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Nachrichten

Donnerstag, 24. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

BONN: Als erster noch aktiver Radprofi hat Erik Zabel den Gebrauch von Doping eingestanden. Bei einer Pressekonferenz in Bonn gab der 38-Jährige zu, bei der Tour de France 1996 EPO eingenommen zu haben. Zuvor hatte auch der heutige Teamchef des Bonner Radrennstalls T-Mobile, Rolf Aldag, ein Geständnis abgelegt. Zabel, der mittlerweile für einen anderen Rennstall antritt, droht jetzt eine automatische Sperre von zwei Jahren. Aldag und Zabel sind nach Bert Dietz, Christian Henn und Udo Bölts die Profis vier und fünf des früheren Telekom-Rennstalls, die Doping zugegeben haben. Ungeachtet der Geständnisse wird die Deutsche Telekom nicht aus dem Radsport-Sponsoring aussteigen. Dagegen kündigte das Unternehmen Wiesenhof seinen Ausstieg zum Jahresende an. Die Universität Freiburg hat sich unterdessen von zwei Sportmedizinern getrennt, die zugegeben hatten, die Radsportler in den 90er Jahren beim Doping betreut zu haben.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor dem G8-Gipfeltreffen Anfang Juni in Heiligendamm die USA und andere große Industrieländer zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. Die führenden Industrieländer müssten voranschreiten, sagte sie in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Allerdings sei Skepsis angebracht, ob konkrete Schritte auf dem Gipfel vereinbart werden könnten. Merkel warnte vor gewaltsamen Protesten gegen das Treffen der führenden Wirtschaftsnationen und verteidigte gleichzeitig die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Außenpolitisch forderte sie ein Ende der Angriffe von palästinensischer Seite auf Israel und appellierte zudem an den Iran, seine Urananreicherung einzustellen. Die zugesagte Anhebung der Entwicklungshilfe Deutschlands etwa für Afrika, so deutete Merkel an, könne auch mit Erlösen aus dem Verkauf von Verschmutzungsrechten finanziert werden. Für die oppositionelle Linkspartei warnte Gregor Gysi davor, im Interesse von Gewaltfreiheit das Demonstrationsrecht zu sehr einzuschränken.

BERLIN: Die Bundesregierung hat nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ihre Unterhaltsrechtsreform kurz vor der Verabschiedung im Parlament gestoppt. Wie Justizministerin Brigitte Zypries bekanntgab, wird der Gesetzentwurf korrigiert. Das Gericht hatte den Gesetzgeber zur Gleichbehandlung von ehelichen und nichtehelichen Kindern beim Unterhalt angehalten.

PEKING: Deutschland und China sehen im Besuch von Bundespräsident Horst Köhler in der Volksrepublik nach eigenen Stellungnahmen eine neue Chance für den Ausbau ihrer Beziehungen. Nach einem Treffen in Peking sagte Staats- und Parteichef Hu Jintao, die Reise von Bundespräsident Köhler im rückständigen Westen als auch im wohlhabenderen Osten Chinas werde zum besseren Verständnis seines Landes beitragen. Köhler würdigte die Fortschritte Chinas, erinnerte aber gleichzeitig an große Probleme, die noch zu bewältigen seien. Zentrales Anliegen des Bundespräsidenten bei seinem Besuch ist die Umweltpolitik.

RAMALLAH: Israelische Soldaten haben im Westjordanland mehrere hochrangige Führer der radikal-islamischen Hamas gefangen genommen. Nach offiziellen palästinensischen Angaben sind unter den Gefangenen auch Bildungsminister Nasser al-Schaer sowie die Bürgermeister von Nablus und Kalkilia. Die Festnahmen seien in der Nacht im Rahmen eines groß angelegten Armee-Einsatzes erfolgt. Israels Luftwaffe setzte ihre Raketenangriffe im Gazastreifen fort. Ziele waren von der Hamas betriebene Wechselstuben. Sie dienten nach Angaben der Armee als Umschlagplatz für Millionen von Dollar aus dem Iran, Syrien und dem Libanon. Zuvor hatten militante Palästinenser vom Gazastreifen aus erneut Raketen auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert.

