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Nachrichten

Donnerstag, 26. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BELGRAD: Außenminister Westerwelle hat seine Balkanreise mit einem Besuch in Serbien fortgesetzt. In Belgrad stehen ihm die wohl schwierigsten Gespräche seiner dreitägigen Reise bevor. Dabei geht es vor allem um den Streit über die Anerkennung der Unabhängigkeit der ehemals südserbischen Provinz Kosovo, die Serbien strikt verweigert. An dieser harten Haltung scheitern bisher sämtliche Gespräche über einen möglichen serbischen EU-Beitritt. Unter anderen wird Westerwelle Staatspräsident Boris Tadic treffen. Am Nachmittag reist er nach Bosnien-Herzegowina weiter. - Mit seinen beiden rivalisierenden autonomen Regionen - der bosnischen Serbenrepublik und der muslimisch-kroatischen Föderation - gilt Bosnien als das instabilste Land der Region. Letzte Station der Balkan-Reise wird am Freitag das Kosovo sein.

BERLIN: Bundesbank-Vorstandsmitglied Sarrazin hat mit seinen Äußerungen über muslimische Migranten in Deutschland eine Welle der Empörung ausgelöst. SPD-Chef Gabriel sprach von "dämlichen und teils gewalttätigen" Äußerungen. SPD-Generalsekretärin Nahles legte Sarrazin, der früher SPD-Finanzsenator in Berlin war, nahe, die Partei zu verlassen. Kanzlerin Merkel nannte die Aussagen Sarrazins diffamierend. Scharfe Kritik kam auch von den Grünen. Sarrazin vertritt in seinem neuen Buch unter anderem die These, dass muslimische Einwanderer überproportional von Sozialleistungen profitierten, aber keinen Beitrag zum Wohlstand leisteten. Zudem warnt er davor, dass die Deutschen zu Fremden im eigenen Land würden.

ISLAMABAD: Vor allem im Süden Pakistans hat das Hochwasser weitere zehntausende Menschen aus ihren überschwemmten Dörfern vertrieben. Besonders prekär ist die Situation in der Region um die Millionenstadt Hyderabad sowie im Küstendistrikt Thatta, wo der Indus ins Arabische Meer fließt. Die Behörden warnten vor einer neuen Flutwelle. Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Georgieva, warnte vor einer Hungersnot.

KABUL: In der nordafghanischen Provinz Kundus, dem Einsatzgebiet der Bundeswehr, sind acht Polizisten von Taliban-Kämpfern getötet worden. Provinz-Gouverneur Omar teilte mit, die Aufständischen hätten die Polizisten an einem Kontrollpunkt in der Region Kundus-Stadt überfallen. Ein Beamter habe den Angriff verletzt überlebt.

SEOUL: Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il ist nach Angaben der Regierung Südkoreas zu einem Besuch nach China gereist. Ein Beamter des Präsidialamtes in Seoul teilte mit, es sei bestätigt worden, dass Kims Sonderzug in Richtung China aufgebrochen sei. Südkoreanische Medien meldeten zudem, Kim werde von seinem jüngsten Sohn Kim Jong Un begleitet, den er zu seinem Nachfolger an der Spitze des kommunistischen Staates aufbaue. China ist der engste Verbündete und wichtigster Geldgeber des international isolierten Nordkoreas.

MEXIKO-STADT: Nach einer Schießerei mit mutmaßlichen Mitgliedern eines Drogenkartells haben Soldaten im Norden Mexikos 72 Leichen entdeckt. Bei den Getöteten - 58 Männer und 14 Frauen - handelt es sich nach Angaben der Behörden um illegale Einwanderer vor allem aus Zentralamerika, die in die USA wollten. Sie waren offenbar von einer Drogenbande verschleppt und nahe San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas ermordet worden.

STUTTGART: Die Abbrucharbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof werden weiter von Protesten begleitet. Rund 500 Gegner des "Stuttgart 21"genannten Bahnprojekts haben die ganze Nacht über vor dem alten Bahnhof gegen die begonnenen Abrissarbeiten demonstriert. Weitere Proteste und eine Dauerblockade der Baustelle wurden angekündigt. Die Gegner von "Stuttgart 21" halten das Milliardenprojekt für verkehrspolitisch unsinnig und befürchten, dass die Kosten weiter aus dem Ruder laufen. Derzeit werden für den Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation rund 4,1 Milliarden Euro veranschlagt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden freundlich. In der Mitte kräftige Schauer und Gewitter mit Unwetterpotenzial. Im Norden ergiebige Regenfälle. Höchstwerte zwischen 16 Grad im Norden und 31 Grad im Süden.

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