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Nachrichten

Donnerstag, 25. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar sehr viel geringer gestiegen als von Experten erwartet. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, erhöhte sich die Erwerbslosen-Zahl gegenüber Januar um 26.000 auf gut 3,64 Millionen. Dies entspricht einer Quotensteigerung um 0,1 Punkte auf 8,7 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2009 sind 91.000 Menschen mehr ohne eine Stelle. Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur, Alt, erklärte, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt blieben moderat. Entlastet wurde dieser auch durch eine hohe, insgesamt aber weiter sinkende Zahl von Kurzarbeitern.

BERLIN: Im Atomkonflikt mit dem Iran hat Bundeskanzlerin Merkel ihre Bereitschaft zu scharfen Sanktionen gegen das Land bekräftigt. Dabei setze sie darauf, dass auch die bislang skeptischen Staaten Russland und China Sanktionen unterstützten, sagte Merkel in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zugleich warb sie bei der deutschen Wirtschaft um Verständnis für mögliche Strafmaßnahmen der Vereinten Nationen gegen Teheran. Die Kosten eines atomar bewaffneten Irans und die Gefahren eines dadurch ausgelösten Wettrüstens im Nahen Osten seien größer als diejenigen durch entgangene Geschäfte. Deutsche Unternehmen zählen zu den wichtigsten Handelspartnern des Iran. Das Regime in Teheran wird von der Staatengemeinschaft verdächtigt, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

NEU DELHI: Indien und Pakistan haben 15 Monate nach den Terroranschlägen von Mumbai ihre seitdem unterbrochenen Gespräche wiederaufgenommen. Die Außenminister beider Staaten kamen zu einer ersten Gesprächsrunde in Neu-Delhi zusammen. Ein Durchbruch wird nicht erwartet, aber die Erneuerung des Dialogs gilt angesichts der gespannten Beziehungen der Nachbarstaaten bereits als großer Erfolg der Entspannungsbemühungen. Während Indien vor allem über die terroristische Bedrohung aus Pakistan sprechen will, strebt die Regierung in Islamabad eine umfassende Tagesordnung an, die auch eine Lösung des Kaschmir-Problems einschließt. Die Wiederaufnahme der Gespräche kam Beobachtern zufolge vor allem auf Druck von außen zustande. Insbesondere die USA sind an einer Stabilisierung der Region interessiert. Bei den Anschlägen im November 2008 tötete eine mutmaßliche pakistanische Terrorgruppe in Mumbai mehr als 160 Menschen.

KIEW: Zweieinhalb Wochen nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl in der Ukraine ist der pro-russische Politiker Janukowitsch als neuer Staatschef vereidigt worden. Der 59-Jährige schwor im Parlament vor Abgeordneten und ausländischen Staatsgästen auf die Verfassung. Janukowitsch hatte am 7. Februar die Stichwahl gegen die westlich ausgerichtete Regierungschefin Timoschenko knapp gewonnen. Die 49-Jährige, die ihrem Rivalen Wahlfälschung vorgeworfen hatte, erschien nicht zur Amtseinführung. Insgesamt kamen Staatsgäste aus mehr als 100 Ländern nach Kiew.

ANKARA: Ein türkisches Gericht hat die Ermittlungen gegen acht weitere hohe Offiziere wegen Verschwörung zum Staatsstreich bestätigt. Insgesamt wurde inzwischen bei 20 von 51 festgenommenen Personen die Fortdauer der Haft angeordnet. Sie werden beschuldigt, in den Jahren 2003 bis 2005 einen Putsch gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan vorbereitet zu haben. Damit verschärft sich der Machtkampf zwischen der islamisch orientierten Regierung und der traditionell weltlich ausgerichteten Führung der Streitkräfte. An diesem Donnerstag ist ein Krisentreffen von Erdogan mit Staatspräsident Gül und der Militärführung geplant.

WIESBADEN: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist auf einen historischen Tiefstand gesunken. Im vergangenen Jahr kamen 4.160 Menschen bei Unfällen auf Straßen ums Leben, 7,1 Prozent weniger als 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit wurde der niedrigste Stand seit 1950 erreicht. Die Zahl der Verletzten verringerte sich den Angaben zufolge um 2,7 Prozent auf knapp 398.000.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zwischen Lausitz, Erzgebirge und Alpen teils längere heitere Abschnitte und weitgehend trocken. Sonst viele Wolken und besonders nach Norden und Westen Regen. Höchsttemperaturen vier bis 13 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 3 Grad, leichter Regen; Berlin: 2 Grad, dunstig; Dresden: 5 Grad, nach Regen; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 9 Grad, stark bewölkt und München: 7 Grad, wolkig.

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