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Nachrichten

Donnerstag, 22. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Die Finanzierung des geplanten Gesundheitsfonds soll nach einem Bericht des 'Handelsblatts' gesichert sein. Die Spitzen von CDU/CSU und SPD hätten sich darauf verständigt, durch massive Steuerzuschüsse an die Krankenkassen die Beiträge um drei Prozentpunkte zu senken. Im Gespräch seien Zuschüsse von 30 bis 45 Milliarden über drei Jahre verteilt. Gegenfinanziert werden soll das laut dem 'Handelsblatt' durch die Erhöhung der Einkommens- und der Verbrauchssteuer.

MÜNCHEN: Beim größten deutschen Versicherungskonzern, der Allianz, werden bis Ende 2008 rund 7.500 Stellen gestrichen. 5.000 Stellen sollen im Zuge der Zusammenlegung der Sparten Sach-, Lebens- und Krankenversicherung wegfallen, der Rest bei der Tochter Dresdner Bank. Von den 21 Verwaltungsstandorten in Deutschland sollen nur noch zehn bestehen bleiben. Ziel sei, so Allianz-Holding-Chef Gerhard Rupprecht, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns wiederherzustellen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Warnstreiks und kurzfristige Protestaktionen an. Die Allianz hatte sich verpflichtet, bis Ende 2007 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

ERFURT: Die Bankangestellten bekommen ab September mehr Geld. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag, der 25 Monate laufen soll. Das Gehalt für die rund 240.000 Beschäftigten steigt ab September um drei Prozent und ab Dezember 2007 um weitere 1,5 Prozent. Im August gibt es eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die Arbeitgeber verpflichteten sich, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Der Abschluss gilt nicht für die Beschäftigten der Genossenschaftsbanken. Über deren Bezahlung wird getrennt verhandelt.

BERLIN: Die Bundestagsdebatte über den Haushalt 2006 ist in den dritten Tag gegangen. Zunächst wurde über den Etat des Arbeits- und Sozialministers beraten. Dieser ist mit einem Volumen von knapp 120 Milliarden Euro der größte Einzelposten im Gesamtetat. Die FDP kritisierte die Kostenverwaltung von Minister Franz Müntefering. Er doktere an Symptomen herum und setze die rot-grüne Misswirtschaft fort.

BERLIN: Serbien will Deutschland um Hilfe bei der Suche nach den beiden mutmaßlichen Kriegsverbrechern Ratko Mladic und Radovan Karadzic bitten. Außenminister Vuk Draskovic sagte der 'Freien Presse' aus Chemnitz, Ministerpräsident Vojislav Kostunica wolle sich deshalb mit Kanzlerin Angela Merkel treffen. Der deutsche Bundesnachrichtendienst gelte als besonders erfolgreich und effektiv, so Draskovic. Die EU will nur dann Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufnehmen, wenn Mladic und Karadzic festgenommen und an das Haager UN-Kriegsverbrechertribunal überstellt werden.

SARAJEWO: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ist zu seinem ersten Besuch deutscher Soldaten in Bosnien-Herzegowina geflogen. Bei seiner eintägigen Reise nach Sarajewo und in das Feldlager Rajlowac will sich Jung ein Bild von der Lage verschaffen und mit der militärischen Führung sprechen.

WASHINGTON: Sieben amerikanische Marineinfanteristen und ein Marine-Soldat sind wegen Mordes an einem Iraker angeklagt worden. Allen droht im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe. Die Anklage lautet auf vorsätzlichen Mord, Entführung, Verschwörung und Falschaussage. Nach Angaben der Armee sollen die Beschuldigten im April in Hamdaniya einen unbewaffneten Zivilisten aus seinem Haus gezerrt, ohne Provokation erschossen und danach einen Anschlags- versuch vorgetäuscht haben.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat Israel aufgefordert, seine gezielten Angriffe gegen Palästinenser einzustellen. Annan forderte in New York, die israelische Regierung müsse sicherstellen, dass ihre Aktionen angemessen seien und dadurch keine Zivilisten gefährdet würden. Von den Palästinensern verlangte er ein Ende der Raketenangriffe auf Israel. Der Chef der israelischen Luftwaffe, General Eliezer Shkedi, befahl bei Angriffen im Gaza-Streifen größere Vorsicht, um Zivilisten weniger zu gefährden. Die Luftschläge seien jedoch zur Zeit die effizienteste Taktik gegen den Terrorismus, bekräftigte er im Armeerundfunk.

GENF: Die internationale Rot-Kreuz-Bewegung hat die Aufnahme der Partnerorganisationen aus Israel und den Palästinenser-Gebieten beschlossen. Eine entsprechende Änderung der Statuten wurde in Genf mit großer Mehrheit beschlossen. Der Beschluss beinhaltet die Aufnahme eines neuen Emblems neben dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond. Das neue Symbol, die rote Raute auf weißem Grund, soll jenen Vertragsparteien zur Verfügung stehen, die keines der bestehenden Schutzzeichen verwenden möchten.


JAKARTA: Bei Überschwemmungen und Erdrutschen sind auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 150 weitere werden nach Angaben der Behörden noch vermisst. Die meisten von ihnen seien vermutlich ins Meer hinausgespült worden, hieß es. Am schlimmsten betroffen ist die Region Sinjai in Süd-Sulawesi.

BONN: Mehrere hunderttausend Schüler in Deutschland arbeiten an diesem Donnerstag für einen guten Zweck. Statt zu pauken mähen sie beim ersten bundesweiten Sozialen Tag Rasen, verkaufen Speiseeis oder schnüren Pakete. Ihren Lohn spenden die Schüler für Hilfsprojekte in der ganzen Welt. Schirmherr des Projekts ist Bundespräsident Horst Köhler.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt und trocken, Richtung Süden Schauer und Gewitter. Tageswerte zwischen 19 und 23 Grad.