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Nachrichten

Donnerstag, 24. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: US-Präsident Barack Obama hat die Weltgemeinschaft zu einer neuen Ära der Zusammenarbeit aufgerufen. In seiner ersten Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York sagte Obama, angesichts der globalen Herausforderungen sollte jeder Staat Verantwortung übernehmen und an einer Lösung mitarbeiten. Gleichzeitig betonte er den neuen Willen der USA zu multilateraler Zusammenarbeit. Der US-Präsident warnte ebenso wie später der britische Premier Gordon Brown und Chinas Staatspräsident Hu Jintao eindringlich vor den Gefahren eines atomaren Wettrüstens. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy forderte nochmals eine Reform des Weltsicherheitsrats und verlangte dabei einen ständigen Sitz für Deutschland, Afrika, Südamerika, Indien und Japan. Bei der Rede des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad verließen etliche Teilnehmer den Saal. Ahmadinedschad griff Israel wieder mit scharfen Worten an. Auf den Streit um Teherans Atomprogramm ging er nicht ein.

NEW YORK: Im Konflikt um das iranische Atomprogramm schließt der russische Präsident Dmitri Medwedew erstmals weitere Sanktionen gegen Teheran nicht aus. Nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama am Rande der UN-Generaldebatte sagte Medwedew, Strafmaßnahmen könnten nötig sein, falls das Land sein Nuklearprogramm nicht einschränke. Die Präsidenten betonten gleichwohl, dass sie dem Verhandlungsweg zunächst Vorrang einräumen wollten. - Die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung, sie erwarteten vom Iran bei den Gesprächen am 1. Oktober in Genf umfassende Antworten auf noch offene Fragen zum Atomprogramm.

NEW YORK: Nachdem Sanktionen allein nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, wollen die USA jetzt auch in direkten Gesprächen mit der Militärführung in Birma auf demokratische Reformen in dem südostasiatischen Land dringen. Die Entscheidung Dialog oder Sanktionen, sei die falsche Wahl gewesen, sagte Außenministerin Hillary Clinton am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Die US-Regierung werde nun versuchen, parallel zu den bestehenden Sanktionen im Dialog mit der Junta einen politischen Wandel in Birma anzustoßen. Einzelheiten zur Aufnahme von Gesprächen würden in Kürze bekanntgegeben. - Die USA und die Europäische Union fordern neben demokratischen Reformen in Birma die Freilassung der etwa 2.000 politischen Gefangenen, darunter Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.

PITTSBURGH: Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsnationen kommen in Pittsburgh zu ihrem dritten Weltfinanzgipfel binnen zehn Monaten zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens stehen die Begrenzung der Bonuszahlungen für Banker, die Regulierung der Finanzmärkte und Strategien für den Ausstieg aus den staatlichen Milliardenprogrammen zur Unterstützung der Wirtschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte vor ihrem Abflug zum G-20-Gipfel in die USA noch einmal deutlich, dass klare Regeln für jeden Finanzplatz und für alle Banken notwendig seien. Keine Bank dürfe wieder so groß werden, dass sie Staaten erpressen könne. Das Treffen in Pittsburgh müsse konkrete Ergebnisse bringen, sagte Merkel.

BERLIN: Die Zahl der Bundeswehrsoldaten mit psychischen Problemen und Traumata ist Medienberichten zufolge in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Besonders Auslandseinsätze wie der in Afghanistan führten zu sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen, schreiben die "Rhein-Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung". Beide Blätter beziehen sich auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion im Verteidigungsausschuss des Bundestages. Allein im ersten Halbjahr 2009 sei die Zahl der Ersterkrankungen um 35 Prozent auf 163 Fälle gestiegen, heißt es in der "Rhein-Zeitung". Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, fehlen der Bundeswehr zudem Fachärzte. So gebe es für die 4.500 Soldaten in Afghanistan lediglich einen Psychiater.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September weiter aufgehellt. Der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich um 0,8 auf jetzt 91,5 Punkte. Mit dem sechsten Anstieg in Folge kletterte der Index auf den höchsten Stand seit einem Jahr, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. Die 7000 befragten Unternehmen bewerten danach sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr etwas besser. Der ifo-Geschäftsklimaindex gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für die Entwicklung in der deutschen Wirtschaft.

BRÜSSEL: In der Europäischen Kommission gibt es einem Zeitungsbericht nach starke Vorbehalte gegen das von Deutschland ausgehandelte Rettungspaket für den Autobauer Opel. Die Stimmung gegenüber dem gesamten Opel-Deal sei wenig freundlich, meldet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf "hohe Kreise" in der Behörde. So sei die frühzeitige Festlegung auf einen Investor falsch gewesen und habe die Verhandlungsposition geschwächt. Die massive staatliche Intervention werde als problematisch angesehen.

TEGUCIGALPA: Zwei Tage nach der Rückkehr des Ende Juni gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya nach Honduras sind abermals Tausende seiner Anhänger auf die Straße gegangen. Sie forderten in der Hauptstadt Tegucigalpa eine Rückkehr Zelayas ins Präsidentenamt. Die Demonstranten versuchten, Polizeisperren zu durchbrechen, um zur brasilianischen Botschaft zu gelangen, wo sich Zelaya seit Montag aufhält. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen die Menge vor. Später kam es auch auf dem Hauptplatz von Tegucigalpa zu Zusammenstößen. Die von Soldaten unterstützte Polizei nahm laut Augenzeugen etliche Menschen fest. Zugleich teilten die Behörden mit, dass mindestens zwei Menschen bei den Ausschreitungen am Dienstag und Mittwoch getötet wurden. Die Anhänger Zelayas kündigten für Donnerstag neue Proteste an.

BANGKOK: Bei einem Massentest in Thailand haben Forscher nach eigenen Angaben einen Impfstoff erfolgreich getestet, der das Risiko einer Ansteckung mit dem Aids-Erreger deutlich senkt. Der Impfstoff reduziere das Risiko einer Infektion mit dem HI-Virus um rund 31 Prozent, erklärten die Wissenschaftler in Bangkok. Vorausgegangen sei der bislang weltgrößte Impftest, an dem mehr als 16.000 Freiwillige teilgenommen hätten. Zum ersten Mal gebe es klare Anzeichen, dass eine Impfung tatsächlich vor dem Virus schütze. Der Massentest fand unter Leitung des thailändischen Gesundheitsministeriums statt. US-Forscher waren an der von der US-Armee finanziell unterstützten Studie beteiligt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In einem Streifen von Rheinland-Pfalz bis nach Oberfranken und Sachsen stark bewölkt und gelegentlich Regen. Sonst recht freundlich und nur an den Küsten vereinzelt Schauer. Höchstwerte 16 bis 24 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 12°, leicht bewölkt;
Berlin: 13°, wolkig;
Dresdeb:15°, bedeckt;
Köln/Bonn: 15°, dunstig;
Frankfurt am Main: 16°, nach Regen und
München: 14°, dunstig.

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