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Nachrichten

Donnerstag, 26. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

PARIS: Die Tour de France kommt nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen heraus. Das niederländische Team Rabobank entließ den unter Dopingverdacht stehenden Tour-Spitzenreiter Michael Rasmussen. Zur Begründung hieß es, der dänische Radprofi habe mehrmals falsche Angaben über seine Aufenthaltsorte in der Trainingsphase gemacht. Damit soll sich Rasmussen Dopingkontrollen entzogen haben. Trotz der Suspendierung des 33-Jährigen werden die anderen Rabobank-Fahrer weiterhin an der Tour de France teilnehmen. Das entschied die Teamleitung kurz vor dem Start der heutigen 17. Etappe.

KABUL: Der neue Militärführer der radikal-islamischen Taliban hat seine Kämpfer dazu aufgerufen, weitere Ausländer zu entführen. Dem britischen Sender Channel 4 sagte Mansur Dadullah, Ziel sei die Freipressung inhaftierter Gesinnungsgenossen aus afghanischen Gefängnissen. Der Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin, Martin Jäger, warnte vor einem Medienkrieg der Taliban. Diese arbeiteten sehr effizient mit dem Instrument der Propaganda. Derweil zeichnet sich im Entführungsfall des deutschen Bauingenieurs weiter keine Lösung ab. Laut Jäger bemüht man sich intensiv um dessen Freilassung. Der Leichnam des während der Entführung zu Tode gekommenen zweiten Ingenieurs soll an diesem Donnerstag obduziert werden. Geklärt werden soll, ob er an den Strapazen starb oder erschossen wurde.

SEOUL: Die südkoreanische Regierung hat die Tötung einer der 23 in Afghanistan verschleppten Koreaner scharf verurteilt. Die Ermordung eines unschuldigen Zivilisten sei durch nichts zu rechtfertigen, erklärte das Präsidialamt in Seoul. Ein Taliban-Sprecher hatte zuvor mitgeteilt, der Koreaner sei erschossen worden, weil Afghanistan die Forderung nach Freilassung inhaftierter Islamisten nicht erfüllt habe. Die anderen 22 vor einer Woche entführten Koreaner sollen nach Angaben der Taliban alle noch am Leben sein.

ISLAMABAD: Der britische Außenminister David Miliband hat Pakistan Unterstützung im Anti-Terror-Kampf zugesichert. Sein Land habe ein großes Interesse an stabilen Verhältnissen in Pakistan, sagte Miliband nach einem Treffen mit Staatspräsident Pervez Musharraf in Islamabad. Die Terrorabwehr dürfe sich aber nicht nur auf militärische Mittel stützen, sondern müsse durch wirtschaftliche und soziale Entwicklung flankiert werden. - Musharraf ist im Kampf gegen Extremisten ein wichtiger Verbündeter der Regierung in London. Der britische Geheimdienst hat zahlreiche Verbindungen von in Großbritannien lebenden Terrorverdächtigen nach Pakistan aufgedeckt.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach eigenen Angaben eine Rakete getestet, die auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Der Test sei erfolgreich verlaufen, teilte die Armee mit. Der Marschflugkörper hat eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern.

PANMUNJOM: Die dreitägigen Gespräche zwischen Militärs aus Nord- und Südkorea in der Grenzstadt Panmunjom sind im Streit zuende gegangen. Beide Seiten konnten sich nicht über die Festlegung einer neuen Seegrenze im Gelben Meer einigen. Die derzeitige Waffenstillstandslinie wurde nach Ende des Korea-Kriegs von den Vereinten Nationen festgelegt, wird aber von Nordkorea nicht anerkannt. Die nordkoreanische Delegation, die von so wörtlich - fruchtlosen Verhandlungen - sprach, die man nicht weiterführen wolle, verließ den Tagungsort. Hauptziel der Gespräche war, Mechanismen zu finden, um künftig Zusammenstöße von Marineeinheiten beider Staaten im Gelben Meer zu vermeiden.

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel hat den Verkauf des deutschen Autozulieferers VDO an Continental begrüßt. Ihr Sprecher sagte, dadurch werde der hiesige Automobilstandort gestärkt. Betont wurde, dass auf Siemens, die VDO-Muttergesellschaft, kein politischer Einfluss ausgeübt worden sei. Nach einem langen Bieterwettstreit war VDO am Mittwoch an den Autozulieferer Continental für 11,4 Milliarden Euro verkauft worden. Mitgeboten hatte auch das US-Unternehmen TRW, hinter dem der Finanzinvestor Blackstone steht. Die 53.000 VDO-Beschäftigten müssen nun um ihre Arbeitsplätze bangen. Die Continental-Führung wollte keine Stellengarantie geben. Das Unternehmen rückt durch den Kauf zum weltweit fünftgrößten Autozulieferer auf.

AMMAN: Eine internationale Konferenz berät in der jordanischen Hauptstadt über Hilfsprogramme für Flüchtlinge aus dem Irak. Allein in Jordanien halten sich schätzungsweise mehr als 700.000 irakische Flüchtlinge auf, in Syrien dürften es sogar 1,4 Millionen sein. Darüber hinaus gibt es rund zwei Millionen Menschen, die innerhalb des Irak ihre angestammte Heimat verlassen haben. Die Europäische Union nimmt an der Konferenz in Amman als Beobachter teil.

TEL AVIV: Israel hat nach Presse-Informationen die Lieferung von 1.000 Sturmgewehren an die Sicherheitskräfte von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas genehmigt. Wie die Tageszeitung 'Haaretz' berichtet, erfolgte der Transport der Waffen über die von Israel kontrollierte Grenze zwischen Jordanien und dem Westjordanland bereits vor drei Wochen. Die beteiligten Seiten hätten jedoch Stillschweigen vereinbart. Durch die Waffenlieferung solle verhindert werden, dass die radikal-islamische Hamas auch im Westjordanland die Macht an sich reiße.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben vor einem wirtschaftlichen Kollaps im Gazastreifen gewarnt. Die Schließung des Grenzübergangs Karni zu Israel Anfang Juni habe das wirtschaftliche Leben in dem Palästinensergebiet zum Stillstand gebracht, erklärte der UN-Nahostgesandte Michael Williams. Nach Schätzungen der Weltbank mussten nach der Grenzschließung 75 Prozent der Fabriken im Gazastreifen schließen, zehntausende Palästinenser wurden entlassen. Seit der Machtübernahme der Hamas erlaubt Israel aus Sicherheitsgründen nur noch die Einfuhr von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs in den Gazastreifen.

JERUSALEM: In Israel ist der am Mittwoch begonnene Streik im öffentlichen Dienst beendet worden. Vertreter der Regierung und des Gewerkschaftsbundes Histadrut konnten sich auf Lohnerhöhungen um fünf Prozent, verteilt über drei Jahre, verständigen. Dadurch konnte ein Streik im Flugverkehr gerade noch verhindert werden. Der Gewerkschaftsbund hatte damit gedroht, an diesem Donnerstag auch den internationalen Flughafen von Tel Aviv lahmzulegen.

DAMASKUS: Bei einer offenbar durch die sommerliche Hitze ausgelösten Explosion in einem Munitionsdepot sind im Norden Syriens mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 50 weitere erlitten Verletzungen, wie die amtliche Nachrichtenagentur des Landes berichtet. Das Unglück ereignete sich in einer Militäranlage in der Nähe der Stadt Aleppo. Sabotage wurde als Ursache ausgeschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten bewölkt, gelegentlich Regen, sonst freundlicher, im Süden sonnig. Tageswerte zwischen 20 und 30 Grad.

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