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Nachrichten

Donnerstag, 23. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Mit seinem blutigen Militäreinsatz gegen eine Hilfsflotte für den palästinensischen Gazastreifen hat Israel Ende Mai nach Ansicht der Vereinten Nationen internationales Recht gebrochen. Das Aufbringen des türkischen Schiffes, bei dem neun türkische Aktivisten getötet worden waren, sei durch nichts zu rechtfertigen, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht des UN-Menschenrechtsrates. Das Vorgehen der Streitkräfte sei zudem unverhältnismäßig brutal gewesen. Israelische Soldaten hätten sich während und nach dem Einsatz mutmaßlicher Verbrechen wie vorsätzlicher Tötung und Folter schuldig gemacht. Der 56 Seiten lange Report bezeichnet auch die israelische Blockade des Gazastreifens selbst als ungesetzlich.

NEW YORK: Mit zahlreichen Versprechen, aber nur wenigen Zusagen ist das so genannte Millennium-Gipfeltreffen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der weltweiten Armut zu Ende gegangen. US-Präsident Obama rief die reichen Länder auf, auch aus Eigeninteresse ihre Hilfen für Entwicklungsländer zu erhöhen. Seine Regierung, so der Präsident weiter, werde künftig deutlich stärker auf Hilfe zur Selbsthilfe und die Eigenverantwortung armer Staaten setzen.

NEW YORK: China hat Forderungen der USA nach einer Aufwertung seiner Landeswährung Yuan zurückgewiesen. Der Kurs des Yuan habe nichts mit dem US-Handelsdefizit zu tun, sagte Ministerpräsident Wen in einer Rede in New York. Weil amerikanische Unternehmen überhaupt keine arbeitsintensiven Produkte mehr herstellten, würde eine Yuan-Aufwertung den USA auch keine Arbeitsplätze zurückbringen. In der chinesischen Exportwirtschaft würde ein solcher Schritt dagegen zu einer Pleitewelle führen, so Wen. Kritiker in den USA - darunter auch Präsident Obama - werfen Peking vor, durch einen künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Kurs amerikanische Exportunternehmen gegenüber chinesischen Firmen zu benachteiligen.

BERLIN: Deutschland will sich nach den Worten von Außenminister Westerwelle bei den Vereinten Nationen für eine weltweite Abrüstung einsetzen. Deutsche Außenpolitik sei Friedenspolitik, sagte Westerwelle im ZDF. Mit Blick auf die Bewerbung um einen Sitz im Weltsicherheitsrat betonte der FDP-Vorsitzende, es gebe keinen Ort, an dem man mehr für Kooperation und Ausgleich tun könne als bei den Vereinten Nationen in New York. Am Rande der UN-Vollversammlung vereinbarte Westerwelle mit Amtskollegen aus neun Ländern eine Initiative zur völligen Abschaffung von Atomwaffen. Diese war von Japan und Australien vorgeschlagen worden. Zu den Unterzeichnern gehören jedoch keine Staaten, die selbst im Besitz von Nuklearwaffen sind.

SALZGITTER: Die Fertigstellung des Atommülllagers Schacht Konrad in Niedersachsen verzögert sich um bis zu fünf Jahre. Diese Einschätzung habe das Bundesamt für Strahlenschutz dem Umweltministerium mitgeteilt, meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise. Nach den bisherigen Plänen sollte das einzige genehmigte Depot für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle im Jahr 2014 in Betrieb gehen.

LIMA: Ein Streik gegen einen umstrittenen Staudamm hält etwa 7000 Urlauber in der peruanischen Touristen-Hochburg Cusco fest. Viele wollten die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu besuchen, berichten örtliche Medien unter Berufung auf die zuständigen Behörden. Die zahlreichen ausländischen Gäste könnten die Stadt gut 1000 Kilometer südlich von Lima nicht mehr auf dem Landweg verlassen, weil tausende Einheimische aus Protest gegen das Bewässerungsprojekt Ausfallstraßen blockierten und auch Busunternehmen bestreikt wurden.

MEXIKO-STADT: Volkswagen baut ein neues Werk in Mexiko, um seine Position auf dem nordamerikanischen Markt zu stärken. Wie der VW-Konzern mitteilte, sollen von 2013 an in Silao im Bundesstaat Guanajuato jährlich rund 330.000 Motoren produziert werden. Dafür würden etwa 700 Arbeitsplätze geschaffen. Die Motoren sollen an die Werke in Puebla sowie Chattanooga in den USA gehen. Europas größter Autokonzern will seinen jährlichen Absatz in Nordamerika bis 2018 auf rund eine Million Fahrzeuge erhöhen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Tagsüber freundlich und trocken, am Abend im Nordwesten und Süden gebietsweise Schauerregen. Höchstwerte zwischen 19 Grad in Nordfriesland und 25 Grad am Oberrhein. Am Vormittag meldeten: Hamburg und Berlin: wolkenlos, 13 Grad; Dresden: ebenfalls wolkenlos, 15 Grad; Köln/Bonn und München: leicht bewölkt, 14 Grad sowie Frankfurt am Main: Nebel, 11 Grad.

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