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Nachrichten

Donnerstag, 23. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Kabinett will auf einer an diesem Donnerstag beginnenden zweitägigen Klausurtagung in Meseberg bei Berlin über das Regierungsprogramm bis zur Bundestagswahl 2009 beraten. Als Schwerpunktthemen wurden das geplante Klimaschutzprogramm ebenso genannt wie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Bei dem Klimaschutzprogramm wollen CDU/CSU und SPD sicherstellen, dass Deutschland sein Ziel erreicht, bis 2020 insgesamt 40 Prozent weniger Treibhausgase zu produzieren als 1990. Letzte strittige Punkte hatten Vertreter des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums am Mittwoch ausgeräumt. Gegen den Fachkräftemangel soll eine so genannte nationale Qualifizierungsoffensive gestartet werden. Die Opposition kritisierte die Klausurtagung vorab als unnütze Verschwendung von Steuergeldern.

DRESDEN: Die sächsische Landesregierung will Konsequenzen aus den Vorfällen in dem Ort Mügeln ziehen. Ministerpräsident Georg Milbradt kündigte an, er wolle im November eine Konferenz mit Vertretern aus den Kommunen abhalten, bei der über Maßnahmen gegen Gewalt und Extremismus gesprochen werde solle. Derweil sprach sich CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla dagegen aus, das Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus finanziell aufzustocken. Der 'Ostsee-Zeitung' sagte er, es werde nicht mehr Geld benötigt, sondern mehr Zivilcourage. Inzwischen wurde bekannt, dass sich der Landkreis Torgau-Oschatz, zu dem Mügeln gehört, Anfang des Jahres vergebens um Fördergelder aus den Programm bemüht hatte. Kanzlerin Angela Merkel nannte die Hetzjagd auf acht Inder vom Wochenende beschämend und kündigte an, das Kabinett werde sich mit dem Vorfall beschäftigen.

KABUL: Der vor mehr als einem Monat in Afghanistan entführte deutsche Ingenieur Rudolf B. ist nach eigenen Angaben in sehr schlechter Verfassung. In einem neuen Video, das von einem afghanischen und einem deutschen Sender ausgestrahlt wurde, bittet der 62-Jährige erneut um mehr Bemühungen für seine Freilassung. Er befinde sich in der Gewalt der Taliban in den Bergen Afghanistans. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, der Krisenstab werte das Video detailliert aus. Zu Einzelheiten wollte er sich nicht äußern. Man bemühe sich weiter intensiv um eine Freilassung. Rudolf B. war am 18. Juli verschleppt worden, einen Tag bevor eine Gruppe Südkoreaner gekidnappt wurde.

WIESBADEN: Der deutsche Staatshaushalt hat im ersten Halbjahr mit schwarzen Zahlen geschlossen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verbuchten Bund, Länder und Gemeinden sowie Sozialversicherungen einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren die stark gestiegenen Einnahmen bei gleichzeitig vergleichsweise moderaten Ausgaben. Die Bundesregierung warnte jedoch vor einer Überbewertung des Zahlen. Man rechne für das Gesamtjahr 2007 weiter mit einem Defizit im Staatshaushalt. Noch vor einem Jahr hatte es im Etat statt eines Überschusses ein Defizit von 23 Milliarden Euro gegeben.

SEOUL: Nach der Flutkatastrophe in Nordkorea hat Südkorea erste Lieferungen von Nahrungsmitteln, Wasser und anderen Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Bei den schweren Überflutungen zu Beginn des Monats waren im Norden der geteilten Halbinsel hunderte Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300.000 wurden obdachlos. Ein Vertreter des nordkoreanischen Wiederaufbaukomitees räumte ein, dass in dem kommunistischen Land nicht genügend Mittel zur Verfügung stünden, Straßen, Eisenbahnlinien und Wohnhäuser wieder instand zu setzen. Vertreter des seit Jahren in Nordkorea tätigen Welternährungsprogramms kündigten an, in Kürze werde mit der Austeilung von Notrationen begonnen. Nach offiziellen Zahlen wurden durch die Überschwemmungen elf Prozent der Ackerfläche zerstört.

RANGUN: Ungeachtet des harten Vorgehens der Militärjunta haben in Birma erneut zahlreiche Bürger für mehr Demokratie in ihrem Land demonstriert. Laut Korrespondenten in Rangun kam es dabei zu weiteren Festnahmen. Den Großteil der Demonstranten bildeten Mitglieder der Nationalen Liga für Demokratie, deren Führungsfigur, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die meiste Zeit der vergangenen 17 Jahre unter Hausarrest stand. Proteste wie in diesen Tagen hat es in dem autoritär regierten Land in Südost-Asien seit den 90er Jahren nicht mehr gegeben. Auslöser war die drastische Anhebung der Treibstoffpreise.

BAGDAD: Bei schweren Kämpfen zwischen militanten Sunniten und El-Kaida-Extremisten im Irak sind nach Polizeiangaben mindestens 25 Menschen getötet worden. Bewohner zweier Dörfer nordöstlich von Bagdad berichteten, rund 200 bewaffnete Männer seien am Donnerstagmorgen in die Ortschaften gestürmt und hätten drei junge Männer sowie den Iman der Moschee hingerichtet. Dies sei der Auslöser für die Auseinandersetzung gewesen.

LA PAZ: Wegen des Streits über eine mögliche Verlegung des Regierungssitzes hat die Verfassungsgebende Versammlung in Bolivien ihre Arbeit ausgesetzt. Vorausgegangen waren teilweise gewaltsame Proteste. Vor dem Tagungsort der Versammlung in La Paz hatten Demonstranten mit Steinen geworfen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein. Die Demonstranten fordern eine Rückverlegung des Regierungssitzes nach Sucre im Süden Boliviens. Der Oberste Gerichtshof hat dort noch immer seinen Sitz. Regierung und Exekutive befinden sich in La Paz. Nach dem Willen von Präsident Evo Morales soll bis Ende des Jahres eine neue Verfassung ausgearbeitet werden, in der die Rechte der indigenen Völker gestärkt werden.

BRÜSSEL: Das nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche verhängte EU-Exportverbot für Fleischprodukte aus Großbritannien wird wieder aufgehoben. Ab Sonnabend könne der Export von lebenden Tieren, Fleisch und Molkereiprodukten wieder aufgenommen werden, teilte die EU-Kommission mit. Weiterhin verboten sei die Ausfuhr von Produkten aus der Grafschaft Surrey, in der die hoch ansteckende Tierseuche ausgebrochen war.

GENF: Der weltweite Flugverkehr mit 2,1 Milliarden Passagieren pro Jahr ermöglicht eine schnellere Ausbreitung von Infektionskrankheiten als je zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem jüngsten Bericht über gefährliche Infektionskrankheiten. Sie fordert daher eine engere Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft. In den vergangenen fünf Jahren registrierte die WHO mehr als 1.100 Fälle, in denen Krankheiten wie Cholera oder Vogelgrippe ausgebrochen sind.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden, Nordosten und im Süden lässt sich die Sonne häufiger blicken. Sonst meist wolkig, gebietsweise noch einige Schauer oder Gewitter. Tageswerte zwischen 20 und 26 Grad.

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