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Nachrichten

Donnerstag, 27. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April auf rund 4,79 Millionen gefallen. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekanntgab, waren dies 187.000 weniger als im März und 262.000 weniger als im April des vergangenen Jahres. Ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit war erwartet worden, weil sich die üblicherweise im März einsetzende Frühjahrsbelebung wegen des schlechten Winterwetters verzögert hatte.

BERLIN: Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute legen an diesem Donnerstag ihr Frühjahrsgutachten vor. Wie bereits vor der Veröffentlichung bekannt wurde, rechnen die Institute mit einem Wachstum von 1,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Herbstgutachten hatten sie nur 1,2 Prozent prognostiziert. Außerdem kann Deutschland den EU-Stabilitätspakt nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher schon 2006 erstmals seit vier Jahren wieder einhalten. Die Institute sagen ein Staatsdefizit von 2,9 Prozent voraus.

MOSKAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich für den weiteren Ausbau der Wirtschafts- Beziehungen beider Länder ausgesprochen. Auf einem deutsch-russischen Wirtschaftsforum in der sibirischen Stadt Tomsk sicherte Putin deutschen Investoren in Russland staatliche Unterstützung zu. Nach den jüngsten Irritationen um die russische Energiepolitik versprach Putin zugleich die 'zuverlässige Lieferung' von Energie nach Deutschland und in die EU. Im Rahmen der deutsch-russischen Regierungs- Konsultationen sollen auch mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet werden.

ROM: Vier Soldaten aus Italien und Rumänien sind bei einem Bombenanschlag im Süden des Irak getötet worden. Ein weiterer italienischer Soldat sei schwer verletzt, teilte das italienische Verteidigungsministerium mit. Der Sprengsatz sei neben dem Konvoi der Soldaten bei Nassirijah explodiert. Die scheidende italienische Regierung hatte angekündigt, die italienischen Truppen bis zum Ende des Jahres abzuziehen. Die Schwester des neuen irakischen Vizepräsidenten Tarek el Haschemi ist in Bagdad erschossen worden. Nach Angaben der Behörden kam auch ihr Leibwächter ums Leben. Kürzlich war bereits Haschemis Bruder Mahmud, in Bagdad getötet worden. Haschemi ist Vorsitzender der größten Partei der Sunniten.

WASHINGTON: Das US-Abgeordnetenhaus hat härtere Sanktionen gegen den Iran gefordert. Die USA müssten alle politischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen, damit der Iran für sein unverantwortliches Verhalten bezahlen müsse, heißt es in dem Beschluss. Zuvor war das Treffen einer iranischen Delegation mit der Leitung der Internationalen Atomenergie-Organisation in Wien ohne erkennbaren Durchbruch zu Ende gegangen.

SOFIA: Die Außenminister der 26 NATO-Staaten kommen an diesem Donnerstag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zum jährlichen informellen Treffen zusammen. Im Mittelpunkt steht die mögliche Ausweitung der Mission in der westsudanesischen Unruheprovinz Darfur. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die NATO gebeten, den laufenden Einsatz zur Ausbildung und zum Transport von Soldaten der Afrikanischen Union zu erweitern. - Zudem wollen die Minister über die Einsätze der Allianz in Afghanistan, dem Kosovo und dem Irak sprechen.

SARAJEVO: Im Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina ist eine geplante Verfassungsreform gescheitert, die von den USA und der Europäischen Union unterstützt wurde. Eine entsprechende Gesetzesvorlage fand im Parlament in Sarajevo nicht die nötige Zweidrittel-Mehrheit. Die Reform sollte das Friedensabkommen von Dayton ablösen, das dem Land seit Ende des Bürgerkrieges 1995 als Verfassung dient. Die Neuordnung sollte die zentralen politischen Institutionen stärken und die Integration Bosniens in westliche Bündnisse erleichtern. Durch die derzeitige verfassungsrechtliche Selbstständigkeit der drei Volksgruppen der Muslime, Serben und Kroaten ist das Land politisch nahezu gelähmt.

NEW YORK: Das Vogelgrippe-Virus hat nach UN-Angaben in 45 Ländern bisher mehr als 100 Menschen getötet. Der UN-Koordinator für Grippeerkrankungen, David Nabarro, sagte in New York, bis 2005 sei der aggressive Erreger H5N1 in 15 Ländern festgestellt worden. In den ersten vier Monaten dieses Jahr habe sich das Virus auf 30 weitere Staaten ausgebreitet. Nach aktuellen Erkenntnissen seien mehr als 200 Menschen infiziert. Durch die Massentötungen von Vögeln sei ein Schaden von rund 20 Milliarden Dollar entstanden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Süden Gewitter, sonst meist trocken und vereinzelt heiter. Höchstwerte 13 bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 11°, wolkig; Berlin und Frankfurt am Main: 14°, Regen; Dresden: 12°, Regen; Köln/Bonn: 11°, dunstig sowie München: 11°, Regen.