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Nachrichten

Donnerstag, 21. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PORT-AU-PRINCE: Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti haben die Vereinten Nationen ein Beschäftigungsprogramm für den Karibikstaat angekündigt. Bis zu 220.000 Menschen sollen demnach bei Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau eingesetzt werden. Vielen Einwohnern werde damit wieder die Möglichkeit gegeben, Geld zu verdienen, erklärte ein UN-Sprecher. Auch mehr als eine Woche nach den verheerenden Erdstößen konnten vereinzelt noch Einwohner aus den Trümmern gerettet werden. Insgesamt wurden bislang mehr als 120 Menschen lebend geborgen. Zur Unterstützung der Hilfsarbeiten wollen die USA ihr Truppenkontingent in Haiti auf 16.000 Mann aufstocken. - Am Mittwoch war die Karibikinsel von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Dabei waren die Ruinen etlicher Häuser zusammengebrochen.


WASHINGTON: Nach der Niederlage seiner Demokraten bei der Senatswahl in Massachusetts hat US-Präsident Barack Obama den Republikanern Kompromissbereitschaft im Ringen um die Gesundheitsreform signalisiert. Er rate seinen Parteifreunden, sich auf die Punkte des umstrittenen Reformpakets zu konzentrieren, die bereits auf Zustimmung gestoßen seien, sagte Obama dem US-Fernsehsender ABC. Sein Sprecher Robert Gibbs ergänzte in Washington, Obama strebe gleichwohl weiterhin noch für dieses Jahr den Umbau des Gesundheitswesens an. - Die Demokraten hatten im Senat ihre strategische Mehrheit von 60 Sitzen verloren, mit der Obama dort bisher seine Gesetzesvorhaben auch gegen den Widerstand der Opposition durchbringen konnte.

BERLIN: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird frühestens Anfang März im Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Luftangriff im nordafghanischen Kundus aussagen. Union und SPD hätten sich auf diesen Kompromiss verständigt, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, der "Mitteldeutschen Zeitung" in Halle. Der Ausschuss nimmt an diesem Donnerstag seine Arbeit auf. Die Opposition will vor allem die Informationspannen nach dem Angriff auf zwei von Taliban gekaperte Tanklastwagen nahe Kundus aufklären. Dabei waren am 4. September laut NATO bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten. In den ersten drei Sitzungswochen wird der Ausschuss Militär-Experten anhören.

BERLIN/ TOULOUSE: Vor dem Spitzentreffen über die Kostenexplosion beim Airbus-Militärtransporter A400M an diesem Donnerstag ist das Management des EADS-Konzerns unter Druck geraten. Kurz vor dem Treffen in Berlin bescheinigte ein vertraulicher Bericht der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouse-Coopers dem Rüstungsunternehmen, über keine normale Finanzkontrolle für das Projekt zu verfügen. Dies sei ein Hauptgrund für den permanenten Anstieg der Kosten für den A400M um insgesamt rund elf Milliarden Euro. Erwartet werden in Berlin neben Vertretern der sieben Käuferländer auch EADS-Chef Louis Gallois und Airbus-Chef Tom Enders.

WASHINGTON: Die Wirtschaft kommt weltweit langsamer aus der Krise als von Fachleuten erwartet. In ihrer "Globalen Wirtschaftsprognose 2010" dämpft die Weltbank die Hoffnung auf ein rasches Wachstum. Die Lage an den Finanzmärkten bleibe schwierig und die private Nachfrage wegen der hohen Arbeitslosigkeit schwach. Somit werde auch in den nächsten zehn Jahren die Auswirkung der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise noch spürbar sein. Die Auswirkungen bekämen vor allem die Entwicklungsländer zu spüren, trotz einsetzender Erholung. - Nach der Weltbank-Prognose könnte die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 2,7 Prozent und im nächsten Jahr um 3,2 Prozent zulegen. 2009 war sie um 2,2 Prozent gesunken, der Handel war um mehr als 14 Prozent eingebrochen.

MADRID: Gemeinsam mit den USA beraten die EU-Staaten über bessere Vorkehrungen gegen Terroranschläge. Bei einem Ministertreffen im spanischen Toledo wird unter anderem nach einer gemeinsamen Linie zu den umstrittenen Körperscannern gesucht. Ebenso wie die USA nutzen Großbritannien und die Niederlande die Geräte bereits zur Suche nach Waffen und Sprengstoff. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte erklärt, er rechne mit einem Einsatz der Geräte an deutschen Flughäfen ab Mitte des Jahres. - An den informellen Beratungen der EU-Innenminister nimmt auf Einladung des spanischen EU-Ratsvorsitzes auch die US-Ministerin für Heimatschutz, Janet Napolitano, teil.

MOSKAU/ WARSCHAU: Russland hat nach der Ankündigung Polens, Patriot-Raketen an seiner Ostgrenze aufzustellen, laut einem Agenturbericht nochmals die Absicht bekräftigt, die Präsenz der russischen Marine in der Ostsee auszubauen. Die staatliche Nachrichtenagentur RIA bezog sich auf einen hochrangigen ungenannten Marinevertreter. Zuvor hatte das polnische Verteidigungsministeriums bekanntgegeben, man wolle die von den USA zugesagten Luftabwehrraketen im Norden des Landes unweit der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad installieren. - Ursprünglich sollten die Raketen nahe Warschau stationiert werden. Washington hatte Polen die Patriot-Raketen 2008 als Gegenleistung für eine Zustimmung zum damals geplanten US-Raketenabwehrschild in Mitteleuropa in Aussicht gestellt. Trotz des späteren Verzichts durch Präsident Barack Obama hielt Polen an seiner Forderung nach der Patriot-Stationierung fest.


JERUSALEM: Nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu müssen israelische Truppen auch nach einer möglichen Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates im Westjordanland stationiert bleiben. Dies sei nötig, um den Schmuggel von Waffen aus Jordanien in den dann voraussichtlich demilitarisierten Staat zu unterbinden, sagte Netanjahu beim Jahresempfang der Auslandspresse in Jerusalem. - Netanjahu machte zudem die Palästinenser für den Stillstand in den Nahost-Friedensverhandlungen verantwortlich. Sie hätten Vorbedingungen gestellt, die es zuvor nicht gegeben habe.

ZUM SPORT: Die deutschen Handballer haben im zweiten Vorrundenspiel der EM in Österreich die Chance auf den Hauptrunden-Einzug gewahrt. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand erkämpfte sich im Spiel gegen Slowenien ein 34:34 unentschieden. Am Freitag heißt der Gegner Rekord-Europameister Schweden. - Beim Afrika Cup in Angola hat Nigeria nach einem 3:0 Sieg über Mosambik das Viertelfinale erreicht. Im zweiten Spiel der Gruppe C siegten die bereits qualifizierten Ägypter mit 2:0 gegen Benin.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weitere Schneefälle von Südwesten und im Nordosten. Dazwischen teils wolkig, teils aufgeheitert. Maximal zwischen minus sieben und plus fünf Grad.

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