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Nachrichten

Donnerstag, 25. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD : Fast neun Monate nach der Parlamentswahl im Irak ist der amtierende Ministerpräsident el Maliki mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt worden. Er wurde von Staatschef Talabani mit der Aufgabe betraut. Maliki hat nun 30 Tage Zeit. Die Parlamentswahl Anfang März hatte keinem politischen Lager eine ausreichende Mehrheit verschafft. Malikis Schiiten-Allianz hatte daher lang mit dem von Sunniten unterstütztem Irakija-Bündnis von Ex-Ministerpräsident Allawi gestritten, wer künftig die Regierung führen solle.

BERLIN : Deutschland stellt 1,8 Millionen Euro für die Wiedereingliederung von Binnenflüchtlingen im Irak zur Verfügung. Das Geld soll etwa 3.600 Flüchtlingen und Rückkehrern in verschiedenen Provinzen helfen, sich eine neue Existenz aufzubauen. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Nach Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats sind noch etwa 4,2 Millionen Iraker auf der Flucht, davon mehr als zwei Millionen im eigenen Land.

NEU DELHI : Das indische Militär hat eine Kurzstreckenrakete getestet, die auch Atomwaffen transportieren kann. Während einer Militärübung sei die verbesserte Ausführung einer "Agni-1"-Rakete von einem Testgelände auf einer Insel vor der Ostküste gestartet worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Die Boden-Boden-Rakete hat eine Reichweite von 700 Kilometern. - Zu der nach dem Hindu-Gott des Feuers benannten Baureihe gehören auch Mittelstreckenraketen. Die südasiatischen Atommächte und Rivalen Indien und Pakistan testen regelmäßig ihre Raketentypen.

PEKING/SEOUL : Chinas Regierungschef Wen hat zum Verzicht auf militärische Provokationen zwischen Süd- und Nordkorea aufgerufen. Sein Land wolle den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel aufrechterhalten und spreche sich gegen "provozierende militärische Aktivitäten" aus, sagte Wen. Zuvor hatten die USA nach dem Granatenangriff Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong China aufgefordert, klar Stellung gegen den kommunistischen Verbündeten zu beziehen. -- Unterdessen hat der chinesische Außenminister Yang eine Reise nach Südkorea verschoben - aufgrund von "Terminproblemen" hieß es in Seoul.

MÜNCHEN : Als Konsequenz aus der Weltwirtschaftskrise will Russland deutlich enger mit der Europäischen Union zusammenarbeiten. Das Ziel müsse die Schaffung einer harmonischen Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok sein, schreibt der russische Regierungschef Putin in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Auch eine Freihandelszone käme infrage. Notwendig sei zudem eine gemeinsame Industriepolitik. Putin kommt an diesem Donnerstag zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch nach Deutschland. Am Freitag wird er von Kanzlerin Merkel empfangen.

BERLIN : Im Streit mit der Union über einen Mindestlohn für Leiharbeiter haben die Freien Demokraten Kompromissbereitschaft signalisiert. Wenn der Koalitionspartner auf einem solchen beharre, würden sich die Liberalen dem nicht in den Weg stellen, sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Kolb. CDU-Arbeitsministerin von der Leyen will zügig einen Mindestlohn in der Zeitarbeit einführen, um Lohndumping zu verhindern, wenn im Mai 2011 der deutsche Arbeitsmarkt für Beschäftigte aus fast allen EU-Ländern geöffnet wird.

PHNOM PENH : Kambodscha hat der Opfer der Massenpanik gedacht, bei der nach offiziellen Angaben 347 Menschen ums Leben kamen. Ministerpräsident Hun Sen entzündete Kerzen auf der Bücke in Phnom Penh, auf der sich die Tragödie ereignete. Die Flaggen im ganzen Land wehten auf halbmast. - Eine vorläufige offizielle Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Hängebrücke durch die vielen Menschen ins Schwanken gekommen war, was einige der Festbesucher in Panik versetzte. Aus Angst, die Brücke könnte einstürzen, hätten einige Menschen angefangen zu rennen, andere seien von der Brücke ins Wasser gesprungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND : Im Südwesten dichte Wolken mit Regen oder Schneefall. Sonst wechselnd bewölkt und nur vereinzelt Schauer. Höchstwerte minus ein Grad in Nordfriesland und bis zu plus fünf Grad im Breisgau.

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