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Nachrichten

Donnerstag, 26. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat in ihrem jüngsten Bericht zur Lage der Menschenrechte vor allem die Situation in Russland, China und Simbabwe kritisiert. Russland unterdrücke die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit. Bei Militäraktionen in Georgien und Tschtechenien sei rücksichtslos Gewalt auch gegen Zivilisten angewandt worden. China verfolge und schikaniere Regimekritiker und unterdrücke religiöse Freiheiten vor allem in Tibet und im Gebiet der Uiguren. Auch in Simbabwe seien die Menschenrechtsverletzungen unter Präsident Robert Mugabe dramatisch angestiegen. Dies habe zu einer humanitären Krise geführt und den Tod vieler Menschen bewirkt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte gefordert. Man könne die Märkte des 21. Jahrhunderts nicht mit den Bestimmungen aus dem 20. Jahrhundert aufrecht erhalten, sagte Obama im Anschluss an ein Treffen mit Finanzminister Timothy Geithner und Wirtschaftsexperten des US-Kongresses. Starke Märkte brauchten klare Regeln, um Konkurrenz und Wachstum zu fördern. Die USA müssten zudem dafür Sorge tragen, dass auch andere Länder ihre Bestimmungen änderten. Die Finanzmarktkrise sei eine weltweite Herausforderung. Nach Angaben des demokratischen Senators Charles Schumer will das Finanzministerium ein Regelwerk bis zum G-20-Gipfel am 2. April in London ausarbeiten. Dann wollen die Staats- und Regierungschefs der Gruppe über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise beraten.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat die Gewalt und die Angriffe auf Friedenssoldaten der Afrikanischen Union in Somalia scharf verurteilt. In einer in New York veröffentlichten Erklärung rief das höchste UN-Gremium alle Somalier auf, Gewalt und Extremismus zurückzuweisen. - Bei den seit Tagen eskalierenden Kämpfen der islamistischen Shahaab-Miliz mit regierungstreuen Kräften und Soldaten der Friedenstruppe in Mogadischu wurden nach neuen Angaben mehr als 80 Menschen getötet. Mehr als die Hälfte der Opfer seien Zivilisten, teilte eine somalische Menschenrechtsgruppe mit. Die Shahaab-Miliz erkennt den Ende Januar gewählten Präsidenten Sheikh Sharif Achmed nicht an.

DHAKA: Einen Tag nach Beginn einer Meuterei von unzufriedenen Soldaten einer Eliteeinheit in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hat sich der Aufstand auf weitere Landesteile ausgeweitet. Wie der private Fernsehsender ATN berichtete, soll es in mehreren Kasernen der so genannten 'Bangladesh Rifles' Schusswechsel gegeben haben, unter anderem in der Region Chittagong im Südosten des Landes sowie an der Westgrenze zu Indien. Auch in Dhaka ist die Lage weiter unübersichtlich. Medien berichten von weiteren Schiessereien. Seit Mittwoch sollen bis zu 50 Menschen getötet worden sein. Die Soldaten fordern höhere Einkommen, Lebensmittelsubventionen und mehr Urlaub.

KAIRO: Vertreter der rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind in Ägypten zu einer Versöhnungskonferenz zusammengekommen. Außer der im Westjordanland regierenden Fatah und der im Gazastreifen herrschenden Hamas beteiligten sich an den Beratungen etwa zehn weitere Palästinenserorganisationen. Das Treffen bei Kairo soll den Weg für die Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung ebnen. Bereits am Mittwoch hatten sich Hamas und Fatah geeinigt, politische Gefangene freizulassen. Außerdem sicherten sie sich zu, Medienkampagnen gegen die andere Seite zu unterlassen.

AMSTERDAM: Nach dem Absturz einer Boeing 737 der Turkish Airlines bei Amsterdam mit neun Toten und 86 Verletzten gehen die Ermittlungen zur Unglücksursache weiter. Die Maschine war am Mittwoch in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und einer Autobahn auf einen Acker gestürzt und zerbrochen. Warum das Flugzeug mit 134 Menschen an Bord kurz vor der Landung auf dem Flughafen Schiphol plötzlich absackte, ist noch unklar. Spekulationen, wonach der Maschine der Treibstoff ausgegangen sein könnte, wurden nicht bestätigt.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist weiter gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Februar mehr als 3,5 Millionen Menschen ohne Arbeit, 63.000 mehr als im Januar. Dies sei der stärkste Anstieg in einem Februar seit 2005. Die Arbeitslosenquote stieg dadurch um 0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage entwickelten sich die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes negativ, sagte Behördenchef Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosigkeit steige, die Erwerbstätigkeit nehme ab und die Nachfrage nach Arbeitskräften gehe zurück. Stabilisierend sei die Kurzarbeit. Das Statitische Bundesamt in Wiesbaden meldete, die Erwerbstätigkeit sei im Januar erstmals seit Januar 2008 wieder unter die Marke von 40 Millionen gefallen.

MÜNCHEN: Europas größte Versicherung, der Allianz-Konzern, hat im vergangenen Jahr einen Milliarden Verlust gemacht. Wegen der Belastungen aus dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank schloss die Allianz mit einem Jahresfehlbetrag von 2.4 Milliarden Euro, nach einem Rekordgewinn von acht Milliarden Euro im Jahr zuvor. Das ist erst der zweite Jahresverlust in der 119-jährigen Unternehmensgeschichte. Ohne den Verkauf hätte der Konzern einen Gewinn von vier Milliarden Euro gemacht, teilte die Allianz in München mit. Die Finanzkrise habe sich allerdings auch auf das Geschäft mit Lebensversicherungen und Vermögensverwaltung ausgewirkt. Dennoch stehe der Konzern solide da, sagte Vorstandschef Michael Dieckmann.

LONDON: Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im vergangenen Jahr einen Verlust von umgerechnet über 27 Milliarden Euro gemacht, den höchsten in der britischen Wirtschaftsgeschichte. Die Bank kündigte bei der Vorstellung der Jahresbilanz zugleich ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm an. Die Konzernführung bestätigte außerdem Berichte, dass sie faule Papiere in ein staatliches Auffangprogramm auslagern wird.

WASHINGTON: Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat dem Holocaust-Museum in Washington eine Liste mit den Daten jüdischer Einwohner Deutschlands während der Nazi-Diktatur übergeben. Diese sogenannte 'Residentenliste' solle möglichst vielen Hinterbliebenen und Nachfahren helfen, die verlorene Spur ihrer Verwandten wieder aufzunehmen, sagte Neumann. Der deutsche Staatsminister sprach von einem 'wichtigen Baustein' für das Erinnern, der dazu beitragen könne, den NS-Opfern einen Teil ihrer Würde zurückzugeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Übergang zu wechselnder Bewölkung mit Schauern, ab 700 Metern auch Schnee. Ganz im Südwesten weniger Niederschläge, Richtung Deutsche Bucht Aufheiterungen mit etwas Sonne. Höchstwerte zwischen zwei und zehn Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 6°, stark bewölkt
Berlin: 5°, leichter Regen
Dresden: 3°, Regen
Köln/Bonn: 6°, nach Regen
Frankfurt am Main: 4°, nach Regen
München: 2°, etwas Schnee

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