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Nachrichten

Donnerstag, 22. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAMPALA: Auf seiner zweiten Afrika-Reise hat Bundesaußenminister Westerwelle die Bedeutung des Kontinents für Deutschland hervorgehoben. Man trage eine große politische, ökonomische und ethische Verantwortung für Afrika, sagte der Vizekanzler in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Deutschland verstehe sich auch als Geschäftspartner Afrikas und wolle die wirtschaftliche Kooperation vorantreiben. Westerwelle kündigte an, die Bundesregierung werde ihr geplantes Afrika-Konzept nach der parlamentarischen Sommerpause verabschieden. Laut Koalitionsvertrag soll das Konzept den "sicherheitspolitischen, gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen" ebenso Rechnung tragen wie den "großen Entwicklungspotenzialen" Afrikas.

DEN HAAG: Der Internationale Gerichtshof veröffentlicht an diesem Donnerstag sein mit Spannung erwartetes Gutachten zur Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit des Kosovo. Es war auf Antrag Serbiens von der UN-Vollversammlung bei der höchsten Rechtsinstanz der Vereinten Nationen in Auftrag gegeben worden. Bislang haben 69 Staaten - darunter auch Deutschland - die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. 120 Länder - unter ihnen Russland und China - betrachten das Kosovo jedoch immer noch als serbische Provinz.

WASHINGTON: Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat der Internationale Währungsfonds dem Karibikstaat alle Schulden erlassen. Vollständig gestrichen wurden ausstehende Verbindlichkeiten von 268 Millionen Dollar. Der IWF beschloss zudem ein auf drei Jahre angelegtes Programm für den Wiederaufbau des Landes. Für einen damit verbundenen neuen Kredit über 60 Millionen Dollar müssen bis Ende 2011 keine Zinsen bezahlt werden. Haiti war am 12. Januar von einem verheerenden Erdbeben erschüttert worden, durch das mehr als 250.000 Menschen ums Leben kamen.

WASHINGTON: Vier der weltweit größten Ölkonzerne wollen gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, um künftig bei Bohrarbeiten mögliche Umweltkatastrophen zu begrenzen. Die Firmen Exxon Mobil, Chevron, ConocoPhillips und Royal Dutch Shell kündigten an, sie würden zusammen eine Milliarde Dollar bereitstellen, um ein entsprechendes System zum Auffangen von Öl aus lecken Bohrstellen aufzubauen. Die Technik solle sich an den Erfahrungen des britischen Ölkonzerns BP beim Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko orientieren. Unterdessen gerieten vor der US-Küste die Arbeiten gegen die Ölverschmutzung ins Stocken. Wegen eines heranziehenden Sturms unterbrach BP eine wichtige Entlastungsbohrung.

HANOI: US-Außenministerin Hillary Clinton ist im Rahmen ihrer Asien-Reise zu einem zweitägigen Besuch in Vietnam eingetroffen. Ihr Aufenthalt in Hanoi fällt mit dem 15. Jahrestag der Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten nach dem Vietnamkrieg zusammen. Clinton kam aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, wo sie neue US-Sanktionen gegen Nordkorea angekündigt hatte.

BERLIN: Die Partei "Die Linke" will mit allen rechtlichen Mitteln gegen ihre Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz vorgehen. Das kündigte der Parteivorsitzende Ernst an. Zugleich kritisierte er das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Fall Bodo Ramelow. Es stelle alle Abgeordneten der Linkspartei unter einen Generalverdacht, betonte Ernst. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Mittwoch entschieden, dass der Linken-Spitzenpolitiker Ramelow und auch andere Parlamentarier der sozialistischen Partei weiterhin vom Verfassungsschutz überwacht werden dürfen. Als Begründung gab das Gericht in Leipzig an, es gebe Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der Linkspartei. Ramelow will nun vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ziehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten zunächst noch freundlich, später örtlich kräftige Gewitter. Nach Westen hin überwiegend wolkig mit Schauern. Im Nordwesten meist trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 Grad in Ostfriesland und 34 Grad in der Niederlausitz.

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