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Nachrichten

Donnerstag, 24. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GAZA-STADT: Tausende Palästinenser aus dem Gazastreifen strömen weiter über die Grenze nach Ägypten, um dort Lebensmittel und andere Güter zu kaufen. Augenzeugen berichten, in Rafah seien viele Geschäfte leer gekauft. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak forderte Ägypten auf, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Am Mittwoch hatten bewaffnete Palästinenser Breschen in die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten gesprengt und damit einen Massenansturm am Übergang Rafah ausgelöst. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert kündigte an, den Gaza-Streifen weiter abzuriegeln.

NAIROBI: Nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Kenia reißt die Gewalt in dem afrikanischen Land nicht ab. Bei Kämpfen verfeindeter Volksgruppen wurden mindestens zwölf Menschen getötet. In der Stadt Molo, in der sich verfeindete Gruppen seit Tagen bekämpfen, seien zudem mehrere Häuser niedergebrannt worden, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge wurden seit der umstrittenen Präsidentenwahl Ende Dezember knapp 800 Menschen getötet. Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan beriet im Zuge seiner Vermittlungsmission mit dem kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki über eine Lösung des Konflikts. Am Mittwoch hatte Annan Oppositionschef Raila Odinga getroffen und ihn dazu gebracht, für Donnerstag geplante Proteste abzusagen.

BAGDAD: Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in der nordirakischen Stadt Mossul sind mindestes 18 Menschen ums Leben gekommen und fast 150 verletzt worden. Die irakische Polizei teilte mit, das Haus sei Ziel eines Einsatzes der Sicherheitskräfte gewesen. In dem dreistöckigen Gebäude seien Waffen und Munition versteckt worden. 15 anliegende Häuser seien ebenfalls eingestürzt. Der Polizeichef der Stadt und zwei weitere Polizisten wurden von einem Selbstmordattentäter getötet, als sie die eingestürzten Gebäude besichtigen wollten. Nach Angaben der US-Streitkräfte ist Mossul die letzte große Stadt, in der das Terrornetzwerk El Kaida im Irak noch aktiv ist.

ISLAMABAD: In Pakistan sind bei schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Extremisten mindestens 40 Aufständische und acht Regierungssoldaten getötet worden. Viele Soldaten seien verletzt, etwa 30 Aufständische seien festgenommen worden, teilte das Militär mit. Die Kämpfe ereigneten sich in der Unruheprovinz Süd-Waziristan.

BERLIN: Das Auswärtige Amt hat deutschen Hilfsorganisationen insgesamt eine Million Euro für dringende Winterhilfsprojekte in Afghanistan zur Verfügung gestellt. Das Land werde derzeit vom härtesten Winter seit mehr als zehn Jahren heimgesucht, teilte das Ministerium mit. Besonders betroffen seien schwer erreichbare Dörfer sowie Rückkehrer und Vertriebene innerhalb des Landes.

BRÜSSEL: EU-Industriekommissar Günter Verheugen erwartet durch die Klimaschutzpläne der Europäischen Union unter dem Strich keine zusätzliche Belastung der Bürger. Die höheren Energiepreise würden einhergehen mit drastischen Einsparungen, sagte Verheugen im Deutschlandfunk. Kommissionschef José Manuel Barroso hatte von Mehrkosten in Höhe von drei Euro wöchentlich für jeden EU-Bürger gesprochen. Ohne entschlossenes Handeln für mehr Klimaschutz drohe in der Europäischen Union aber ein massiver Wachstumseinbruch. Der Vorsitzende des Weltklimarats und Nobelpreisträger Rajendra Pachauri kritisierte die Klima-Pläne als unzureichend. Pachauri sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, einige Ziele hätten höher gesetzt werden können.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen maßvolle Lohnabschlüsse gefordert. Die Tarifparteien müssten die verantwortungsvolle Lohnpolitik der vergangenen Jahre fortsetzen, sagte der CSU-Politiker in der Bundestagsdebatte über den Jahreswirtschaftsbericht 2008. Darin geht die Bundesregierung von einem Wachstum in diesem Jahr von 1,7 Prozent aus. - In Potsdam sind die Tarifverhandlungen für die Arbeiter und Angestellten des Bundes und der Kommunen in die zweite Runde gegangen. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Lohn und erwarten ein Angebot der Arbeitgeber.

FRANKFURT AM MAIN: Kräftige Kursgewinne in den USA und in Asien haben den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Deutsche Aktienindex DAX legte im Frankfurter Handel um mehr als vier Prozent zu und machte damit die Verluste vom Mittwoch fast wieder wett. - In Frankreich wurde der Handel mit Aktien der Société Générale ausgesetzt, nachdem die Großbank mitgeteilt hatte, betrügerische Machenschaften eines Wertpapierhändlers hätten einen Schaden von 4,9 Milliarden Euro verursacht.

PEKING: Die Wirtschaft der Volksrepublik China ist 2007 um 11,4 Prozent gewachsen. Dies ist der größte Anstieg seit 14 Jahren, wie die Nationale Statistikbehörde in Peking mitteilte. Getragen wurde das Wachstum demnach vor allem von einem Boom der Exporte und der Investitionen. Jüngste Bemühungen der Regierung, die Konjunktur abzubremsen, um eine Überhitzung zu vermeiden, hatten offensichtlich keinen Erfolg.

HAMBURG: Nach einer gut 10.000 Kilometer langen Fahrt hat ein Container-Zug aus China pünktlich seinen Zielbahnhof im Hamburger Hafen erreicht. Der so genannte Peking-Hamburg-Container-Express habe die Strecke durch die Mongolei, Russland, Weißrussland und Polen in nur 15 Tagen zurückgelegt, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Zusammenarbeit der sechs beteiligten Eisenbahngesellschaft habe bewiesen, dass der Frachtverkehr zwischen Asien und Europa per Schiene auf der so genannten eurasischen Landbrücke eine Zukunft habe.

WARSCHAU: In Polen sind beim Absturz eines Militärflugzeugs alle 20 Insassen ums Leben gekommen, darunter mehrere hochrangige Offiziere. Dies teilte Ministerpräsident Donald Tusk mit, Stunden nachdem die Frachtmaschine beim Anflug auf eine Militärbasis bei Stettin in einen Wald gestürzt und in Flammen aufgegangen war. Die Unglücksursache ist noch unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden größere Auflockerungen. In der Nordhälfte meist stark bewölkt und von Nordwesten her aufkommender Regen. Tagestemperaturen drei bis zehn Grad Celsius.

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