjahu Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt treffen. Der israelische Regierungschef will auch das Haus der Wannsee-Konferenz besuchen, wo die Nationalsozialisten 1942 die genauen Pläne für die Vernichtung der gesamten jüdischen Bevölkerung in Europa beschlossen hatten.

BERLIN: Der Autobauer Opel wird nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht unter dem Dach des US-Mutterkonzerns General Motors bleiben. Eine solche Lösung sei der Bundesregierung von US-Seite noch nie vorgeschlagen worden, sagte Merkel in einem Interview mit Blick auf Berichte, denen zufolge die GM-Spitze die Kontrolle über das deutsche Traditionsunternehmen behalten will. Mit den Amerikanern werde nur über offene Fragen im Übernahmekonzept des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna beraten, sagte Merkel. Dabei gehe es vor allem darum, deutsche Interessen zu wahren.

STUTTGART: Ein US-Gericht hat den größten europäischen Softwarehersteller SAP wegen Patentrechtsverletzungen zu einer Zahlung von rund 139 Millionen Dollar an den Konkurrenten Versata verurteilt. Wie ein SAP-Sprecher mitteilte, prüft der Walldorfer Konzern nun das in Texas ergangene Urteil und wird dann über die weiteren Schritte wie etwa eine Berufung entscheiden. Wie SAP ist Versata auf Unternehmenssoftware spezialisiert.

TAIPEH: Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, darf Taiwan besuchen, um Überlebenden eines verheerenden Taifuns Trost zu spenden. Das sagte Präsident Ma Ying Jeou bei einem Besuch im Katastrophengebiet. Der Aufenthalt des Dalai Lama erfolge ausschließlich aus "humanitären und religiösen Gründen" und werde die Beziehungen zu China nicht beeinträchtigten, sagte ein Sprecher des Präsidenten. Der Dalai Lama ist von der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei in die Hafenstadt Kaohsiung eingeladen worden, die der Sturm "Morakot" stark verwüstet hat. Im Jahr 2001 hatte ein Besuch des Dalai Lamas in Taiwan für heftigen Protest Chinas gesorgt. Die Führung in Peking wirft ihm vor, die Abspaltung Tibets zu betreiben.

WASHINGTON: Die USA trauern um Edward Kennedy. Der letzte der drei legendären Kennedy-Brüder und einer der einflussreichsten US-Senatoren erlag im Alter von 77 Jahren in seinem Haus in Hyannis Port einem Gehirntumor. Angehörige und Weggefährten, aber auch politische Gegner zollten "Ted" Kennedy Anerkennung für sein soziales Engagement und seine Lebensleistung. Ein wichtiges Kapitel der US-Geschichte sei nun beendet, sagte Präsident Barack Obama. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, Deutschland und Europa hätten einen guten und geschätzten Freund verloren. - Kennedy soll am Samstag auf dem Arlington-Friedhof in Washington beerdigt werden, wo auch seine beiden ermordeten Brüder John und Robert liegen.

TEHERAN: Das Ausland hat nach Ansicht von Irans oberstem geistlichen Führer, Ayatollah Ali Chamenei, die Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad nicht unterstützt. Für anderslautende Behauptungen seien ihm bisher noch keinerlei Beweise vorgelegt worden, sagte Chamenei nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens. Zehntausende Menschen waren nach der Wahl Mitte Juni wegen mutmaßlichen Wahlbetrugs auf die Straße gegangen. Die Regierung warf der Opposition vor, dabei vom Ausland unterstützt worden zu sein.

BAMAKO: Ein neues Familiengesetz, das die Stellung der Frauen stärken soll, ist in Mali nach dem Widerstand islamischer Geistlicher vorerst gescheitert. Präsident Amadou Toumani Toure gab nach einem Bericht des britischen Senders BBC bekannt, das er das Gesetz noch nicht unterschreiben werde, sondern zur Überarbeitung an das Parlament zurückgebe. Toure gilt als Befürworter der Gesetzesänderung. Islamische Gruppen protestieren seit Wochen gegen die Neuregelung, die unter anderem das Heiratsalter für junge Frauen auf 18 Jahre heraufsetzen und das Erbrecht für Witwen und uneheliche Kinder verbessern soll.

ROM: Die italienische Polizei hat vor der Küste Siziliens ein Fischerboot mit etwa 50 männlichen Flüchtlingen aufgegriffen. Nach einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich um irakische Kurden, Türken und Bangladescher. Bisher kamen die meisten illegalen Einwanderer über Libyen aus afrikanischen Staaten. Die Zahl der Flüchtlinge ist jedoch zurückgegangen, seit Libyen sich in einem umstrittenen Abkommen mit Italien bereiterklärte, die Migranten wieder aufzunehmen.

BRASILIA: In Brasilien sind im internationalen Vergleich bisher die meisten Menschen an Schweinegrippe gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erlagen 557 Menschen der Infektionskrankheit, 35 mehr als in den USA, die auf dem zweiten Platz folgen. Auf dem dritten Platz liegt Argentinien mit weit mehr als 400 Toten. Die Zahlen beruhten auf Daten des Europäischen Zentrums für Krankheitsprävention und Kontrolle in Stockholm, teilte das Ministerium mit.

TOULOUSE: Ermittler haben im Süden Frankreichs erneut ein Sprengstofflager der baskischen Separatistenorganisation ETA ausgehoben. Das unterirdische Versteck befand sich nach spanischen Regierungsangaben in der Nähe der Ortschaft Massaguel östlich von Toulouse. Es enthielt 18 Kilogramm Sprengstoff, acht Handfeuerwaffen und fast 7.000 Schuss Munition. In den vergangenen Tagen hatte die Polizei in Südfrankreich bereits zwölf derartige ETA-Depots ausfindig gemacht. Vor einer Woche hatte die Polizei mutmaßliche ETA-Mitglieder gefasst, die den logistischen Apparat der Organisation gebildet haben sollen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Ganz vereinzelt kurze Schauer. Höchstwerte 24 bis 31 Grad.

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