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Nachrichten

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Wegen der anhaltenden Raketenangriffe auf Israel bereiten die Streitkräfte massive Attacken gegen die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen vor. Wie die Zeitungen 'Jerusalem Post' und 'Haaretz' berichten, soll die Luftwaffe Ziele zerstören, die für die Palästinenser-Organisation von strategischer Bedeutung seien. Eine Besetzung des Gazastreifens stehe aber nicht zur Debatte. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, die Hamas werde für ihre Attacken einen hohen Preis zahlen müssen. Allein in den vergangenen beiden Tagen schlugen mehr als 70 Raketen und Granaten im israelischen Grenzgebiet ein. Außenministerin Zipi Livni reiste unterdessen nach Ägypten, um mit Präsident Hosni Mubarak den eskalierenden Konflikt zu erörtern. Mubarak bemüht sich um eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.

BAGDAD: Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe eines Restaurants in Bagdad sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet und 25 verletzt worden. In dem Lokal hielten sich vor allem Polizisten und Arbeiter auf. Die von Schiiten dominierte irakische Regierung hatte den Weihnachtstag zum landesweiten Feiertag erklärt, um ihre Solidarität mit anderen Religionsgruppen zu demonstrieren.

ROM: Papst Benedikt XVI. hat zu Weihnachten die Not armer und ausgebeuteter Kinder in aller Welt beklagt. Bei der Mitternachtsmesse im Petersdom verurteilte er insbesondere die Rekrutierung von Kindersoldaten und den sexuellen Kindesmissbrauch. Benedikt erinnerte auch an Straßenkinder ohne eigenes Zuhause. Katholiken müssten alles in ihrer Macht stehende tun, dem Leiden dieser Kinder ein Ende zu setzen. In seiner Predigt sprach der Papst zudem die Lage im Nahen Osten an. Er bete dafür, dass im Heiligen Land endlich Frieden einkehre, sagte Benedikt. Auch der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, rief zum Frieden im Nahen Osten auf. Um an der von Twal zelebrierten Christmette in Bethlehem teilzunehmen, waren tausende Gläubige in die Geburtsstadt Jesu gekommen.

FREIBURG: Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat an Weihnachten zu mehr sozialer Verantwortung aufgerufen. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise unterstütze er Hilfsmaßnahmen zum Erhalt von Banken und Schlüsselindustrien, sagte er. Zugleich mache es ihn nachdenklich, dass über Nacht dafür Milliardenbeträge bereitstünden und andererseits die Mittel für bessere Kinderbetreuung fehlten.

NEW YORK: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat einer Erhöhung des Etats für 2008/2009 um fast 17 Prozent zugestimmt. Das Budget stieg von 4,17 Milliarden Dollar auf nun 4,87 Milliarden Dollar. Darin enthalten sind fast 500 Millionen US-Dollar, um die Friedenstruppen in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur in den kommenden sechs Monaten finanzieren zu können.

CONAKRY: In Guinea hat sich der Anführer der Putschisten, Moussa Dadis Camara, zum Präsidenten des westafrikanischen Landes ausgerufen. Nach Medienberichten jubelten tausende Menschen dem Hauptmann zu, als er mit seinen Gefolgsleuten durch die Hauptstadt Conakry marschierte. Zugleich forderte Camara alle Regierungsmitglieder und Generäle auf, sich innerhalb von 24 Stunden zu ergeben. Dagegen erklärte Regierungschef Ahmed Tidiane Souaré telefonisch, dass er weiter im Amt sei und Guinea unter seiner Kontrolle stehe. Souaré wurde seit dem Putsch vor zwei Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Die Krise in Guinea war durch den Tod des langjährigen Präsidenten Lansana Conté ausgelöst worden.

PEKING: In Tibet sind nach Berichten staatlicher chinesischer Medien 59 Menschen festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, zu Gewalt gegenüber der Volksrepublik aufgestachelt zu haben. Die Festgenommenen stünden unter dem Einfluss des Dalai Lama, des geistlichen Oberhaupts der Tibeter. Im März hatte es in der Himalaya-Region massive anti-chinesische Proteste gegeben. Chinas Führung machte dafür den Dalai Lama verantwortlich. Sie wirft ihm vor, den Separatismus in Tibet zu fördern.

ANKARA: Die Türkei und der Irak wollen gemeinsam gegen die im Grenzgebiet beider Länder agierenden Kurden-Rebellen vorgehen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und sein irakischer Kollege Nuri al-Maliki vereinbarten in Ankara regelmäßige Spitzentreffen, auf denen über Fortschritte im Kampf gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK gesprochen werden soll. Die Türkei hat wiederholt PKK-Verstecke im Norden des Irak angegriffen und mehr Unterstützung durch die Regierung in Bagdad angemahnt. Die PKK kämpft bereits seit mehr als 20 Jahren für eine Autonomie der Kurdengebiete im Südosten der Türkei.

CHICAGO: Anhaltende Winterstürme in Teilen der USA haben für Chaos im Weihnachtsverkehr gesorgt. Tausende Flugreisende saßen auf den Airports fest. Besonders betroffen war der Flughafen von Chicago. Dort wurden hunderte Flüge wegen Schneestürmen und Eisregen gestrichen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND am ersten Weihnachtsfeiertag:

Überwiegend wolkig, örtlich Sprühregen, an den Alpen und den östlichen Mittelgebirgen etwas Schnee. Aufheiterungen im Nordosten sowie von Franken bis zum Rhein-Main-Gebiet. Höchstwerte ein bis sechs Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 1 Grad, stark bewölkt
Berlin: minus 1 Grad, fast wolkenlos
Dresden: minus 1 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 4 Grad, bedeckt
Frankfurt am Main: 5 Grad, stark bewölkt
München: 2 Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema