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Nachrichten

Donnerstag, 23. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bleibt nach den Worten von Arbeitsminister Franz Müntefering wichtigstes Ziel der Regierung. Der momentane Rückgang der Arbeitslosenzahlen zeige, dass der eingeschlagene Weg richtig sei. Die FDP hatte Müntefering zum Auftakt der Debatte vorgeworfen, sein Etat sei bei einem Zuwachs von fünf Milliarden Euro kein Beitrag zur Sanierung des Gesamthaushalts. Er stelle vielmehr ein Risiko für die Finanzen 2007 dar. Der Einzeletat für Arbeit und Soziales ist mit 124,4 Milliarden Euro der größte Posten im Gesamthaushalt.

BERLIN: Der Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine vermehrte Nutzung so genannter Investivlöhne ist beim Koalitionspartner SPD auf Zustimmung gestoßen. Über die Idee, Arbeitnehmer an den Kapitalerträgen ihrer Unternehmen zu beteiligen, werde in der SPD seit geraumer Zeit nachgedacht, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck. Entscheidend sei aber, dass die Gewinnbeteiligung bei Firmenverlusten und Insolvenzen risikofest sei. Auch sei sie keine Alternative zur betrieblichen Mitbestimmung, so Struck. Die CDU will auf ihrem Parteitag nächste Woche in Dresden die Grundlagen für die staatliche Förderung solcher Arbeitnehmer- Beteiligung legen.

DEN HAAG: In den Niederlanden zeichnet sich nach der Parlamentswahl vom Mittwoch eine schwierige Regierungsbildung ab. Die Christdemokraten von Regierungschef Jan Peter Balkenende wurden mit 41 von 150 Sitzen zwar stärkste Kraft. Aber auch eine große Koalition mit den Sozialdemokraten, die auf den zweiten Platz kamen, bringt keine Parlamentsmehrheit. Großer Sieger der Wahl sind die Sozialisten, die die Zahl ihrer Sitze auf 26 fast verdreifachten. Insgesamt ziehen zehn Parteien ins neue Parlament ein, darunter auch die Rechtspopulisten von Geert Wilders.

WARSCHAU: Bei der Methangas-Explosion in dem Bergwerk Halemba im Süden Polens sind 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte bargen in der Nacht die Leichen von weiteren 17 Arbeitern; sechs waren bereits gestern tot aufgefunden worden. Die Bergungsarbeiten in mehr als 1.000 Meter Tiefe hatten sich wegen der hohen Gaskonzentration schwierig gestaltet und mussten zeitweise unterbrochen werden. Die Kohlegrube Halemba war im März aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Die Bergarbeiter waren abgestiegen, um zurückgelassene Geräte zu holen.

COLOMBO: Im Osten Sri Lankas wird wieder heftig gekämpft. Regierung und Rebellen beschuldigten sich gegenseitig, für den Ausbruch der Kämpfe verantwortlich zu sein. Das Militär gab an, Stellungen der tamilischen Rebellen im Distrikt Batticaloa aus der Luft bombardiert zu haben, nachdem diese Regierungsposten angegriffen hätten. Die Rebellen warfen der Armee dagegen vor, eine neue Bodenoffensive gestartet zu haben. Seit Jahresanfang sind mehr als 3.000 Menschen bei Kämpfen getötet worden, obwohl beide Seiten bekundet haben, an der 2002 vereinbarten Waffenruhe festhalten zu wollen.

NEW YORK: Der Hilfskoordinator der Vereinten Nationen, Jan Egeland, hat dem Sudan vorgeworfen, die Lage der Not leidenden Bevölkerung in der Krisenregion Darfur mutwillig zu verschlimmern. Ein Viertel der vier Millionen Bedürftigen werde von den Hilfslieferungen nicht erreicht, weil es gezielt bürokratische Hürden gebe, sagte Egeland dem UN-Sicherheitsrat. Zudem gehe das sudanesische Militär gegen Dörfer vor und versorge die Rebellen mit Waffen.--Schätzungen zufolge kamen bei dem seit dreieinhalb Jahren andauernden Konflikt in Darfur bislang etwa 200.000 Menschen ums Leben. 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben.

MÜNCHEN: Die Affäre um schwarze Kassen bei Siemens ist mit einem vermuteten Schaden von mindestens 200 Millionen Euro weitaus größer als bislang bekannt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befinden sich insgesamt sechs Mitarbeiter des Elektrokonzerns in Untersuchungshaft. Sie hätten sich zu einer Bande zusammengeschlossen, um Firmengelder über schwarze Konten im Ausland abzuziehen. Der Verbleib des Geldes sei unbekannt.

BERLIN: Verkehrssünder müssen sich in Deutschland auf härtere Strafen einstellen. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss werde künftig mit bis zu 3.000 Euro geahndet, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nach einer Konferenz mit seinen Länderkollegen. Wer vorsätzlich rast oder drängelt, müsse künftig mit 2.000 Euro Strafe rechnen. Die schweren Unfälle in Deutschland würden durch Raser, Drängler und häufig auch durch Drogenkonsumenten verursacht, so Tiefensee. Dagegen müsse man hart vorgehen.

HAMBURG: Entgegen dem Trend bei den christlichen Kirchen in Deutschland ist die Zahl muslimischer Gotteshäuser in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In den vergangenen drei Jahren sei deren Anzahl von 141 auf 159 gestiegen, berichtet die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf eine Studie des Zentralinstituts Islam-Archiv Deutschland. Weitere 128 Moscheen befänden sich im Bau. Nach einer Immobilienstudie der Dresdner Bank werde die Zahl christlicher Kirchenhäuser dagegen in den nächsten Jahren weiter sinken, so das Blatt weiter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bewölkt und zeitweise Regen. Tagestemperaturen zwischen sieben und 13 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 23.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9QPz
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