BEIRUT: Die libanesische Marine hat zwei Schlauchboote mit Islamisten beschossen, die aus dem umkämpften Flüchtlingslager Nahr al-Bared fliehen wollten. Nach Mitteilung von Armeeangehörigen wurden beide Boote versenkt. Ob dabei Kämpfer der radikalen Gruppe Fatah al-Islam getötet wurden, ist noch nicht bekannt. Rund um das palästinensische Lager im Norden des Libanon herrscht derzeit gespannte Ruhe. Noch halten sich dort zahlreiche Milizionäre auf. Ein großer Teil der 40.000 Bewohner hat das von der Armee umstellte Lager nahe der Hafenstadt Tripoli inzwischen verlassen. Der libanesische Verteidigungsminister Elias Murr drohte der Gruppe Fatah el-Islam mit weiteren Militäreinsätzen, sollte sie ihren Widerstand nicht aufgeben.

BAGDAD: Bei einem Autobombenanschlag auf eine Trauergemeinde in der irakischen Stadt Falludscha sind Klinikangaben zufolge mehr als 20 Menschen getötet worden. Rund 30 Menschen hätten Verletzungen erlitten. Die Trauergäste seien zum Zeitpunkt der Explosion in einem Zelt versammelt gewesen. In Bagad starben bei einem Bombenanschlag zahlreiche Bauarbeiter. Der Sprengsatz ging auf einem Platz im Schiitenviertel Sadr-City hoch. Bei Razzien der US-Armee gegen sunnitische Extremisten wurden sechs Verdächtige getötet. Unterdessen wurde ein vermutlich entführter US-Soldat in einem Kanal des Flusses Euphrat tot geborgen. Die Leiche wies Schusswunden und Folterspuren auf. Der Soldat war vor zwei Wochen zusammen mit zwei Kameraden verschwunden. Von diesen fehlt noch jede Spur.

MOSKAU: Bei einer Methangas-Explosion in einem sibirischen Kohlebergwerk sind mindestens 32 Arbeiter ums Leben gekommen, elf Kumpel werden noch vermisst. Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums arbeiteten zum Zeitpunkt des Unglücks knapp 220 Bergleute in der Mine in der Stadt Nowokusnezk. Zu einer Gasexplosion kam es auch in einem Kohlebergwerk in der südwest-chinesischen Provinz Sichuan. Dabei starben elf Kumpel. Zwei Bergleute wurden noch nicht gefunden.

DUBLIN: In Irland haben die Parlamentswahlen begonnen. Drei Millionen Bürger sind zu der Abstimmung aufgerufen. Letzten Umfragen zufolge liegt die Partei Fianna Fail von Ministerpräsident Bertie Ahern nur knapp vor den Oppositionsparteien Fine Gael und Labour. Ahern ist seit zehn Jahren im Amt. Er konnte im Wahlkampf vor allem auf die positive Wirtschaftsentwicklung in Irland und den Durchbruch im nordirischen Friedensprozess verweisen. Wegen des komplizierten Auszählungsverfahrens werden Wahlergebnisse frühestens am Freitagnachmittag erwartet.

MÜNCHEN: Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude -SPD- ist als Präsident des Deutschen Städtetages einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt worden. Auch Udes Stellvertreterin, die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth -CDU-, wurde bei der Hauptversammlung in München im Amt bestätigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet heiter. Im Westen, im Südwesten und an den Alpen vereinzelte Gewitterschauer. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 26 und 31 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 20 Grad, fast wolkenlos;
Berlin: 22 Grad, wolkig;
Dresden: 24 Grad, sonnig;
Köln/Bonn: 23 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 26 Grad, heiter und
München: 25 Grad, sonnig





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