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Nachrichten

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

BERLIN: Verteidigungsminister Franz Josef Jung plant nach Informationen 'der Passauer Neuen Presse' die Entsendung von bis zu sechs Aufklärungsflugzeugen nach Afghanistan. Zudem sollen weitere 250 Bundeswehr-Soldaten in das Land geschickt werden. Jung komme einer Bitte der NATO nach. Die Zeitung beruft sich dabei auf Koalitionskreise. Die Tornado-Jets sollten den Kampf gegen die Taliban unterstützen. Der Einsatz sei regional nicht beschränkt und werde auch den umkämpften Süden Afghanistans umfassen. Jung halte ein neues Bundestagsmandat für nicht erforderlich, heißt es weiter. Inzwischen erklärte das Bundesverteidigungsministerium, dass es in dieser Frage noch keine Entscheidung gebe. Bislang liege nur die Anfrage der NATO vor, so ein Ministeriumssprecher.

WASHINGTON: Die US-Regierung plant angesichts anhaltender Einsätze im Irak und in Afghanistan Änderungen bei den Streitkräften. US-Präsident George W. Bush sagte, es gebe Überlegungen, die Truppenzahl insgesamt zu erhöhen. Über eine Verlegung weiterer Soldaten in den Irak sei aber noch nicht entschieden. Der neue Verteidigungsminister Robert Gates beriet bei einem überraschend anberaumten Irak-Besuch mit US-Generälen über eine Verstärkung des Kontingents. Die Kommandeure hätten sich skeptisch gezeigt, sagte Gates. Sie befürchten den Angaben zufolge, dass eine Aufstockung der US-Truppen die geplante Übergabe der Verantwortung an irakische Sicherheitskräfte verzögern könnte.

MOSKAU: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Moskau mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs dürften die Beziehungen zwischen Russland und der EU stehen. Verhandlungen über ein neues Kooperationabkommen werden derzeit von Polen blockiert. Steinmeier will zudem Menschenrechtsfragen ansprechen. Unmittelbar vor dem Treffen mit Lawrow hatte Steinmeier eine rasche Aufklärung der Morde an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja und dem früheren Agenten Alexander Litwinenko angemahnt. Zu den weiteren Programmpunkten des Ministers gehören Gespräche mit Präsident Wladimir Putin sowie mit Abgeordneten und Bürgerrechtlern.

ASCHCHABAT: Der turkmenische Präsident Saparmurat Nijasow ist tot. Der 66-Jährige regierte die frühere zentralasiatische Sowjetrepublik seit 21 Jahren. Nach Angaben des turkmenischen Fernsehens ist Nijasow an Herzversagen gestorben. Der autoritär regierende Nijasow hatte sich 'Vater aller Turkmenen' genannt und einen exzessiven Personenkult betrieben. Er war wegen massiver Verstöße gegen die Menschen- und Bürgerrechte seit langem in der Kritik. LONDON: Wegen dichten Nebels auf dem Flughafen in London-Heathrow müssen zehntausende Passagiere mit erheblichen Behinderungen rechnen. Die Gesellschaft British Airways strich nach eigenen Angaben rund 180 Verbindungen. Betroffen seien alle Inlandsflüge und mehrere europäische Strecken auch nach Deutschland. Bereits am Mittwoch waren in Heathrow mehr als 220 Flüge ausgefallen.

CAPE CANAVERAL: Wegen schlechten Wetters kann die US-Raumfähre 'Discovery' mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord wahrscheinlich nicht wie geplant in Cape Caneveral landen. Deshalb müsse die Raumfähre am Freitag entweder auf den Landeplatz White Sands im US-Bundesstaat New Mexiko oder auf die Luftwaffenbasis Edwards in Kalifornien ausweichen, teilte die NASA mit. Der Astronaut Reiter war rund fünfeinhalb Monate im Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS.

BERLIN: Die Regierungskoalition fordert, die Preispolitik der Energiekonzerne grundsätzlich genauer zu überprüfen. Der Staatssekretär im Umweltministerium, Michael Müller, sagte in einem Interview der Berliner Zeitung, es könne nicht sein, dass Privatkunden doppelt so viel zahlten wie die Industrie. Auch die Privathaushalte müssten entlastet werden. Zuvor hatte das Bundeskartellamt den zweitgrößten deutschen Stromanbieter RWE wegen zu hoher Strompreise für Industriekunden abgemahnt. SPD-Fraktions-Vize Ulrich Kelber sprach sich dafür aus, einen Teil des Geldes an die Verbraucher zurückzugeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, örtlich leichter Nieselregen, in höheren Lagen auch Schnee. Tageshöchstwerte null bis zehn Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 7 Grad, Nieselregen;

Berlin: 6 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 4 Grad, Nebel;

Köln/Bonn: 4 Grad, Nieselregen;

Frankfurt am Main: 5 Grad, Nieselregen und

München: 1 Grad, bedeckt.

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