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Nachrichten

Donnerstag, 22. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

KABUL: Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat die deutschen Soldaten der internationalen Schutztruppe für Afghanistan besucht. Im deutschen Feldlager 'Camp Warehouse' informierte er sich über die aktuelle Lage und die Risiken in Afghanistan. Vor Journalisten sprach Jung von einer besonderen Herausforderung. Er hoffe, dass sich die Sicherheitslage verbessern werde, nachdem sich nun das Parlament in Kabul konstituiert habe. Im Lauf des kommenden Jahres soll die Mehrzahl des 3.000 Mann starken Kontingents in den Norden Afghanistans verlagert werden. Wichtigster Bundeswehr-Stützpunkt wird dann Masar-i-Sharif sein.

BERLIN: Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs im Mannesmann-Prozess nimmt der Druck auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann zu. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rolf Breuer, spekulierte offen über eine mögliche Nachfolgeregelung. Auch Politiker aus SPD, CDU und FDP sprachen sich für einen Führungswechsel aus. Der Bundesgerichtshof hatte am Mittwoch die Freisprüche von Ackermann und fünf Mitangeklagten im Mannesmann-Verfahren kassiert und gefordert, dass der Fall um die Gewährung von millionenschweren Bonuszahlungen beim damaligen Mobilfunkkonzern neu aufgerollt wird.

BERLIN: Ein Jahr nach Einführung der LKW-Maut auf deutschen Autobahnen hat Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee eine positive Bilanz gezogen. Ein Teil des Güterverkehrs sei von der Straße auf die Schiene verlagert worden, sagte Tiefensee. Die Einnahmen liegen bei 2,85 Milliarden Euro. Nach Abzug der Betreiberkosten blieben dem Staat 2,4 Milliarden Euro. Die Hälfte davon soll laut Tiefensee dem Straßenverkehr zu Gute kommen. Im nächsten Jahr will der Minister die LKW-Maut auf einige Bundesstraßen ausweiten.

HAMBURG: Für die 240.000 Beschäftigten des Versicherungsgewerbes haben die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber einen neuen Tarifvertrag vereinbart. Er sieht Einkommensverbesserungen um zwei Prozent von April an vor. Im März wird es eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Im April 2007 steigen die Gehälter nochmals um ein Prozent. Die Zahl der Beschäftigen, mit denen längere Arbeitszeiten von bis zu 42 Stunden vereinbart werden können, wird erhöht.

WIESBADEN: Die deutsche Exportwirtschaft hat im Sommer vor allem im Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union einen kräftigen Zuwachs verbucht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Ausfuhren nach Russland und nach China im dritten Quartal um fast ein Viertel verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Überdurchschnittlich wuchsen auch die Exporte nach Südamerika und in die USA.

BASRA: Der britische Premierminister Tony Blair ist zu einem Truppenbesuch im Irak eingetroffen. Der Weihnachtsbesuch bei britischen Soldaten in Basra wurde wie üblich aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt. Aus Furcht vor Anschlägen Aufständischer herrschte bis zur Landung der aus Kuwait kommenden Blair-Maschine eine Nachrichtensperre.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds, IWF, wird 19 der ärmsten Länder der Welt zum 1. Januar deren gesamte Schulden in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar erlassen. Dies beschloß die IWF-Spitze in Washington. Ein Schuldenerlass für Mauretanien als 20. Land werde in wenigen Wochen folgen, teilte ein IWF-Sprecher weiter mit. Auch die Weltbank und die afrikanische Entwicklungsbank wollen noch in diesem Jahr über einen Schuldenerlass entscheiden. - Den Anstoß für die Entschuldungsinitiative hatten die sieben führenden Industrienationen und Russland bei ihrem G-8-Gipfel im Juli gegeben.

WASHINGTON: Der US-Senat hat beschlossen, die Gültigkeit der Anti-Terror-Gesetze 'Patriot Act' um sechs Monate zu verlängern. Einige Bestimmungen des Gesetzespakets wären sonst zum Jahresende ausgelaufen. In der vergangenen Woche hatten die oppositionellen Demokraten im Senat mit Unterstützung einiger Republikaner die Verlängerung verhindert und dies mit der Sorge um die Einschränkung von Freiheitsrechten begründet. Die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 beschlossenen Gesetze erleichtern unter anderem die Überwachung und das Abhören von Terrorverdächtigen.

JAKARTA: In Indonesien ist die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Vogelgrippe auf elf gestiegen. Tests der Weltgesundheits- Organisation WHO hätten die Infektion eines achtjährigen Jungen und eines 39-Jährigen mit dem Virus H5N1 nachgewiesen. Ebenfalls zwei weitere Vogelgrippe-Tote werden aus Vietnam gemeldet. Die beiden verstorbenen Mädchen seien mit dem Medikament Tamiflu behandelt worden, hätten aber eine Resistenz gegen das Präparat entwickelt.

KOUROU: Der europäische Wettersatellit MSG-2 ist in den Weltraum gestartet. Eine Ariane-5-Rakete brachte den zwei Tonnen schweren Satelliten von Kourou in Französisch-Guyana ins All. Schon kurz nach dem Start empfingen Bodenstationen die ersten Funksignale. --Vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan startete der russische Transporter Progress zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord des Transporters sind auch Weihnachtsgeschenke für die ISS-Besatzung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bedeckt und im Süden Schnee oder Schneeregen - nur im Norden freundliche Abschnitte. Höchstwerte zwischen Null und acht Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 4 Grad, fast wolkenlos; Berlin: 6 Grad, nach Regen; Dresden: 3 Grad, leichter Regen; Köln/Bonn: 5 Grad, Regen; Frankfurt am Main: 1 Grad, Sprühregen und München: minus 3 Grad, bedeckt.