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Nachrichten

Donnerstag, 20. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag.

MOSKAU: Die iranische Führung zeigt sich im Atomkonflikt unbeeindruckt von der wachsenden internationalen Kritik. In Kürze würden weitere Zentrifugen zur Uran-Anreicherung in Betrieb genommen, kündigten Mitglieder einer iranischen Delegation bei einem überraschenden Treffen mit Vertretern der EU in Moskau an. US-Außenministerin Condoleezza Rice bekräftigte, dass die USA notfalls zu einem Militäreinsatz gegen den Iran bereit seien. Die USA würden im Verbund mit anderen Ländern gegebenenfalls auch ohne UN-Mandat gegen den Iran vorgehen. Noch glaube sie jedoch an eine diplomatische Lösung des Konfliktes, sagte Rice in Washington.

ROM: Ungeachtet der Bestätigung des Wahlergebnisses durch das höchste italienische Gericht sträubt sich Ministerpräsident Silvio Berlusconi weiter dagegen, den Sieg seines Herausforderers Romano Prodi bei der Parlamentswahl anzuerkennen. Berlusconis Mitte-Rechts- Lager plane mit neuen Einsprüchen vor das Verwaltungsgericht zu ziehen, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Das Kassationsgericht in Rom hatte am Mittwoch das oppositionelle Mitte-Links-Bündnis zum Sieger erklärt. Demnach erhielt Prodis Bündnis bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus etwa 25.000 Stimmen mehr als das Regierungslager. Prodi kündigte an, er wolle nun rasch eine neue Regierung bilden.

BUKAREST: Die Donau-Anrainer Serbien-Montenegro, Ungarn und Rumänien wollen künftig gemeinsam gegen Überschwemmungen vorgehen. Das vereinbarten die Außenminister der drei Nachbarstaaten. Erste Maßnahmen sollen nach den Worten des serbischen Außenministers Vuk Draskovic umgehend abgesprochen und eingeleitet werden. Das Donau- Hochwasser ist vor allem in Teilen Rumäniens weiter bedrohlich. Nach einem Dammbruch im Süden des Landes sind erneut tausende Menschen vor den Wassermassen aus ihren Häusern geflohen. Es wird erwartet, dass die Donau weiter ansteigt.

SEATTLE: China will nach den Worten von Präsident Hu Jintao den riesigen Überschuss im Handel mit den USA verringern. Sein Land habe bereits seine Einfuhren aus den Vereinigten Staaten gesteigert, sagte Hu bei einem Treffen mit amerikanischen Regierungsvertretern und Unternehmensführern in der Nähe von Seattle. Handelsfragen sollten aber nicht politisiert werden, betonte der Staatschef. China exportiert deutlich mehr in die USA, als es von dort einführt. US-Politiker fürchten deshalb um Arbeitsplätze im eigenen Land. An diesem Donnerstag wird Hu in Washington von Präsident George W. Bush empfangen.

WASHINGTON: Das US-Verteidigungsministerium hat die Namen und Nationalitäten von mehr als 550 Häftlingen im Gefangenenlager Guantanamo veröffentlicht. Die Liste mit den Daten wurde ohne weiteren Kommentar auf die Internetseite des Pentagons gestellt. Im März hatte das Pentagon bereits Akten mit Aufzeichungen von Anhörungen der Terrorverdächtigen frei gegegeben. Damit kam das amerikanische Verteidigungsministerium einer gerichtlichen Anordnung nach.

NÜRNBERG: Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit im Bereich der so genannten Altersteilzeit sind nach Informationen der Tageszeitung 'Die Welt' um etwa zwanzig Prozent gestiegen. Die Nürnberger Behörde habe im ersten Quartal dafür mehr als 300 Millionen Euro ausgegeben, schreibt das Blatt. Im Vorjahreszeitraum seien es knapp 260 Millionen gewesen. Das Altersteilzeitgesetz bietet die Möglichkeit, die Arbeitszeit mit 55 Jahren auf die Hälfte zu vermindern. Die Bundesagentur gibt einen Zuschuss, wenn dafür Arbeitslose eingestellt und Auszubildende übernommen werden.

KATHMANDU: Tausende Gegner der autoritären Herrschaft des nepalesischen Königs Gyanendra haben sich am Rande der Hauptstadt versammelt. Die Demonstranten wollen sich an einer Großkundgebung in Kathmandu beteiligen, zu der die Oppositionsparteien aufgerufen haben. Die Polizei verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen. Am Stadtrand wurden in kurzen Abständen Polizeiposten errichtet, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu kontrollieren. Die Polizei drohte damit, auf Demonstranten zu schießen, die in die Sperrzone eindringen. Auf Lastwagen patrouillieren Soldaten in der Innenstadt. Sprecher der Opposition bekräftigten, die Großkundgebung in Kathmandu werde ungeachtet der Ausgangssperre stattfinden.

JAKARTA: Bei Überschwemmungen und Erdrutschen im Osten der indonesischen Insel Java sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Distrikt Bendungan rutschte ein durchweichter Hang ab und begrub mehrere Häuser unter sich. Dem Erdrutsch waren heftige Monsunregenfälle vorangegangen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Häufig Sonne, nur im Norden bewölkt mit etwas Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen elf und 22 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 8 Grad, regnerisch, Berlin: 9 Grad, leicht bewölkt, Dresden: 9 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 6 Grad, wolkig, Frankfurt am Main: 7 Grad, fast wolkenlos und München: 6 Grad, wolkenlos.