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Nachrichten

Donnerstag, 2. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHNGTON: Unter Vermittlung der USA nehmen Israel und Palästinenser ihre direkten Friedensverhandlungen nach zweijähriger Unterbrechung wieder auf. Vor den Gesprächen versicherten Israels Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas, sie wollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu erreichen. Netanjahu erklärte, er strebe einen historischen Kompromiss an und nannte Abbas seinen Friedenspartner. Abbas rief zu einem Ende der Gewalt auf, nachdem im Westjordanland erneut auf Israelis geschossen worden war.

WASHINGTON: Die Weltbank hat ihre Hilfen für das unter massiven Überschwemmungen leidende Pakistan auf umgerechnet 780 Millionen Euro erhöht. Das teilte Weltbank-Chef Zoellick nach einem Treffen mit dem pakistanischen Finanzminister Shaikh in Washington mit. Das Geld solle sowohl für die Nothilfe als auch für den langfristigen Wiederaufbau benutzt werden, sagte Zoellick. Unterdessen beklagen die Vereinten Nationen den mangelnden Spendenfluss für Pakistan. Bislang seien erst rund 63 Prozent der dringend benötigten Mittel eingegangen, sagte der Chef des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe, Bessler. Noch immer seien acht Millionen Menschen auf sofortige Hilfe angewiesen.

FRANKFURT AM MAIN: Die Hinweise auf eine vorzeitige Entlassung des umstrittenen Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin verdichten sich. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" hat sich der Vorstand der Notenbank intern schon für die Trennung von Sarrazin ausgesprochen, der vor allem wegen seiner These, muslimischen Zuwanderern fehle es an Integrationswillen, in der Kritik steht. Es gehe nur noch darum, wie man Sarrazins Chancen bei einer Klage gegen eine Entlassung verringern könne, heißt es in dem Blatt weiter. Offiziell lässt die Bundesbank die Zukunft ihres Vorstandsmitglieds noch offen. Der 65-Jährige schließt inzwischen jedoch auch selbst ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt nicht mehr aus. Entsprechend äußerte sich der frühere Berliner Finanzsenator im deutschen Fernsehen.

BERLIN: Die CSU verlangt Änderungen am Sparpaket der Bundesregierung. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich kritisierte, dass die Einschnitte in die Städtebauförderung zu stark seien. Zudem gefährde der geplante Wegfall von Vergünstigungen bei der Ökosteuer energieintensive mittelständische Unternehmen. Hier dürften nicht blindlings industrielle Strukturen zerstört werden, so Friedrich weiter. Kritisch äußerte er sich auch zu den Einsparzielen für die Bundeswehr. So sei über den Vorschlag von Verteidigungsminister zu Guttenberg, die Truppe um rund ein Drittel auf 165.000 Soldaten zu verkleinern, noch nicht das letzte Wort gesprochen.

SANTIAGO DE CHILE: Die Bohrarbeiten zur Rettung der 33 eingeschlossenen chilenischen Bergleute sind nach nur 20 Metern unterbrochen worden. Grund seien Unregelmäßigkeiten im bisher durchbohrten Gestein, teilte der leitende Ingenieur mit. Dies sei während der ersten 100 Meter jedoch normal und erwartet worden. Die Wände des Bohrschachts sollen jetzt mit Beton verstärkt werden. Bis die seit Anfang August in 700 Metern Tiefe festsitzenden Kumpel erreicht werden können, sollen sie durch ein striktes Beschäftigungsprogramm körperlich und geistig fit gehalten werden. Experten rechnen, dass die Bergungsaktion bis zu vier Monate dauern kann.

MIAMI: An der Ostküste der USA blicken Millionen Menschen mit Sorge auf den herannahenden Wirbelsturm "Earl", der über dem Atlantik weiter an Kraft gewonnen hat. Seit 1991 habe es keinen so kraftvollen Sturm mehr gegeben, der in einem so breiten Streifen auf die Küste treffen könnte, sagte ein Sprecher des Nationalen Hurrikanzentrums in Miami. Zuletzt wurden bei "Earl" Spitzenböen von 220 Kilometern in der Stunde gemessen. In den Bundesstaten North Carolina, Virginia und Maryland wurde vorsorglich bereits der Notstand ausgerufen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, gelegentlich Schauer. Von Baden über Schwaben bis zu den Alpen mehr Sonne und dort überwiegend niederschlagsfrei. Tageshöchstwerte je nach Bewölkung 15 bis 20 Grad.

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