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Nachrichten

Donnerstag, 20. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Einen Tag nach der Militäroffensive gegen die oppositionellen sogenannten Rothemden in Thailands Hauptstadt ist die Lage gespannt. Soldaten räumten einen Tempel, in dem mehrere tausend Anhänger der Opposition sowie Frauen und Kinder Zuflucht gesucht hatten. Die Armee wies Anschuldigungen zurück, Schuld am Tod von neun Menschen zu sein. Deren Leichen waren auf dem Tempelgelände entdeckt worden. Augenzeugen berichten zudem von Schießereien im ehemals besetzten Geschäftsviertel von Bangkok. Die Feuerwehr bemüht sich, die zahlreichen Brände unter Kontrolle zu bekommen. Aus Wut über das Ende ihrer gut zweimonatigen Protestaktion hatten am Mittwoch zahllose Demonstranten Gebäude angezündet, darunter die Börse, mehrere Banken und eine Luxus-Einkaufsmeile.

ATHEN: Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ist das öffentliche Leben in Griechenland durch einen Generalstreik weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen den drastischen Sparkurs der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts. Fähren, Busse und U-Bahnen blieben in ihren Depots. Geschlossen sind auch Ministerien, Steuerämter, Schulen und Universitäten. Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Bis Ende 2012 müssen die Griechen insgesamt 30 Milliarden Euro einsparen. Das Programm der Regierung sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche Einsparungen im Sozialbereich vor.

WASHINGTON: Die von US-Präsident Obama geplante Finanzreform zur stärkeren Kontrolle der Wall Street stößt auf unerwartet heftigen Widerstand. Den oppositionellen Republikanern gelang es, eine rasche Verabschiedung im Senat zu blockieren. Zwei Senatoren aus Obamas Partei stimmten mit den Republikanern und verhalfen ihnen damit zu einer Sperrminorität. Eine neue Abstimmung wurde für diesen Donnerstag anberaumt. Die Finanzreform gilt als eines der wichtigsten innenpolitischen Vorhaben des Präsidenten. Obama will damit vor allem die Banken stärker überwachen.

BERLIN: Einen Tag vor der Entscheidung zum Euro-Hilfspaket beraten die Bundestagsfraktionen an diesem Donnerstag über die geplanten deutschen Garantien von bis zu 148 Milliarden Euro. Die Bundesregierung will dabei noch bestehende Zweifel ausräumen. Finanzminister Schäuble hat zudem zu einer internationalen Finanzmarktkonferenz in Berlin eingeladen. Dabei geht es auch um eine internationale Finanztransaktionssteuer, die inzwischen von Kanzlerin Merkel unterstützt wird.

DÜSSELDORF: In Nordrhein-Westfalen wollen SPD und Grüne an diesem Donnerstag die Chancen für eine Koalitionsregierung mit der Linkspartei ausloten. Dazu kommen elf Tage nach der Landtagswahl Vertreter der drei Parteien zu einem Sondierungsgespräch in Düsseldorf zusammen. Die SPD-Landesvorsitzende Kraft hatte die Linke im Wahlkampf als regierungsunfähig bezeichnet, ein Bündnis aber nicht kategorisch ausgeschlossen. Nach dem knappen Wahlausgang sind SPD und Grüne auf einen dritten Partner angewiesen. Die FDP schlug ein entsprechendes Angebot bereits aus. Außer Rot-Rot-Grün ist in Nordrhein-Westfalen noch eine große Koalition aus CDU und SPD möglich.

ANKARA: Drei Tage nach der Methangasexplosion in einem Kohlebergwerk im Norden der Türkei sind die Leichen von 28 verschütteten Kumpeln entdeckt worden. Die Männer waren in der Grube Karadon in 540 Meter Tiefe verschüttet worden. Zwei Bergleute werden noch vermisst.

WASHINGTON: Als Konsequenz aus der Ölpest im Golf von Mexiko wird die US-Kontrollbehörde für Tiefsee-Bohrungen umgebaut. Ihre Aufgaben werden nach einer Entscheidung der Regierung künftig in drei Bereiche gegliedert und auf unabhängige Einrichtungen verteilt. Der Kontrollbehörde war vorgeworfen worden, dem britischen BP-Konzern als Betreiber der untergegangenen Plattform "Deepwater Horizon" und anderen Konzernen Bohrgenehmigungen erteilt zu haben, obwohl diese die gesetzlichen Auflagen nicht erfüllten. - Öl aus dem leckgeschlagenen Bohrloch bedroht inzwischen das für seinen Artenreichtum bekannte Marschland an der Küste des US-Bundesstaates Louisiana. Eine größere Menge Öl war am Mittwoch dort an Land gespült worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und zeitweise Regen. Im Nordwesten auch längere freundliche Abschnitte. Es wird etwas milder mit Tageswerten zwischen zwölf Grad im Alpenvorland und bis 20 Grad am Niederrhein.

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