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Nachrichten

Donnerstag, 22. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

WIESBADEN: Das kräftige Wirtschaftswachstum in Deutschland hat dafür gesorgt, dass das Staats-Defizit im vergangenen Jahr noch geringer ausgefallen ist als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, betrug die Defizit-Quote lediglich 1,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Noch im Januar waren Experten von 2,0 Prozent ausgegangen. Erstmals seit 2001 konnte Deutschland damit auch wieder die Kriterien des EU-Stabilitätspaktes einhalten.

HAMBURG: Im Zuge der Sanierung des Flugzeug-Herstellers Airbus verdichten sich die Hinweise, dass der Mutterkonzern EADS mehrere Werke in Deutschland verkaufen will. Nach Informationen der 'Financial Times Deutschland' erwägt EADS, die Werke Nordenham, Varel, Buxtehude und Laupheim abzustoßen. Davon wären insgesamt 5.000 Beschäftigte betroffen. Eine Bestandsgarantie soll es hingegen für die Airbus-Werke in Hamburg, Bremen und Stade geben. Das zumindest will der Bremer 'Weser Kurier' erfahren haben. Die Airbus-Führung betonte, noch sei nichts entschieden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Berlin empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle weltpolitische Themen wie die Lage im Nahen Osten und der Atomkonflikt mit dem Iran. Außerdem kam die geplante Reform der Vereinten Nationen zur Sprache. Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrößte Beitragszahler der UN.

BERLIN: Die arabischen Staaten sollen künftig stärker in die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses eingebunden werden. Darauf verständigten sich die Vertreter des so genannten Nahost-Quartetts in Berlin. Das nächste Treffen des Quartetts, dem die Vereinten Nationen, die USA, die Europäische Union und Russland angehören, soll deshalb in einem arabischen Land stattfinden. An die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas erging abermals der Appell, das Existenzrecht Israels anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören.

WIEN: Die Internationale Atomenergie-Organisation will heute ihren Bericht über den Stand der iranischen Urananreicherung vorlegen, einen Tag später als zunächst geplant. UN-Diplomaten in Wien berichteten vorab unter Berufung auf die Studie, der Iran habe sein umstrittenes Programm noch ausgeweitet, anstatt es einzufrieren. Der Bericht der UN-Behörde ist Grundlage für die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats über eine Verlängerung der bereits verhängten Sanktionen oder neue Strafmaßnahmen.

WASHINGTON: Die USA haben den von Großbritannien und Dänemark angekündigten Truppenabzug aus dem Irak als richtigen Weg bewertet. Außenministerin Condoleezza Rice sprach in Berlin von einem Zeichen dafür, dass sich in einigen Teilen des Irak die Dinge positiv entwickelten und die Iraker die Verantwortung selbst übernehmen könnten. Die US-geführte Koalition bleibe ungeachtet dieser Entscheidung intakt. Premierminister Tony Blair hatte am Mittwoch in London mitgeteilt, bis zum Jahresende 1.600 der 7.100 im Süden Iraks stationierten britischen Soldaten nach Hause zu holen. Dänemark zieht bis August seine 470 Soldaten ab, die unter britischem Kommando stehen.

OSLO: In der norwegischen Hauptstadt hat die erste internationale Regierungskonferenz über ein weltweites Verbot von Streubomben begonnen. Diese öffnen sich beim Abwurf in der Luft und setzen hunderte kleinere Sprengsätze frei. Blindgänger gefährden Menschen noch Jahre nach dem Einsatz der Bomben. Während der Kriege im Irak und im Kosovo wurden nach Schätzungen durch keine Waffe mehr Zivilisten getötet als durch Streubomben. An der Konferenz nehmen Delegationen aus mehr als 40 Staaten teil. Keine Vertreter entsandten die USA, Russland und China. Die norwegische Regierung will mit der Konferenz ein weltweites Verbot bis 2008 erreichen. Vorbild soll dabei die 1998 in der kanadischen Hauptstadt Ottawa vereinbarte Ächtung von Landminen sein.

ROM: Einen Tag nach dem überraschenden Rücktritt von Minister- Präsident Romano Prodi sucht die italienische Staatsführung nach einem Ausweg aus der Regierungskrise. Präsident Giorgio Napolitano berät mit den Parteispitzen und führenden Abgeordneten beider Parlamentskammern über das weitere Vorgehen. Beobachter rechnen damit, dass Prodi erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Aber auch Neuwahlen wären möglich. Auslöser des Rücktritts nach neun Monaten Amtszeit war eine Abstimmungsniederlage im Senat. - Mehrere Senatoren aus Prodis Mitte-links-Koalition hatten den Afghanistan-Einsatz und den Ausbau des US-Stützpunktes im norditalienischen Vicenza abgelehnt.

GUATEMALA-STADT: Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú hat offiziell ihre Kandidatur für die Präsidentenwahl im September in Guatemala erklärt. Die 48-Jährige tritt als Kandidatin der Mitte-Links-Partei an, die sich mit der neu gegründeten politischen Bewegung der Maya-Indios vereinigen will. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung Guatemalas sind Nachfahren der Maya. Menchú setzt sich seit Jahren für bessere Lebensbedingungen der Ureinwohner ein. 1992 bekam sie hierfür den Friedensnobelpreis.

JAKARTA: Rund 80 Kilometer vor der indonesischen Insel Java ist eine Fähre mit mehr als 350 Menschen an Bord in Brand geraten. Nach Informationen der Marine kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. Mehr als 200 Passagiere konnten gerettet werden. Kriegschiffe und Hubschrauber wurden zum Unglücksort entsandt. Das Fähre befand sich auf dem Weg vom Hafen Jakarta zur Insel Bangka.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden meist bewölkt, aber nur selten Regen. Nach Süden und Westen hin Auflockerungen. Die Höchstwerte liegen zwischen null Grad im Nordosten und milden 15 Grad am Oberrhein.

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