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Nachrichten

Donnerstag, 23. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist das erste prominente Opfer im monatelangen Machtkampf um die Übernahme durch den Volkswagen-Konzern. Er erhält für seinen Abgang eine Abfindung von 50 Millionen Euro, die zur Hälfte in eine soziale Stiftung geht. Das hat der Porsche-Aufsichtsrat bei einer außerordentlichen Nachtsitzung in Stuttgart beschlossen. Nachfolger von Wiedeking wird der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht. Auch Finanzchef Holger Härter verlässt den Sportwagenbauer. In seiner Marathonsitzung stellte der Aufsichtsrat zudem die Weichen für die Rettung des Unternehmens. Die hohen Schulden von Porsche sollen durch eine Kapitalerhöhung von mindestens fünf Milliarden Euro sowie den Einstieg des Golfemirates Katar abgebaut werden, Nach dem Aus für Wiedeking gilt es als sicher, dass VW den Sportwagenbauer schrittweise übernimmt und Porsche als zehnte Marke in den Konzern eingliedert. An diesem Donnerstag tagt auch der Aufsichtsrat von VW.

ZÜRICH: Im Rennen um die Übernahme des Autobauers Opel verbleiben nur noch zwei Interessenten. Wie die amerikanische Konzernmutter General Motors in Zürich mitteilte, werden Verhandlungen ab jetzt noch mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und dem belgischen Finanzinvestor RHJ International weitergeführt. Der chinesische Autohersteller BAIC ist damit aus dem Rennen. Diesem waren von Anfang die geringsten Chancen beim Bieterwettstreit um Opel eingeräumt worden.

KIEL: Der schleswig-holsteinische Landtag entscheidet heute über die Vertrauensfrage von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Der CDU-Regierungschef hatte diese nach dem Bruch der großen Koalition in Kiel gestellt. Wenn er die Abstimmung wie von ihm angestrebt verliert, kann er die Wahlperiode beenden. Ziel ist eine Neuwahl des Landtages am 27. September parallel zur Bundestagswahl. Die CDU hatte die Koalition mit der SPD unter Fraktions- und Parteichef Ralf Stegner nach langen Querelen in der vergangenen Woche aufgekündigt.

PHUKET: Das kommunistische Nordkorea hat das Ende der Sechs-Parteien-Gespräche über sein Atomprogramm erklärt. Solange die USA ihre "feindselige Haltung" nicht änderten, werde es keine Verhandlungen mehr geben, erklärte der nordkoreanische Sonderbotschafter Ri Hong Sik beim sicherheitspolitischen Regionalforum der ASEAN-Staaten auf Phuket in Thailand. - US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zuvor noch einmal an die Südostasiatische Staatengemeinschaft appelliert, den Druck auf Nordkorea aufrechtzuerhalten und die Sanktionen der Vereinten Nationen energisch umzusetzen. -- Am Vortag hatte Clinton in Bangkok "ernsthafte Sorgen" der USA zum Ausdruck gebracht, dass sich die Junta in Birma mit nordkoreanischer Hilfe atomar bewaffnen könnte.

SAN JOSE: Die Vermittlungsbemühungen des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias zur Beilegung der Staatskrise in Honduras scheinen endgültig gescheitert. Sowohl ein ranghoher Vertreter der international nicht anerkannten Übergangsregierung, als auch der gestürzte Präsident Manuel Zelaya wiesen auch Arias' neue Vorschläge zurück. Zelaya kündigte in Nicaragua an, noch am Donnerstag in den Norden des Landes zu ziehen und anschließend "ohne Waffen" auf dem Landweg nach Honduras zurückzukehren. Die Übergangsregierung hat gedroht, ihn im Falle einer Heimkehr festnehmen zu lassen.

BISCHKEK: In der zentralasiatischen Republik Kirgistan ist die Bevölkerung aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Klarer Favorit ist Amtsinhaber Kurmanbek Bakijew. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten bereits im Wahlkampf zahlreiche Verstöße beklagt. - Der 59-jährige Bakijew führt die moslemisch geprägte Ex-Sowjetrepublik an der Grenze zu China seit vier Jahren. In dem rohstoffarmen Land leben knapp 50 Prozent der etwa fünf Millionen Einwohner in Armut. Um mögliche Proteste bei einem Wahlsieg von Bakijew zu verhindern, stationierte die Regierung in der Hauptstadt Bischkek mehr als 5.000 Einsatzkräfte.

KARLSRUHE: Die von der Bundesregierung verfügten Aussagebeschränkungen sowie die Verweigerung von Unterlagen für den BND-Untersuchungsausschuss haben das Informationsrecht des Parlamentes verletzt. Diese Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bekannt gegeben. Geklagt hatte die Bundestagsopposition von Grünen, FDP und Linksfraktion. Der Untersuchungsausschuss sollte unter anderem die Beteiligung des BND bei CIA-Flügen mit Terrorverdächtigen über deutsche Flughäfen klären.

WIESBADEN: Der Trend zur Abwanderung aus Deutschland hält an. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zogen im vergangenen Jahr 738.000 Menschen fort. Das waren rund 100.000 mehr als 2007. Damit haben erstmals seit der Wiedervereinigung wieder mehr Menschen Deutschland den Rücken gekehrt als zugezogen sind. Die Statistiker zählten im vergangenen Jahr 682.000 Zuwanderer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden Schauer und Gewitter. Im Südosten zunächst heiter. Die Höchsttemperaturen reichen von 20 bis 34 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 21 Grad, wolkig;

Berlin: 20 Grad, regnerisch;

Dresden: 22 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 19 Grad, regnerisch;

Frankfurt am Main: 21 Grad, regnerisch und

München: 22 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema