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Nachrichten

Donnerstag, 24. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, ist zu seinem ersten Besuch in Deutschland eingetroffen. Am Flughafen in Berlin wurde er von einer Protokollbeamtin des Auswärtigen Amts begrüßt. Der 46-jährige Senator fuhr anschließend zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Kanzleramt. Später ist ein Treffen mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier geplant. Am Abend hält Obama an der Siegessäule am Berliner Tiergarten seine mit Spannung erwartete Rede. Zehntausende von Zuhörern werden erwartet. Deutsche Politiker und Wirtschaftsvertreter erhoffen sich von Obamas Rede Aufschlüsse über dessen Einschätzung zur Rolle der Bundesregierung und Europas in der Weltpolitik. Bislang hat sich der Senator noch kaum zu seiner Sicht der transatlantischen Beziehungen geäußert.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so schlecht wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Juli unerwartet deutlich von 101,2 auf 97,5 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung Ifo mitteilte. Die 7.000 befragten Unternehmen bewerteten auch die Aussichten auf das kommende Jahr wesentlich zurückhaltender. Eine Rezession befürchtet das Ifo-Institut aber nicht. Insgesamt verlangsamt sich das Wachstum jedoch deutlich. Belastend wirken nach Angaben der Experten vor allem der hohe Ölpreis und der Euro-Wechselkurs sowie indirekt über die wirtschaftliche Abschwächung in den USA auch die Finanzmarktkrise.

BRÜSSEL: Die Innenminister der EU-Staaten sind zu Beratungen über die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak zusammen gekommen. Die französische Ratspräsidentschaft will bei dem Treffen in Brüssel an die Mitgliedsstaaten appellieren, freiwillig mehr verfolgte Iraker aufzunehmen. - In Deutschland hatten im vergangenen Jahr 5.000 Iraker Asylanträge gestellt.

ANKARA: Kampfflugzeuge der türkischen Armee haben erneut mutmaßliche Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei -PKK- im Nordirak angegriffen. Wie ein Militärsprecher in Ankara mitteilte, wurden insgesamt 13 Ziele in der Region Zab unter Beschuss genommen. Vergangene Woche war es im Südosten der Türkei zu heftigen Kämpfen zwischen kurdischen Rebellen und der Armee gekommen. Dort sind an der Grenze zum Irak rund 40.000 türkische Soldaten stationiert.

BERLIN: Die Bundesregierung hat nach Angaben einer Sprecherin keine Pläne für einen Komplett-Umzug aller Ministerien von Bonn nach Berlin in der Schublade. Das Innenministerium wies damit einen entsprechenden Bericht der 'Bild'-Zeitung zurück. Man habe zwar auf Wunsch des Haushaltsausschusses des Bundestages Daten und Zahlen zur Beschäftigungssituation in Bonn vorgelegt, aber bewusst auf eine konkrete Empfehlung verzichtet, heißt es weiter. Ihren Hauptsitz in Bonn haben sechs Ministerien, darunter die Ressorts für Verteidigung, Umwelt und Gesundheit. Zusätzlich unterhalten das Kanzleramt und die anderen Ministerien Außenstellen in der alten Bundeshauptstadt.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Lufthansa endet an diesem Donnerstag die Urabstimmung über unbefristete Streiks des Boden- und Kabinenpersonals. Die Gewerkschaft Verdi will das Ergebnis am Freitag bekannt geben. Ein Sprecher erklärte, bei entsprechender Zustimmung, wovon man ausgehe, sei schon am Wochenende mit einem Arbeitskampf der 50.000 betroffenen Mitarbeiter zu rechnen. Die Streiks würden neben dem Kabinenpersonal und dem Frachtgeschäft auch Sparten wie Catering, Technik und Lufthansa Systems treffen.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat ein Milliarden-Paket beschlossen, mit dem die Folgen der Immobilienkrise abgefedert werden sollen. Das von Republikanern und Demokraten ausgehandelte Gesetz sieht Garantien für Immobilienkredite in Höhe von bis zu 300 Milliarden Dollar vor. Damit soll in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Hausbesitzern eine Umschuldung zu günstigen Bedingungen ermöglicht werden. Die Vorlage muss noch vom US-Senat gebilligt werden.

TOKIO: Ein schweres Erdbeben hat den Norden der japanischen Hauptinsel Honshu erschüttert. Mehr als 100 Menschen wurden bei den Erdstößen der Stärke 6,8 verletzt. Zehntausende Häuser wurden von der Stromversorgung abgeschnitten. Öl- und Kohlekraftwerke mussten vom Netz genommen werden. Bei den Atomanlagen in der Region habe es nach ersten Überprüfungen keine Unregelmäßigkeiten gegeben, hieß es.

PARIS: Im französischen Atomkraftwerk Tricastin im Süden des Landes hat es einen weiteren Zwischenfall gegeben. Nach einem Leck in einem Reaktor wurden 100 Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten radioaktiven Partikeln ausgesetzt, wie der Betreiber mitteilte. Die Strahlenbelastung habe aber weit unterhalb des zulässigen Grenzwertes gelegen, hieß es weiter. Anfang Juli waren aus dem Werk bei Avingnon 18 Kubikmeter mit Uran belastete Flüssigkeit ausgetreten und in zwei Flüsse gelangt.

HOUSTON: Der Hurrikan 'Dolly' hat in der Grenzregion zwischen Mexiko und den USA schwere Sturmschäden verursacht. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, Schilder und Strommasten aus den Verankerungen gerissen und Bäume umgeknickt. In der mexikanischen Stadt Matamoros sind etwa 250.000 Menschen ohne Trinkwasserversorgung. In Texas wurden 14 Landkreise zu Katastrophengebieten erklärt. Inzwischen wurde 'Dolly' zu einem tropischen Sturm herabgestuft.

ISLAMABAD: Zwei seit neun Tagen am Nanga Parbat festsitzende Südtiroler Bergsteiger sind in Sicherheit. Nachdem es den Alpinisten gelungen war, bis auf rund 6.000 Meter abzusteigen, konnten sie mit einem Hubschrauber geborgen werden. Die Südtiroler waren am Dienstag vergangener Woche bei der Besteigung des 8125 Meter hohen Nanga Parbat im pakistanischen Teil des Himalaya von schlechtem Wetter überrascht worden. Ein dritter Bergsteiger verunglückte bei der Tour tödlich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist heiter mit harmlosen Quellwolken. Nur im Südosten und Osten örtlich Schauer möglich. Höchstwerte 19 bis 28 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 19 Grad, wolkenlos;
Berlin: 17 Grad, wolkig;
Dresden: 16 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 17 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main: 19 Grad, heiter und
München: 14 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema