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Nachrichten

Donnerstag, 22. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gegen Kritik verteidigt. Dieses Mandat sei über jeden vernünftigen völkerrechtlichen oder verfassungsrechtlichen Zweifel erhaben, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die Kanzlerin äußerte Verständnis dafür, dass Soldaten den Einsatz als Krieg bezeichneten und warnte vor einer Verharmlosung der Lage in dem Land am Hindukusch. Gerade nach dem Tod von sieben Bundeswehr-Angehörigen in zwei Wochen sei eine Bekenntnis des Parlaments zu der Mission wichtig. Deutschland könne von seinen Soldaten nicht Tapferkeit erwarten, wenn der Politik der Mut fehle, sich zu dem Einsatz zu bekennen. Zuvor hatte der Bundestag der sieben in den vergangenen Wochen gefallenen Soldaten gedacht.

AUGSBURG: Der wegen Misshandlung Jugendlicher und Veruntreuungsvorwürfen in die Kritik geratene Augsburger Bischof Mixa hat Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt angeboten. Das teilte die Pressestelle des Bistums mit und bestätigte damit einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen". Mixa habe seinen Schritt mit der anhaltenden öffentlichen Diskussion um seine Person und die damit verbundene Verunsicherung der Priester und Gläubigen begründet. Der Augsburger Bischof hatte Vorwürfe, in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Kinder geschlagen und Gelder einer Waisenhaustiftung satzungswidrig verwendet zu haben, zunächst geleugnet und erst nach und nach eingeräumt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Freiburgs Bischof Zollitsch, hatte Mixa am Mittwoch eine geistliche Auszeit angeraten.

FRANKFURT AM MAIN: Im Flugverkehr über Europa entspannt sich die Lage allmählich, nach fast einwöchiger Zwangspause wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island. Am Mittwoch konnten in Deutschland mehr als die Hälfte der üblichen Starts und Landungen abgewickelt werden. Zuvor hatte die Flugsicherung grünes Licht zur Wiederaufnahme des normalen Betriebs gegeben. Viele Gesellschaften wollen von diesem Donnerstag an wieder weitgehend nach Plan fliegen. Im europäischen Ausland wurden nach Angaben von Eurocontrol etwa 75 Prozent aller Verbindungen bedient. Zehntausende festsitzende Passagiere gelangten inzwischen zu ihren Zielorten.

LONDON: Die Deutsche Bahn und das britische Bus- und Zugunternehmen Arriva haben sich auf eine Übernahme durch das deutsche Unternehmen geeinigt. Der Preis liege bei umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro, teilte die Deutsche Bahn in London mit. Mit der Fusion entstehe ein internationales Verkehrs- und Logistikunternehmen, das die notwendige Größe, das Wissen und die Erfahrung habe, um im künftigen Wettbewerb bestehen zu können. Die Deutsche Bahn betreibt im Norden Englands bereits ein Nahverkehrsnetz. Arriva ist in zwölf europäischen Ländern, darunter Deutschland, mit Bus- und Regionalbahnlinien aktiv.

BISCHKEK: In Kirgisistan sollen am 10. Oktober ein neues Staatsoberhaupt und ein neues Parlament gewählt werden. Zuvor würden die Kirgisen noch über eine neue Verfassung abstimmen, sagte der für die Verfassungsreform zuständige Vize-Ministerpräsident der Übergangsregierung, Tekebajew, im staatlichen Fernsehen. Die neue Verfassung solle die Macht des Präsidenten einschränken und Kirgisistan in eine parlamentarische Demokratie umwandeln, sagte Tekebajew. Das Referendum ist für den 27. Juni angesetzt.

BELGIEN: In Belgien hat sich der Streit zwischen Flamen und Wallonen um eine Reform des Wahlrechts zu einer handfesten Regierungskrise zugespitzt. Die Regierung von Ministerpräsident Leterme könnte vor dem Aus stehen, da die flämischen Liberalen in der Nacht zum Donnerstag mit dem Bruch der Koalition gedroht haben. Der Regierungschef will nun im Parlament einen Lösungsvorschlag präsentieren. Umstritten ist das Wahlrecht in der Umgebung Brüssels, die zum niederländisch-sprachigen Flandern gehört, wo aber viele französisch-sprachige Belgier wohnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In einem Streifen von der Eifel bis zur Oberpfalz und an den Küsten längere Zeit sonnig; sonst wechselnd bewölkt mit einigen Schauern. Höchstwerte zwischen acht und 16 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, wolkig;

Berlin: 5 Grad, wolkig;

Dresden: 3 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn 2 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 5 Grad, wolkig und

München: 7 Grad, leicht bewölkt.

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