1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 25. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Europäische Union kann die Folgen der internationalen Finanzkrise nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel nur gemeinsam bewältigen. Durch die Schuldenkrise in Griechenland habe die EU schmerzlich erlebt, dass Fehler in der Wirtschaftspolitik eines einzelnen Landes zu beträchtlichen ökonomischen Verwerfungen für alle führten, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag. Griechenland könne im Notfall auf bilaterale Hilfen von EU-Partnern und Unterstützung des Internationalen Währungsfonds bauen. Dies sei aber nur als letztes Mittel zu sehen, wenn ein Euro-Land kein Kapital an den Märkten mehr bekomme, sagte die Kanzlerin. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder kommen am Nachmittag in Brüssel zusammen, um über die griechische Schuldenkrise zu beraten.

BERLIN: Der FDP-Abgeordnete Hellmut Königshaus wird neuer Wehrbeauftragter des Bundestages. Das Parlament stimmte in geheimer Wahl für den von seiner Partei vorgeschlagenen 59-jährigen Juristen. Königshaus löst im Mai in diesem Amt den SPD-Politiker Reinhold Robbe ab. Der Wehrbeauftragte gilt als "Anwalt der Soldaten" und hilft dem Parlament zugleich bei der Kontrolle der Streitkräfte.

WASHINGTON: Die USA und Israel haben es in langen Gesprächen nicht geschafft, ihren Streit über die jüdischen Siedlungsprojekte im Ostteil Jerusalems beizulegen. Zum Abschluss seines Besuchs in Washington kam der israelische Ministerpräsident Netanjahu mit dem Nahost-Sondergesandten Mitchell zusammen. Danach verlautete aus US-Regierungskreisen, die Spannungen seien nicht überwunden worden. Für die zusätzlichen Gespräche hatte Netanjahu seinen Aufenthalt eigens verlängert. UN-Generalsekretär Ban hat von Israel einen sofortigen Siedlungsstopp in Ost-Jerusalem gefordert. Die Siedlungen seien nach internationalem Recht illegal, sagte Ban nach einer Sitzung des Weltsicherheitsrats.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus muss auf Druck des Senats über Teile der Gesundheitsreform neu abstimmen. Es gebe gegen zwei Punkte im Änderungsentwurf zu der Reform formelle Einwände, teilte ein Sprecher der Demokratischen Partei mit. Unter anderem gehe es dabei um Kredite für Studenten. Die eigentliche Gesundheitsreform bleibe jedoch weiterhin gültig. Die Wiederholung der Abstimmung erzwangen den weiteren Angaben zufolge republikanische Gegner der Reform.

DAKAR: Im Senegal hat die Nationalversammlung einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem erstmals ein afrikanisches Land Sklaverei und Sklavenhandel zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärt. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss der Text noch vom Senat verabschiedet werden. Außerdem muss Staatspräsident Wade die Vorlage unterschreiben.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat die Politik der kubanischen Regierung mit ungewöhnlich harten Worten angegriffen. Der Hungerstreik von Oppositionellen und zahlreiche Demonstrationen zeigten, dass die kubanische Führung die Grundrechte ihrer Bürger nicht respektiere. Er schließe sich den Wünschen der Kubaner an, die ein Ende der Repression und eine unverzügliche Freilassung aller politischer Gefangenen ohne Bedingungen forderten, fügte der US-Präsident hinzu.

WASHINGTON: Nach dem Rückzug von Google aus China will auch das amerikanische Internet-Unternehmen "Go Daddy" seine Geschäfte dort einschränken. Wie Firmenvertreter bei einer Anhörung im US-Kongress miteilten, wird "Go Daddy" in der Volksrepublik keine Internet-Domains mehr registrieren. Derzeit werden dort noch rund 27.000 Domains von dem Unternehmen verwaltet. Begründet wurde die Entscheidung mit neuen Regeln der chinesischen Behörden, die bei jedem neuen Kunden ein Foto und andere Angaben zur persönlichen Identifizierung verlangten.

BOGOTÁ: Bei einem Autobombenanschlag in der kolumbianischen Hafenstadt Buenaventura sind mindestens neun Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden. Das Rathaus, aber auch umliegende Gebäude, wurden zum Teil schwer beschädigt. Die Armee machte die linksgerichteten FARC-Rebellen für die Tat verantwortlich. Als Täter kommen nach Einschätzung anderer Behördenvertreter aber auch rechtsgerichtete Paramilitärs oder Drogenbanden infrage.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst wieder überall sonnig. Vom Rhein her später dichtere Wolken und etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen 16 und 22 Grad Celsius.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema