1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 2. August 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

MINNEAPOLIS: In der Stadt Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota ist eine der wichtigsten Brücken über den Mississippi während der abendlichen Rush-Hour eingestürzt. Mindestens neun Menschen wurden nach Medienberichten tot geborgen, etwa 60 verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die Bergungsarbeiten mussten inzwischen wegen der Dunkelheit unterbrochen werden. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Toten noch steigt. 20 Menschen werden vermisst. Durch den Einsturz ist bis auf weiteres auch der Transportweg für Getreide über den Mississippi gesperrt. Die Einsturzursache ist unklar. Auf der Brücke waren Bauarbeiten im Gange.

KABUL: Südkoreas Botschafter in Afghanistan will sich an diesem Donnerstag offenbar zu direkten Gesprächen mit den Taliban treffen, um über eine Freilassung der 21 südkoreanischen Geiseln zu verhandeln. Der Leiter einer Delegation, die bisher mit den Taliban verhandelt hat, teilte mit, bisher sei noch kein geeignter Ort für ein Treffen gefunden worden. Südkorea und die USA hatten zuvor versichert, man wolle die Geiseln ohne den Einsatz von Gewalt freibekommen. Nach Taliban-Angaben sind alle Geiseln noch am Leben; zwei von ihnen gehe es gesundheitlich aber sehr schlecht.

RAMALLAH: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die Rolle von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas gewürdigt, für die Sicherheit der Palästinenser sorgen zu wollen. Nach einem Gespräch mit Abbas in Ramallah warb sie für die für Herbst in den USA geplante Nahost-Friedenskonferenz. Dabei gehe es nicht nur um einen reinen Fototermin. Abbas zeigte sich grundsätzlich bereit, mit Israel an einer Prinzipien-Erklärung als Vorstufe eines Friedensvertrages zusammenzuarbeiten. Rice hatte zuvor bei einem Treffen mit Übergangsregierungschef Salam Fajad ein 80-Millionen-Dollar-Rahmenabkommen zur Reform der Sicherheitskräfte unterzeichnet.

NEW YORK: Die USA und Großbritannien verlangen ein stärkeres Engagement der Vereinten Nationen im Irak. Sie legten dem Weltsicherheitsrat einen entsprechenden Resolutionsentwurf vor. Danach sollte das Personal der UN-Mission im Irak UNAMI deutlich aufgestockt werden, um vor allem bei der nationalen Aussöhnung behilflich zu sein. Die Regierung der nationalen Einheit steckt derzeit in der Krise. Am Mittwoch berief die größte sunnitische Fraktion ihre Minister ab. US-Präsident George W. Bush rief Ministerpräsident Nuri al-Maliki zu Reformen und zur Aussöhnung aller rivalisierenden Fraktionen auf.

TRIPOLIS: Libyen hat nach eigenen Angaben ein umfangreiches Rüstungsgeschäft mit Frankreich vereinbart. Unter anderem habe Frankreich die Lieferung von Panzerabwehr-Raketen im Wert von 100 Millionen Euro zugesagt, teilte der Sohn des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi mit. Das Waffengeschäft habe auch bei der Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern aus libyscher Haft eine Rolle gespielt. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wies diese Darstellung zurück. Es habe keine Gegenleistung für die Freilassung der Bulgarinnen gegeben.

BELGRAD: Serbien zeigt sich offen für eine Kompromisslösung im Streit um den künftigen Status der Provinz Kosovo. Außenminister Vuk Jeremic sagte der BBC, man sei bereit, dem mehrheitlich von Albanern bewohnten Kosovo die - so wörtlich - größtmögliche Autonomie in der Welt zuzugestehen. Dabei könnte Serbien auch auf einige Souveränitätsvorrechte verzichten. Das Kosovo sollte aber im Gegenzug einige seiner Unabhängigkeitsforderungen aufgeben. Der Plan von UN-Vermittler Martthi Ahtisaari einer Unabhängigkeit unter internationaler Überwachung wird von Serbien abgelehnt. Eine Troika aus Diplomaten der EU, Russlands und der USA soll nun neue Verhandlungen beider Seiten anstoßen.

ABUJA: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trifft im Rahmen seines Besuchs in Nigeria heute den neuen Präsidenten des Landes, Umaru Yar'Adua. Bei Gesprächen mit der Regierung Nigerias hatte Steinmeier gestern die nach langem Ringen vereinbarte Entsendung einer internationalen Friedenstruppe in die sudanesische Krisenprovinz Darfur begrüßt. Dabei lobte er vor allem das Engagement der afrikanischen Staaten bei der neuen Mission. Zugleich würdigte Steinmeier Nigerias bisheriges Vermittlungsengagement in der Darfur-Krise.

HAGEN: Das juristische Tauziehen um die Rechtmäßigkeit der geplanten unbefristeten bundesweiten Streiks der Lokführer geht weiter. Das Arbeitsgericht Hagen will über einen Antrag der Bahn-Güterverkehrstochter Railion Deutschland befinden. Das Unternehmen möchte erreichen, dass die Urabstimmung der Lokführergewerkschaft GDL über Streiks untersagt wird. Die Lokführergewerkschaft sieht in den Streiks ihr letztes Mittel, um der von den Arbeitgebern bereits mehrfach abgelehnten Forderung nach Lohnerhöhungen für die Zugführer von bis zu 31 Prozent Nachdruck zu verleihen. In Berlin beraten heute die Verkehrsminister der Bundesländer über die umstrittene Teilprivatisierung der Bahn, die das Bundeskabinett beschlossen hat.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Südwesten nach Nordosten zieht eine Regenfront über Deutschland hinweg. An der Nordsee und im östlichen Bayern zunächst noch heiter. Höchstwerte 20 bis 27 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 18 Grad, bedeckt;
Berlin: 22 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 23 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 20 Grad, nach Regen;
Frankfurt am Main: 20 Grad, bedeckt und
München: 24 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema