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Nachrichten

Donnerstag, 25. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat nach drei Jahren eine positive Bilanz der Deutschen Islamkonferenz gezogen. Vor der vierten und vorerst letzten Plenarsitzung sprach Schäuble in Interviews von gewachsenem Vertrauen zwischen Staat und Muslimen und hob insbesondere eine entspanntere Debatte um Moscheebauten und Schulunterricht hervor. Auch von einigen türkischen Repräsentanten kam ein überwiegend positives Fazit. - Ziel der Konferenz ist es, die Integration der Muslime zu verbessern, deren Zahl auf 3,8 bis 4,3 Millionen geschätzt wird.

NEW YORK: Zum Auftakt einer Konferenz der Vereinten Nationen über die globalen Folgen der Finanzkrise haben Entwicklungsländer aus Afrika, Asien und der Karibik von den reichen Staaten ein Rettungspaket gefordert. Die Krise gehe vor allem auf Kosten der Armen, sagte die Außenministerin von Bangladesch, Dipu Moni in New York. Um soziale Unruhen zu verhindern, seien mehr Mittel nötig. - Alle Redner aus Entwicklungsländern sprachen sich für eine größere Rolle der Vereinten Nationen im Kampf gegen die Finanzkrise aus. Im Entwurf für die Abschlusserklärung des Freitag zu Ende gehenden Treffens heißt es, die Zahl der in äußerster Armut lebenden Menschen sei um mehr als 50 Millionen gestiegen. Die USA und die EU kündigten höhere Hilfszahlungen für Entwicklungsländer an, nannten aber keine Zahlen.

TEHERAN: Einer der unterlegenen Kandidaten bei der iranischen Präsidentschaftswahl, Mehdi Karrubi, hat den für diesen Donnerstag geplanten Trauermarsch in der Hauptstadt abgesagt. Laut der Internetseite von Karrubis Partei soll der Marsch nun in der kommenden Woche stattfinden. Seit dem Beginn der Proteste vor zehn Tagen wurden nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen getötet. Das Innenministerium hatte zuvor alle Protestkundgebungen gegen den Ausgang der Wahl verboten. Unterdessen sollen 70 Hochschulprofessoren nach einem Treffen mit Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi am Mittwochabend festgenommen worden sein. Das berichtet die Mussawi-nahe Webseite Kalemeh. Die Nachrichtenagentur AFP meldet, der schiitische Großayatollah Hossein Ali Montaseri habe die iranische Führung davor gewarnt, friedliche Proteste weiter zu unterdrücken. Montaseri gilt als Kritiker des ultrakonservativen geistlichen Führers des Landes, Ayatollah Ali Chamenei.

ABUJA: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat im Rahmen seiner Afrikareise bei einem Besuch in Nigeria Milliarden-Investitionen in die Energiewirtschaft des Ölstaats in Aussicht gestellt. Beide Seiten unterzeichneten Verträge zur Erschließung von Öl- und Gasvorkommen sowie der Förderung der Atomindustrie. Experten erwarten, dass Russland auch den Bau einer transafrikanischen Pipeline-Verbindung forciert, die nigerianisches Erdgas nach Europa transportieren soll. Der Sprecher des russischen Reaktorbetreibers Rosatom, Sergej Nowikow, sagte, dass auch der Bau von Atomkraftwerken in Nigeria geplant sei. Der nigerianische Regierungssprecher Olusegun Adeniyi betonte, dabei gehe es um die friedliche Nutzung der Atomkraft für die Stromerzeugung. - Medwedew reist nach seinen Gesprächen in Nigeria noch nach Angola und Namibia.

CARACAS: Venezuela und die USA wollen ihre diplomatischen Beziehungen wieder normalisieren. Beide Seiten hätten beschlossen, ihre jeweiligen Botschafter wieder zuzulassen, sagte Außenminister Nicolas Maduro in der venezolanischen Stadt Maracay. Das amerikanische Außenministerium bestätigte die grundsätzliche Einigung, ließ aber offen, wann der US-Botschafter nach Caracas zurückkehren werde. Er war im vergangenen Jahr von Staatspräsident Hugo Chavéz ausgewiesen worden, was schließlich zum beiderseitigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen führte. -- Seit mit Präsident Barack Obama in den Vereinigten Staaten eine neue Regierung im Amt ist, hat sich das Verhältnis zwischen beiden Ländern verbessert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Donnerstag in die USA zum förmlichen Antrittsbesuch beim neuen Präsidenten Barack Obama. Die Gespräche mit dem Präsidenten, die für Freitag auf dem Programm der Kanzlerin stehen, sind bereits das vierte bilaterale Treffen der beiden Politiker innerhalb eines Jahres. Nach Angaben aus Regierungskreisen stehen neben der Lage im Iran und in Afghanistan die Finanzkrise und die Klimapolitik auf der Themenliste.

BERLIN: Angesichts des Rekords bei der Neuverschuldung des Bundes erwarten Wirtschaftsexperten Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl. Ein solcher Schritt eingebettet in eine neue Sparpolitik sei unausweichlich, sagte der Chef der so genannten Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz. Auch Professor Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle hält höhere Steuern nach der Wahl für wahrscheinlich. Am Mittwoch hatte das Kabinett den Etatentwurf für 2010 gebilligt. Er sieht neue Kredite von 86,1 Milliarden Euro vor. Das ist die mit Abstand größte Neuverschuldung, die es je gab.

KASSEL: Die Praxisgebühr verstößt nach Auffassung des Bundessozialgerichts nicht gegen das Grundgesetz. Die bei jedem ersten Arztbesuch im Quartal von gesetzlich Versicherten zu entrichtenden zehn Euro seien mit dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung vereinbar, urteilten die höchsten Sozialrichter Deutschlands in Kassel. Geklagt hatte ein heute 64 Jahre alter Mann aus Bayern.

ZUM FUSSBALL: Die Nationalmannschaft der USA ist überraschend ins Endspiel des Confederations Cup in Südafrika eingezogen. Die Außenseiter gewannen das Halbfinale gegen Europameister Spanien in Bloemfontein mit 2:0. Die Spanier hatten zuvor 35 Spiele in Folge nicht verloren. --- Im zweiten Halbfinale treffen an diesem Donnerstag Gastgeber Südafrika und Brasilien aufeinander.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen freundlich und meist trocken. Im Tagesverlauf von Osten her dichte Wolken mit teils kräftigen Regengüssen. Oftmals schwülwarm bei maximal 17 bis 27 Grad.

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