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Nachrichten

Donnerstag, 21.Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen an diesem Donnerstag zu Beratungen über die umstrittene Reform der Gemeinschaft zusammen. Bundeskanzlerin Angela Merkel strebt auf dem letzten Gipfel unter deutscher Ratspräsidentschaft in diesem Halbjahr eine Einigung auf einen neuen EU-Grundlagenvertrag an, der die gescheiterte europäische Verfassung ersetzen soll. - Auf dem auf zwei Tage angesetzten Gipfel werden schwierige Verhandlungen erwartet. Umstritten ist vor allem das Stimmengewicht der einzelnen Mitgliedsstaaten im EU-Rat, die europäische Grundrechtscharta und die künftige Außen - und Sicherheitspolitik der Union. - Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski bekräftigte im Streit um die Stimmenverteilung die Drohung mit einem Veto.

LONDON: Der scheidende britische Premierminister Tony Blair ist nach einem Bericht der BBC bereit, neuer Sondergesandter des so genannten Nahost-Quartetts zu werden. Nach Gesprächen mit US-Präsident George W. Bush und dessen Außenministerin Condoleezza Rice habe Blair sein Interesse an dieser Aufgabe bekundet, meldete der Sender. Ähnliche Berichte veröffentlichten die 'Washington Post und die 'New York Times'. - Dem Nahost-Quartett gehören die USA, die Vereinten Nationen, die EU und Russland an. - Blair hat seinen Rücktritt für den 27. Juni angekündigt.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag im Norden des Irak sind nach Angaben der Polizei mindestens 13 Menschen getötet worden. Der Täter sei mit einem mit Sprengstoff beladenden Lastwagen in Sulaiman Pek südlich von Kirkuk in das Gebäude der Stadtverwaltung gerast. - Bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe wurden südwestlich von Bagdad zwei US-Soldaten getötet.

KABUL: Im Osten Afghanistans ist ein Soldat der von der NATO geführten Internationalen Schutztruppe ISAF durch eine Mine getötet worden. Vier weitere Soldaten hätten Verletzungen erlitten, als der Sprengsatz unter ihrem Fahrzeug explodierte, teilte die NATO mit. Im Osten Afghanistans sind überwiegend US-Truppen stationiert. - Der Iran hat Vorwürfe zurückgewiesen, er beliefere die Taliban-Rebellen in Afghanistan mit Waffen. Diese Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage, sagte Vize-Außenminister Mehdi Safari in Teheran. - Die USA und Großbritannien hatten erklärt, in Afghanistan seien aus dem Iran stammende Waffen für die Taliban gefunden worden.

PJÖNGJANG: Der US-Sondergesandte für die Atomgespräche mit Nordkorea, Christopher Hill, ist zu Gesprächen in dem kommunistischen Land eingetroffen. Er hoffe, den Prozess der Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms vorantreiben zu können, sagte Hill nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei seiner Ankunft in Pjöngjang. - Die Verhandlungen waren ins Stocken geraten, weil sich die Freigabe von 20 Millionen Dollar der nordkoreanischen Regierung immer wieder verzögerte, die die USA in Macao blockiert hatten. Nach der kürzlichen Freigabe der Gelder lud die Regierung die Internationale Atomenergiebehörde zu Gesprächen über die Stilllegung seiner Nuklearanlage Yongbyon ein.

SARAJEVO: Die Behörden der bosnischen Serbenrepublik haben die Bankkonten von 33 Personen gesperrt, die im Verdacht stehen, die untergetauchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic unterstützt zu haben. Zu den mutmaßlichen Fluchthelfern gehören der ehemalige Präsident der bosnischen Serben, Mirko Sarovic, und Ex-Verteidigungsminister Bogdan Subotic, hieß es in Zeitungsberichten. - Karadzic, Präsident der bonischen Serben während des Krieges in den 90er Jahren, und sein damaliger Militärchef Mladic sind vom UN-Tribunal in den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Beide sind seit elf Jahren abgetaucht.

BERLIN: Nach den Protesten islamischer Staaten gegen die Verleihung der britischen Ritterwürde an den Romancier Salman Rushdie haben sich in Deutschland Schriftsteller und Verleger mit dem Autor solidarisiert. Seit 1989 gelte, wenn Rushdie gedroht werde, werde jedem Schriftsteller gedroht, heißt es in einem in Berlin veröffentlichten Schreiben. - Der indisch-britische Autor Salman Rushdie war am Samstag in London zum Ritter geschlagen worden. Der Iran, der Irak und Pakistan hatten diese Ehrung kritisiert. - Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini hatte 1989 gegen Rushdie wegen dessen Roman 'Die Satanischen Verse' eine Todesdrohung ausgesprochen. Muslime würden durch das Buch beleidigt.

LE BOURGET: Der europäische Flugzeug-Hersteller Airbus hat von der Fluggesellschaft 'Hong Kong Airlines' einen Großauftrag erhalten. Die Order umfasse 30 Maschinen des Typs A-320 und 20 Flugzeuge des Typs A-330, teilte Airbus auf der Flugschau in Le Bourget bei Paris mit. Zu Listenpreisen haben die Bestellungen ein Volumen von 5,6 Milliarden Dollar. - Die kolumbianische Gesellschaft Avianca bestellte 19 Airbus-Flugzeuge.

FRANKFURT AM MAIN: Die Lufthansa übernimmt ihre Schweizer Tochter SWISS zum 1. Juli dieses Jahres komplett. Dann halte sie über die Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100 Prozent des Aktienkapitals der Schweizer Airline, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Die Lufthansa war im Mai 2005 bei der SWISS eingestiegen und besitzt derzeit 49 Prozent der Anteile.Voraussetzung für die komplette Übernahme in den Lufthansa-Konzern war die Übertragung der internationalen SWISS-Verkehrsrechte auf die deutsche Fluggesellschaft gewesen.

FRANKFURT AM MAIN: Starker Regen und Gewitter haben den Luftverkehr in Frankfurt erheblich behindert. Nach den Angaben eines Sprechers musste allein die Lufthansa am größten Luftkreuz Deutschlands mehr als 90 Flüge annullieren. Die Fluggesellschaft rechnet damit, dass die Behinderungen den ganzen Tag andauern. Wegen der Störungen in Frankfurt kam es auch auf dem Düsseldorfer Flughafen zu Verspätungen. Zum Auftakt der Sommerferien in Nordrhein-Wesfalen gibt es hier ein erhöhtes Passagieraufkommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden, Osten und Südbayern Aufheiterungen, sonst im Tagesverlauf aufkommende Gewitter mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Höchstwerte 18 bis 26 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 17°, bedeckt°;
Berlin: 24°, stark bewölkt;
Dresden: 18°, Gewitter;
Köln/Bonn: 17°, nach Schauer;
Frankfurt am Main: 19°, bedeckt und
München: 23°, wolkig.

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