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Nachrichten

Donnerstag, 26. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

BERLIN: Mit dem drastischen Ausbau erneuerbarer Energien und massivem Energiesparen will die Bundesregierung dem Klimawandel entgegenwirken. Bis zum Jahr 2020 solle der Ausstoß klimaschädlicher Gase um 40 Prozent reduziert werden, sagte Umweltminister Sigmar Gabriel im Bundestag. Ein Acht-Punkte-Plan der Regierung sieht unter anderem vor, den Energieverbrauch durch bessere Wärmedämmung und effizientere Heizungssysteme zu senken. Sparsamere Fahrzeuge und Biokraftstoffe sollen den Straßenverkehr klimafreundlicher machen. Strom soll bis 2020 zu mehr als einem Viertel aus Sonne, Wind und Wasserkraft erzeugt werden.

MÜNCHEN: Die Schmiergeldaffäre bei Siemens hat für Deutschlands größten Elektrokonzern weitere Folgen. Die US-amerikanische Börsenaufsicht kündigte eine formelle Untersuchung der Vorgänge an, wie Siemens mitteilte. Zuvor hatte Vorstandschef Klaus Kleinfeld seinen Rückzug angekündigt. Er stehe für ein weiteres Mandat nicht zur Verfügung, teilte Kleinfeld mit. Grund seien Diskussionen über eine Verlängerung seines Ende September auslaufenden Vertrages gewesen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos äußerte sein Bedauern. Er halte Kleinfeld für einen der fähigsten deutschen Manager, sagte der CSU-Politiker im deutschen Fernsehen. Im Siemens-Aufsichtsrat hatte am Dienstag der frühere ThyssenKrupp-Chef Gerhard Cromme den Vorsitz übernommen. Er folgt auf Heinrich von Pierer, der vor knapp einer Woche als Chef des Kontrollgremiums zurückgetreten war.

MOSKAU: Im Streit über das geplante US-Raketenabwehrsystem wird der Ton zwischen den Regierungen in Washington und Moskau schärfer.
Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte wegen der Raketenpläne eine einseitige Aussetzung des 1990 mit der Nato geschlossenen KSE-Vertrags über Konventionelle Streitkräfte in Europa an. In einer Rede an die Nation sagte Putin, der Westen verhalte sich nicht korrekt.
US-Außenministerin Condoleezza Rice bezeichnete dagegen die Befürchtungen Russlands als lächerlich. Am Donnerstag hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates am Rande seines Deutschland-Besuchs Russland angeboten, Einblick in die Technik des Abwehrsystems zu nehmen. Über das Thema beraten die Nato-Außenminister an diesem Donnerstag auf ihrem Treffen in Oslo. Auch in der Nato gibt es Widerstand. Nach Angaben des Auswärtigen Amts haben mindestens sechs Staaten Bedenken gegen das Projekt, darunter neben Deutschland auch Norwegen, Kanada, Österreich und die Slowakei.

WASHINGTON: In der Irak-Politik gehen die Demokraten weiter auf Konfliktkurs mit US-Präsident George W. Bush. Mit der Mehrheit der Demokraten beschloss das US-Repräsentantenhaus, dass die US-Truppen vom 1. 0ktober an schrittweise aus dem Irak abgezogen werden sollen. An diesem Donnerstag will auch der Senat über die Initiative abstimmen. Die vollständige Beendigung des US-Kampfeinsatzes im Irak wird auf den 1. April kommenden Jahres terminiert. Präsident George W. Bush hat sein Veto bereits angekündigt.

ANKARA: Die Gespräche zwischen EU-Chefdiplomat Javier Solana und dem iranischen Atomunterhändler Ali Laridschani über das umstrittene Nuklearprogramm seines Landes kommen voran. Nach Beratungen in der türkischen Hauptstadt Ankara teilten beide mit, sie wollten an diesem Donnerstag die angesprochenen Punkte vertiefen. Nähere Einzelheiten sollen im Anschluss an die Beratungen bekannt gegeben werden. In zwei Wochen soll es weitere Gespräche geben. Der Iran erwartet von der internationalen Gemeinschaft neue Vorschläge zur Lösung des Atomkonflikts. Die westlichen Staaten werfen dem Iran vor, nach Nuklearwaffen zu streben. Die Islamische Republik weist dies zurück und pocht auf ein ziviles Atomprogramm.

KIEW: Der Streit um die vorgezogene Parlamentswahl in der Ukraine hält an. Der ukrainische Ministerpräsident Viktor Janukowitsch lehnte auch den neuen Termin für die vorgezogene Parlamentswahl ab. Sein Stabschef Sergei Lewoschkin sagte, das Dekret von Präsident Viktor Juschtschenko, die Wahl um einen Monat zu verschieben, sei verfassungswidrig. Juschtschenko hatte zuvor in einer Fernsehansprache angekündigt, die Wahl solle nun am 24. Juni stattfinden. Damit bleibe mehr Zeit, um den Konflikt über die Auflösung des Parlaments beizulegen. Gegen die Parlaments-Auflösung durch Juschtschenko hatte Janukowitsch Klage vor dem Verfassungsgericht eingelegt. Auslöser des Konflikts war der Übertritt mehrerer Abgeordneter des westlich orientierten Juschtschenko-Lagers zur pro-russischen Regierung Janukowitschs.

ERFURT: Fünf Jahre nach dem Amoklauf hat das Erfurter Gutenberg-Gymnasium der Opfer gedacht. Schüler und Lehrer legten vor dem Gebäude Blumen und Kränze nieder. An Kirchen im Zentrum der Landeshauptstadt Thüringens läuteten die Glocken. Am 26. April 2002 hatte ein ehemaliger Schüler in dem Gymnasium 16 Menschen erschossen und dann sich selbst getötet. Das Schulgebäude wurde nach dem Amoklauf von Grund auf saniert.

BONN: Die Verhandlungen über den geplanten Konzernumbau bei der Deutschen Telekom gehen in eine neue Runde. Begleitet von Protesten der Beschäftigten nahmen Vertreter des Bonner Unternehmens ihre Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi wieder auf. Die Verhandlungen über die geplante Auslagerung von rund 50.000 Telekom-Beschäftigten in Servicegesellschaften waren am Mittwoch erneut unterbrochen worden. Verdi lehnt geplante Gehaltskürzungen ab und droht bei einem Scheitern der Verhandlungen mit einem Streik.

NÜRNBERG: Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im April spürbar erholt. Die Konsumenten seien sowohl bei der Kaufbereitschaft als auch bei der Einkommenserwartung wieder zuversichtlicher, teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung mit. Ein Grund dafür sei die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Zu Jahresbeginn hatte sich die Verbraucherstimmung unter anderem wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer deutlich eingetrübt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken. Tagestemperaturen zwischen 22 und 30 Grad Celsius.

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