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Nachrichten

Donnerstag, 25. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

DAVOS: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Weltwirtschaftsgipfel zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Die Politik allein könne die Erderwärmung nicht stoppen, auch die Wirtschaft müsse ihren Teil dazu beisteuern, betonte die Kanzlerin. Sie hatte das Treffen im Schweizerischen Davos mit einer Grundsatzrede zu den Zielen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des Vorsitzes der G8-Gruppe eröffnet. Merkel begrüßte die jüngsten Äußerungen von US-Präsident George W. Bush zur Klimapolitik. Die angestrebte Reduzierung des Benzinverbrauchs in den USA um 20 Prozent nannte sie ein ehrgeiziges Ziel. Ferner rief die Kanzlerin dazu auf, die Chancen der Globalisierung zu nutzen. Zugleich wies sie darauf hin, dass noch viele Länder vom weltweiten Aufschwung abgeschnitten seien.

PARIS: Vertreter zahlreicher Staaten und internationaler Organisationen beraten bei einer Geberkonferenz in Paris über Hilfen für den Libanon. Das Geld soll unter anderem zum Wiederaufbau des Landes dienen, das unter den Folgen des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im vergangenen Jahr leidet. Die USA haben bereits angekündigt, umgerechnet rund 600 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Frankreich will als Gastgeber der Konferenz einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro gewähren. Die EU stellte weitere 400 Millionen Euro bis zum Jahr 2010 in Aussicht.

WASHINGTON: Der außenpolitische Ausschuss des US-Senats hat die Pläne von Präsident George W. Bush für eine weitere Truppen- Aufstockung im Irak zurückgewiesen. Die Entsendung weiterer Soldaten liege nicht im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten, heißt es in einer Resolution gegen die neue Irak-Strategie. In der kommenden Woche soll die Resolution dem gesamten Senat zur Abstimmung vorgelegt werden. US-Vizepräsident Dick Cheney zeigte sich vom Widerstand gegen die geplante Truppenverstärkung um 21.500 Soldaten unbeeindruckt. Bush werde an seinem Vorhaben festhalten, betonte Cheney.

JERUSALEM: In Israel wächst der Druck auf Staatspräsident Moshe Katzav, sofort von seinem Amt zurückzutreten. Nach der Ankündigung der Generalstaatsanwaltschaft, gegen Katzav Anklage wegen des Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung zu erheben, forderte auch Regierungschef Ehud Olmert dessen Rücktritt. Unter den gegebenen Umständen könne der Präsident seine Pflichten nicht länger erfüllen, sagte Olmert. Katzav hatte zuvor einen Rücktritt abgelehnt und lediglich angeboten, sein Amt vorerst ruhen zu lassen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien ohne Grundlage, betonte Katzav.

PEKING: Die chinesische Wirtschaft wächst weiter mit rasantem Tempo. Im vergangenen Jahr stieg die Wirtschaftsleistung um 10,7 Prozent, wie die Regierung in Peking bekanntgab. Es ist die höchste Wachstumsrate seit 1995. Bereits das vierte Jahr in Folge konnte China ein zweistelliges Plus verzeichnen.

HAMBURG: Erneut haben Schnee und Eis zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen in Teilen Deutschlands geführt. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen kamen in der Nacht zwei Menschen bei Unfällen ums Leben. In vielen Bundesländern wurden Straßen und Autobahnen gesperrt. Kraftfahrer wurden von den Rettungsdiensten mit heißen Getränken und Benzin versorgt. In Bayern, Baden-Württemberg und Teilen Thüringens war der Bahnverkehr stark eingeschränkt. In Sachsen war der Flugverkehr beeinträchtigt.

QUITO: Bei einem Hubschrauber-Absturz ist die Verteidigungsministerin Ecuadors, Guadalupe Larriva, ums Leben gekommen. Nach Regierungs-Angaben stieß der Helikopter der 50-jährigen Ministerin in der Nähe der Hafenstadt Manta mit einem anderen Militärhubschrauber zusammen. Bei dem Unglück starben auch Larrivas Tochter und mehrere Offiziere der ecuadorianischen Armee. Die Ministerin hatte ihr Amt in der Regierung des neuen linksgerichteten Staatspräsidenten Rafael Correa erst vor gut einer Woche angetreten.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor der Gefahr eines neuen Krieges zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten Äthiopien und Eritrea gewarnt. Sollten die Kämpfe wieder aufflammen, könnte die gesamte Region am Horn von Afrika destabilisiert werden, warnte Ban in einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat. Die UN-Mission mit 2.300 Soldaten in der Pufferzone zwischen Äthiopien und Eritrea sollte deshalb verlängert werden. - Darüber muss der Sicherheitsrat noch im Januar entscheiden. - Bei der Unabhängigkeit Eritreas von Äthiopien im Jahre 1993 wurde der Grenzverlauf nicht exakt festgelegt. 1998 kam es deshalb zum Krieg.

CONAKRY: In Guinea ist Präsident Lansana Conté nach zwei Wochen Generalstreik und Protestaktionen der Opposition offenbar zum Einlenken bereit. Gewerkschaftsvertreter teilten nach Gesprächen mit der Regierung mit, Conté habe zugestimmt, im Konsens mit der Opposition einen Ministerpräsidenten zu ernennen. Damit wäre eine Hauptforderung der Oppositionsbewegung in dem westafrikanischen Staat erfüllt. - Gewerkschaften und Oppositionsparteien fordern zudem den Amtsverzicht des kranken Präsidenten, dem sie Korruption und Machtmissbrauch vorwerfen. Bei den Protestaktionen sind mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und am Alpenrand Schneeschauer. Sonst heiter bis wolkig bei Temperaturen zwischen minus sechs und plus ein Grad Celsius.

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