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Nachrichten

Donnerstag, 24. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

WIESBADEN: Das deutsche Staatsdefizit ist im ersten Halbjahr 2006 mit 2,5 Prozent unter die kritische Grenze von 3,0 Prozent des europäischen Stabilitätspakts gefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Finanzierungsdefizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen noch 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Bleibt die Quote im Gesamtjahr ebenfalls unter 3,0 Prozent, würde Deutschland erstmals seit 2001 wieder das Maastricht-Kriterium erfüllen.--Die führenden Wirtschaftsinstitute gehen davon aus. Grund für die gesunkene Defizitquote waren vor allem höhere Steuereinnahmen des Staates.

JERUSALEM/GAZA-STADT: Israelische Soldaten sind in den südlichen Gazastreifen eingedrungen und haben nach Medienberichten einen örtlichen Führer der radikal-islamischen Hamas gefangen genommen. Nach palästinensischen Angaben wurde bei einem Feuergefecht der Bruder des Hamas-Funktionärs getötet. Die Israelische Armee bestätigte einen Einsatz in der Region, nannte aber keine Einzelheiten.

JERUSALEM: Der Einsatz der erweiterten UN-Friedenstruppe UNIFIL im Libanon würde nach israelischen Angaben die Libanon-Blockade beenden. Eine schnelle Aufstellung der UN-Soldaten würde es Israel ermöglichen, die See- und Luftblockade aufzuheben, hieß es in einer Erklärung von Ministerpräsident Ehud Olmert in Jerusalem. Israels Außenministerin Zipi Livni erklärte bei einem Besuch in Paris, ein Rückzug der israelischen Armee sei nur zeitgleich mit dem Eintreffen der libanesischen und internationalen Soldaten möglich. Sie wird an diesem Donnerstag mit der Regierung Italiens sprechen, die sich bereit erklärt hat, die UN-Friedenstruppe zu führen. Über die Aufstockung der UNIFIL-Einheiten sowie deren Kommandostruktur wollen die Außenminister der Europäischen Union am Freitag beraten. Dazu wird auch UN-Generalsekretär Kofi Annan in Brüssel erwartet.

KABUL: Im Osten Afghanistans sind bei einem gemeinsamen Einsatz afghanischer und US-Truppen sieben Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Örtliche Behörden teilten mit, bei den Opfern handele es sich um Zivilisten, die sich in einem Haus aufgehalten hätten. Dagegen erklärte ein Sprecher der Koalitionstruppen, die Streitkräfte seien in der Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan unter Beschuss geraten. Sie hätten das Feuer erwidert und dabei El-Kaida-Mitglieder und ein Kind getötet.

LAGOS: In der Ölförderregion im Süden Nigerias sind sechs entführte Ausländer wieder freigelassen worden. Die Mitarbeiter von Ölkonzernen waren in Port Harcourt gekidnappt worden. Unter den Freigelassenen ist auch ein Deutscher. Entsprechende Angaben der nigerianischen Behörden bestätigte das Auswärtige Amt. Bereits vergangene Woche war ein weiterer Deutscher nach 14-tägiger Geiselhaft in Nigeria freigekommen.-Hintergrund der Entführungen könnte der Aufstand mehrerer Rebellengruppen im Niger-Delta sein, die eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an den Gewinnen aus der Ölförderung fordern.

CANBERRA: Australien will den Umfang seiner Armee von derzeit 51.000 Mann um 2.600 Soldaten vergrößern. Damit wolle die Regierung der zum Teil steigenden Instabilität im asiatisch-pazifischen Raum sowie den Anforderungen im Irak und in Afghanistan Rechnung tragen, sagte Ministerpräsident John Howard in Canberra. Zurzeit sind rund 4.000 australische Soldaten im Ausland stationiert.

MANILA: Auf den Philippinen ist im Parlament ein Versuch der Opposition gescheitert, Präsidentin Gloria Arroyo des Amtes zu entheben. Die Abgeordneten wiesen einen Antrag der Opposition mit großer Mehrheit zurück. Oppositionspolitiker warfen dem Regierungslager Stimmenkauf vor und bekräftigten ihre Absicht, die seit fünf Jahren regierende Präsidentin wegen Verletzung ihres Amtseids aus dem Amt zu drängen. Im Februar dieses Jahres sowie Ende 2005 hatte Arroyo einen Umsturzversuch überstanden. Im Unterschied zu ihren Vorgängern konnten ihr aber weder Massenproteste noch Korruptionsvorwürfe ernsthaft schaden.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat nach den gescheiterten Bahn-Bombenanschlägen vor Hysterie gewarnt und zu Besonnenheit aufgerufen. Man müsse die Gefahr erkennen, dürfe aber auch nicht in Panik verfallen, sagte Köhler. Gegen den flüchtigen zweiten Bahn- Attentäter ist unterdessen Haftbefehl erlassen worden. Das Bundeskriminalamt veröffentlichte ein neues Fahndungsplakat mit dem Foto des Mannes, der Jihad Hamad heißt. Der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, sagte der Deutschen Welle, der 20-Jährige habe sich vermutlich in den Libanon abgesetzt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, vielfachen versuchten Mord sowie die versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vor.

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel und mehrere Minister beraten zur Stunde über die geplante Teilprivatisierung der Deutschen Bahn. Im Gespräch sind mehrere Organisationsvarianten. Unter den Bundesländern ist noch strittig, ob das Schienennetz bei der Bahn bleiben oder herausgelöst werden soll. Dies abzuklären, gilt als wichtige Voraussetzung für den beabsichtigten Börsengang der Bahn.

BERLIN: Privatpatienten müssen Presseberichten zufolge künftig mit deutlich höheren Krankenversicherungsprämien rechnen. Wie der Berliner 'Tagesspiegel' und die 'Süddeutsche Zeitung' unter Berufung auf einen Arbeitsentwurf des Gesundheitsministeriums berichten, könnten die Beiträge für jüngere Leute um fast 40 Prozent steigen. Anlass für die voraussichtlich kräftige Prämienerhöhung sind neue Regeln für die privaten Krankenversicherer, mit denen die große Koalition ab 2008 für mehr Wettbewerb sorgen will.

ZUM SPORT: Die deutschen Basketballer haben bei der Weltmeisterschaft in Japan die Vorrunden-Gruppe als Zweite beendet. Die Mannschaft um NBA-Star Dirk Nowitzki gewann in Hiroshima ihr letztes Gruppenspiel gegen Angola mit 108:103.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Westen teils kräftige Schauer und Gewitter. Sonst überwiegend freundlich und trocken. Tageswerte 21 bis 25 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main: 16 Grad, wolkig; Dresden: 14 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 18 Grad, wolkig und München: 16 Grad, bewölkt.

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