1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BONN / BERLIN: Das Winterwetter hat Deutschland fest im Griff. Anhaltende Schneefälle vor allem im Norden und in der Mitte sorgen weiter für Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Züge haben ihre Fahrt einstellen müssen. Hauptprobleme waren Schneeverwehungen, umgestürzte Bäume auf den Schienen und zerstörte Oberleitungen. Hunderte Bahnreisende sitzen auf Bahnhöfen fest. Im Norden und Osten Deutschlands wurden einige Straßen gesperrt, auch Teile von Autobahnen waren zeitweise betroffen. An den Flughäfen Frankfurt am Main und München führten Schneefälle zu Flugausfällen. -- Massive winterliche Verkehrsbehinderungen werden auch aus anderen Teilen Europas gemeldet, so aus Großbritannien, Belgien und Frankreich. Etwa die Hälfte der Eurostar-Züge fallen aus.

WASHINGTON: Ungeachtet wiederholter öffentlicher Bekundungen über ein verbessertes Verhältnis sehen die USA Russlands Führung anscheinend mit tiefer Skepsis. Das geht nach Berichten der "New York Times" und der "Washington Post" aus den von der Internetplattform Wikileaks veröffentlichten Depeschen amerikanischer Diplomaten hervor. Das russische System werde darin als korrupt bis mafiös, stark zentralisiert und manchmal brutal charakterisiert. Auch die Regierung wird demnach äußerst kritisch beurteilt. In Berichten der US-Botschaft aus dem Jahr 2009 wird Moskau zudem mangelnde Transparenz bei der Kooperation in Verteidigungsfragen vorgeworfen.

WASHINGTON: Nach der Veröffentlichung brisanter Dokumente durch die Internet-Plattform Wikileaks stellt die US-Regierung den Schutz ihrer Datenbanken umfassend auf den Prüfstand. Präsident Obama setzte einen Sonderbeauftragten zur Verhinderung weiterer Datenlecks ein. Der Vize-Direktor des Zentrums für Anti-Terror-Maßnahmen, Travers, sei künftig dafür verantwortlich, "notwendige Strukturreformen" zu entwickeln, teilte das Weiße Haus mit. - Unterdessen wurde bekannt, dass Washington mit der Ausbildung afghanischer Polizisten durch Deutschland offenbar äußerst unzufrieden ist. US-Vizepräsident Biden wird in einem von Wikileaks veröffentlichten Dokument mit den Worten zitiert, Deutschland habe beim Training der Polizisten "kompletten Mist gebaut". Die Bundesregierung trägt seit acht Jahren die Hauptverantwortung für die Polizei-Ausbildung in Afghanistan.

JERUSALEM: Israel hat den Bau neuer Wohnungen in einem umstrittenen Stadtviertel bei Jerusalem angekündigt. Das Innenministerium habe 625 neue Wohneinheiten in Pisgat Seew im Osten genehmigt, heißt es in Rundfunkberichten. Das Viertel gehört zum Westjordanland, wurde von Israel aber nach Jerusalem eingemeindet - ein Schritt der international nicht anerkannt wurde.

DÜSSELDORF: Bundesarbeitsministerin von der Leyen will den Arbeitsmarktzugang für ausländische Fachkräfte erleichtern. Um dies zu erreichen, wolle sie für eine Auswahl von Berufen mit besonders starkem Fachkräftemangel die rechtlichen Zuwanderungshürden senken. Vor allem Ingenieure für den Elektro-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Ärzte würden gesucht. Eine entsprechende Liste werde derzeit erstellt, sagte die CDU-Politikerin dem "Handelsblatt". – Nach den bisherigen Regeln dürfen Arbeitgeber grundsätzlich nur dann eine ausländische Fachkraft einstellen, wenn die Arbeitsagentur keinen inländischen Bewerber findet.

ZÜRICH: Das Golfemirat Katar hat den Fußball-Weltverband FIFA zu einem "mutigen Schritt" bei der Entscheidung über den Austragungsort der Weltmeisterschaft 2022 aufgerufen. Es sei kein Risiko, das größte Fußballturnier der Welt in den Mittleren Osten zu vergeben, sagte Delegationsleiter Thawadi bei der Präsentation der katarischen Bewerbung in Zürich. Katar habe das nötige Geld und die Technik, alle logistischen Herausforderungen einschließlich der Hitze zu überwinden. Überschattet von einer Reihe von Korruptionsskandalen entscheidet das Exekutivkomitee der FIFA an diesem Donnerstag über die Ausrichter der WM für 2018 und 2022. --- Auf den Zuschlag für die Endrunde 2018 hoffen England, Russland und jeweils gemeinsam Spanien und Portugal sowie Belgien und die Niederlande. Für das Turnier 2022 bewerben sich neben Katar die USA, Australien, Japan und Südkorea.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Norden zeitweise weiterer Schneefall. Im Süden kaum noch Schnee, einige Auflockerungen. Tageswerte zwischen minus elf und minus zwei Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema