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Nachrichten

Donnerstag, 21. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat einen schweren Rückschlag erlitten für seine Pläne, das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba zu schließen. Mit großer Mehrheit sprach sich der Senat gegen die Verlegung der auf dem Militärstützpunkt festgehaltenen Häftlinge in die USA aus. Wie zuvor das Repräsentantenhaus stimmten auch die Senatoren dafür, die Bereitstellung von 80 Millionen Dollar für die Schließung des Lagers zu streichen. Obama will an diesem Donnerstag Details seiner Pläne vorstellen. Wie aus Regierungskreisen verlautete, soll erstmals einem Guantanamo-Häftling in den USA selbst der Prozess gemacht werden. Wie es heißt, soll ein Terrrorverdächtiger aus Tansania in New York vor Gericht gestellt werden. Der Mann soll 1998 an den Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania beteiligt gewesen sein, bei denen 224 Menschen starben.

NEW YORK: In den USA sind vier Männer festgenommen worden, die Terroranschläge in New York geplant haben sollen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wollten sie Bombenanschläge auf jüdische Einrichtungen im New Yorker Stadtbezirk Bronx verüben. Außerdem hätten sie beabsichtigt, Militärmaschinen des Luftwaffenstützpunkts Newburgh im Bundesstaat New York mit Boden-Luft-Raketen des Typs Stinger zu beschießen. Die Bundespolizei FBI habe über ein Jahr ermittelt, hieß es weiter. Um an die Waffen zu gelangen, hätten die Angeklagten einen FBI-Informanten kontaktiert, der sie mit Attrappen versorgt habe.

RANGUN: Der Prozess gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt worden. Offenbar als Reaktion auf internationale Kritik hatte die Militärjunta am Vortag ausländischen Diplomaten und Medienvertretern überraschend erlaubt, die Verhandlung zu beobachten. Suu Kyi wird vorgeworfen, gegen Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Die Friedensnobelpreisträgerin hatte unter mysteriösen Umständen Besuch von einem Amerikaner erhalten. US-Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete den Prozess als empörend. Ihre Regierung untersuche, ob Drittländer wie China oder Indien Druck auf die Militärjunta in Rangun ausüben könnten, um Suu Kyis Freilassung zu erreichen.

RÜSSELSHEIM: Die Opel-Beschäftigten wollen den angeschlagenen Autobauer im Notfall zusammen mit den Opel-Händlern selbst übernehmen. Falls die Angebote der drei Interessenten Fiat, Magna und Ripplewood nicht zum Zuge kämen, würden Arbeitnehmervertreter und Händler eine eigene Offerte vorlegen, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Summe könnte bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Davon entfielen eine Milliarde Euro auf einen Lohnverzicht der Beschäftigten und weitere 500 Millionen Euro auf den Rettungsfonds, den die 4000 Opel-Händler schon beschlossen haben. Es sei aber keine Mehrheitsübernahme der Arbeitnehmer geplant, so Franz weiter. Vielmehr solle die Mehrheit der US-Konzernmutter General Motors im Aufsichtsrat erhalten bleiben.

BREMEN: Mit den Auftritten zahlreicher Spitzenpolitiker nimmt der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag an diesem Donnerstag seine inhaltliche Arbeit auf. So besuchen unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan, das Treffen in Bremen. Zentrale Themen der Gespräche und Diskussionen sind die Bildung, Globalisierung, die Menschenwürde und hier vor allem der Umgang mit Flüchtlingen. Auch die 60-jährige Geschichte der Bundesrepublik soll auf dem Kirchentag bilanziert werden.

AACHEN: Der Gründer der katholischen Laiengemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, wird an diesem Donnerstag in Aachen mit dem Karlspreis 2009 ausgezeichnet. Geehrt wird der italienische Historiker für sein herausragendes Engagement für ein menschliches und solidarisches Europa, wie es in der Begründung des Karlspreis-Direktoriums heißt. Die von Riccardi 1968 mitbegründete Gemeinschaft Sant'Egidio hat nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Mitglieder in über 70 Ländern und setzt sich für arme und sozial benachteiligte Menschen ein. - Der Karlspreis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

MEXIKO-STADT/WASHINGTON: An der Schweinegrippe sind in Mexiko und den USA insgesamt drei weitere Menschen gestorben. Aus Mexiko wurde ein neues Todesoper gemeldet, in den USA starben zwei weitere Personen an der Seuche. Weltweit hat die Schweinegrippe nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bislang 87 Menschenleben gekostet. Inzwischen sind mehr als 10.000 Menschen von dem Grippevirus infiziert. - In Deutschland sind insgesamt 15 Menschen erkrankt. Aus Düsseldorf war am Mittwoch ein weiterer Schweinegrippen-Fall gemeldet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Südosten zunächst heiter, sonst bewölkt mit teils kräftigen Gewittern. Höchstwerte 20 Grad im Nordwesten und bis 30 Grad im Südosten.

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