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Nachrichten

Donnerstag, 22. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler wird nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen für eine zweite Amtszeit kandidieren. Wie es heißt, will Köhler seine Entscheidung noch an diesem Donnerstagmittag in seinem Berliner Amtssitz, dem Schloss Bellevue, offiziell bekannt geben. Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, in der Union und FDP derzeit nur eine hauchdünne Mehrheit haben. Ob die SPD einen Gegenkandidaten stellt, ist offen. Die nächste Bundespräsidentenwahl findet im Mai 2009 statt. Köhler war vor vier Jahren mit den Stimmen von Union und FDP zum Staatsoberhaupt gewählt worden.

RANGUN: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat in Birma nochmals die Bereitschaft zur internationalen Hilfe für die Opfer des Zyklons 'Nargis' bekräftigt. Er sprach kurz nach seiner Ankunft mit Regierungschef Thein Sein sowie Vertretern von Hilfsorganisationen. Anschließend wollte er sich bei einem Flug über das am schlimmsten betroffene Irrawaddy-Delta einen Eindruck vom Ausmaß der Zerstörungen machen. Für Freitag ist ein Treffen mit dem Chef der Militärregierung Than Shwe in der neuen Hauptstadt Naypyitaw geplant. Derweil landete der erste von insgesamt zehn Hubschraubern des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, mit denen Hilfsgüter in das Irrawaddy-Delta geflogen werden sollen. Bislang konnte nur ein Viertel der Überlebenden versorgt werden.

PEKING: Bei dem schweren Erdbeben in China sind nach neuen offiziellen Angaben mehr als 51.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 29.000 Menschen würden noch vermisst, hieß es. Ein Sprecher des Außenministeriums rief derweil die internationale Gemeinschaft auf, dringend Zelte zu schicken. Mehr als drei Millionen Beben-Opfer hätten noch kein Dach über dem Kopf. Auch andere Hilfsgüter wie Decken, Medikamente und Schuhe seien nicht ausreichend vorhanden. Die Olympia-Veranstalter verlegten den Termin für den Fackellauf durch die von dem Beben am stärksten betroffene Provinz Sichuan von Mitte Juni auf Anfang August. Sichuan ist die letzte Station der olympischen Flamme bevor sie in die Hauptstadt Peking zurückkehrt. Dort beginnen die Spiele am 8. August.

TIFLIS: Die vorgezogene Parlamentswahl in Georgien hat die Regierungspartei von Präsident Michail Saakaschwili gewonnen. Nach Angaben der Wahlkommission kam die 'Vereinigte Nationalbewegung' auf rund 62 Prozent der Stimmen. Weit abgeschlagen folgt die aus neun Parteien bestehende Oppositionsbewegung mit rund 15 Prozent. Saakaschwili sprach von einem 'freien und fairen' Wahlverlauf, der von den internationalen Beobachtern bestätigt werde. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE will sich im Tagesverlauf dazu äußern. Einem Aufruf der Opposition zum Protest gegen den Wahlverlauf folgten nur rund 1.000 Menschen. Dennoch wurden für die kommenden Tage weitere Kundgebungen angekündigt.

NEW YORK: Der Ölpreis hat erstmals die Marke von 134 Dollar übersprungen. An der New Yorker Rohstoffbörse kostete US-Leichtöl im nachbörslichen Handel bis zu 134,42 Dollar pro Barrel. Öl ist damit etwa doppelt so teuer wie vor einem Jahr. Als Grund für den Preisanstieg nannten Experten die steigende Nachfrage und daraus resultierende Versorgungsängste. Die US-Regierung hatte zudem mitgeteilt, dass die Vorräte an Rohöl und Benzin in der vergangenen Woche unerwartet gesunken seien. Wegen Blockade-Aktionen von Fischern aus Protest gegen die hohen Treibstoffkosten ging an mehreren Tankstellen in Frankreich der Kraftstoff aus. In den USA kündigte die größte Fluggesellschaft des Landes, American Airlines, drastische Sparmaßnahmen an. So will das Unternehmen zwölf Prozent der Inlandsflüge in den USA streichen und mindestens 75 Flugzeuge aus dem Verkehr ziehen.

PARIS: In Frankreich müssen Bahnreisende an diesem Donnerstag mit Verzögerungen rechnen. Fünf der größten Gewerkschaften des Landes haben zu landesweiten Protesten gegen die von Präsident Nicolas Sarkozy geplante Rentenreform aufgerufen. Etwa die Hälfte der Regionalbahnen und ein Drittel der TGV-Schnellzüge sollen nicht fahren. Im November vergangenen Jahres hatten die Eisenbahner mit einem neuntägigen Streik Sarkozy dazu gebracht, mit den Gewerkschaften über die Reformpläne zu verhandeln. JOHANNESBURG: Südafrikas Regierung will die brutalen Übergriffe auf Ausländer in der Metropole Johannesburg mit Hilfe der Armee stoppen. Einer entsprechenden Bitte der Polizei stimmte Präsident Thabo Mbeki zu. Bei den seit mehr als einer Woche andauernden fremdenfeindlichen Angriffen hat es nach neuesten Angaben der Polizei 42 Tote gegeben. 16.000 Menschen seien aus den Townships von Johannesburg vertrieben worden. Viele der verfolgten Ausländer kommen aus verarmten Nachbarstaaten. Die Südafrikaner in den Elendsvierteln werfen den Einwanderern vor, ihnen Arbeit und Wohnraum wegzunehmen.

OSNABRÜCK: Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Kurt Beck werden an diesem Donnerstag auf dem Deutschen Katholikentag erwartet. Die Kanzlerin wird an einer Diskussion zur Klimapolitik teilnehmen, Beck will über Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt diskutieren. Auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat ihr Kommen zugesagt. Zum Katholikentag, der am Mittwoch eröffnet worden war und bis Sonntag andauert, werden etwa 60.000 Menschen erwartet. Innerkirchlich soll über das Thema Exorzismus gesprochen werden. Das Erzbistum Paderborn hatte mehrere Fälle der kirchlichenTeufelsaustreibung eingeräumt.

BERLIN: Mehr jugendliche Gewalttäter und einen deutlichen Anstieg von Computer- und Internetkriminalität verzeichnet die neueste Polizeistatistik, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble heute vorstellt. Danach sank zwar die Zahl der im vergangenen Jahr erfassten Straftaten gegenüber 2006 leicht um 0,3 Prozent auf knapp 6,3 Millionen Fälle. Im Bereich Körperverletzung stieg die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen um 4,2 Prozent auf fast 70.000. Diebstähle sind in der Bilanz die häufigsten Straftaten. Ihr Anteil liegt bei fast einem Drittel. In der Statistik sind nur die von der Polizei erfassten Fälle enthalten. Daneben gibt es noch ein erhebliches Dunkelfeld.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden heiter. Sonst wolkenreich, gelegentlich etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen 14 Grad im Allgäu und 22 Grad entlang des Rheins.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: 11 Grad, heiter;
Berlin: 10 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 10 Grad, nach Regen ;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 13 Grad, stark bewölkt sowie
München: 10 Grad, bedeckt.

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