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Nachrichten

Donnerstag, 19. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unmittelbar vor dem EU-Gipfel in Brüssel dazu aufgerufen, gemeinsam die Finanz- und Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Das Motto des Gipfels müsse Kooperation statt Abschottung heißen, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag in Berlin. Es gehe darum, nationale Maßnahmen besser abzustimmen, damit sie sich nicht gegenseitig behinderten. Um eine Wiederholung der gegenwärtigen Krise zu vermeiden, seien auch weltweite Maßnahmen nötig, betonte die Kanzlerin. Dies müsse Anfang April beim G20-Gipfel in London und auch beim Klimagipfel Ende des Jahres in Kopenhagen im Vordergrund stehen. Das Treffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs zum weiteren Vorgehen der Gemeinschaft im Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise beginnt am Donnerstagnachmittag.

PARIS: In Frankreich haben Gewerkschaften und Oppositionsparteien für diesen Donnerstag zu Streiks und Massenkundgebungen gegen die Krisenpolitik von Präsident Nicholas Sarkozy aufgerufen. Die Eisenbahner legten bereits in der Nacht die Arbeit nieder. Besonders der Fernverkehr ist dadurch stark beeinträchtigt. Auch in Krankenhäusern, Postämtern und vielen Unternehmen wollen die Beschäftigten in den Streik treten. Die Schulen blieben vielerorts geschlossen. Die Gewerkschaften fordern weitere staatliche Maßnahmen zur Förderung der Konjunktur. Nach einem ähnlichen Protesttag Ende Januar hatte Sarkozy zusätzliche 2,6 Milliarden Euro für soziale Maßnahmen zugesagt.

WASHINGTON: Im Kampf gegen die Rezession will die US-Notenbank die Kreditmärkte mit mehr als einer Billion Dollar zusätzlich stützen und die Wirtschaft ankurbeln. Man werde innerhalb der nächsten sechs Monate langlaufende Staatsanleihen im Volumen von bis zu 300 Milliarden Dollar aufkaufen, teilte die Fed mit. Ziel ist, die Marktzinsen zu drücken. Zudem wurde der Erwerb hypothekenbesicherter Anleihen im Umfang von weiteren 750 Milliarden Dollar angekündigt. Die Papiere sind durch die Immobilienkrise praktisch wertlos geworden. - Fed-Chef Ben Bernanke kommentierte, die ökonomische Situation habe sich seit dem letzten Treffen der Notenbanker im Januar weiter verschlechtert. Man wolle nun alle Mittel einsetzen, um Schlimmeres zu verhindern. - Die US-Aktienmärkte schlossen am Mittwoch fester.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat Admiral James Stavridis für den Posten des Oberkommandierenden der NATO nominiert. Dies teilte Verteidigungsminister Robert Gates in Washington mit. Stavridis soll General John Craddock ablösen, der seit 2006 NATO-Oberbefehlshaber ist. - Die USA haben in der NATO das Vorschlagsrecht für die Benennung des Oberkommandierenden, während der Generalsekretär der Allianz traditionell ein Europäer oder ein Kanadier ist.

RAMALLAH: Israelische Sicherheitskräfte haben bei einer Razzia im Westjordanland zehn führende Mitglieder der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas festgenommen. Eine Sprecherin des israelischen Militärs erklärte, die Festgenommenen hätten versucht, Terroraktivitäten in der Region voranzutreiben. - Am Dienstag waren unter ägyptischer Vermittlung geführte Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas über die Freilassung des 2006 im Gaza-Streifen verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit gescheitert.

WIEN: Im Prozess um den Inzestfall im österreichischen Amstetten hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten Josef Fritzl gefordert. Der 73-Jährige habe sich unter anderem des Mordes durch Unterlassen schuldig gemacht, erklärte die Anklagevertreterin vor dem Schwurgericht in St. Pölten. Fritzl erkärte in seinem Schlußwort, er bereue seine Taten. Das Urteil wird noch an diesem Donnerstag erwartet. - Fritzl hatte seine Tochter 24 Jahre lang in einem Kellerverlies gefangen gehalten, ständig vergewaltigt und sieben Kinder mit ihr gezeugt, von denen eines nach der Geburt starb. Fritzl hatte in dem Verfahren sich in allen Anklagepunkten schuldig bekannt, einschließlich Sklaverei und Mord an dem gestorbenen Neugeborenen.

WIESBADEN: Die Realeinkommen der Beschäftigten in Deutschland sind im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gesunken. Die Bruttoverdienste seien 2008 im Schnitt um 2,3 Prozent gestiegen, während die Inflation im Jahresdurchschitt bei 2,6 Prozent gelegen habe, teilten die Statistiker in Wiesbaden mit.

YAOUNDÉ: Papst Benedikt XVI. ist bei seinem Besuch in Kamerun mit Vertretern der muslimischen Minderheit in dem afrikanischen Land zusammengekommen. Bei dem Treffen in Yaoundé erklärte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, wahre Religion verwerfe alle Formen von Gewalt und Totalitarismus. Das friedliche Zusammenleben von Moslems und Christen in Kamerun sei ein Vorbild für ganz Afrika sagte Benedikt weiter.

NEW YORK: Die britische Schauspielerin Natasha Richardson ist im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Skiunfalls gestorben. Dies teilte ihr Ehemann, der Schauspieler Liam Neeson in New York mit. Richardson trat in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen auf, so in 'Die Geschichte der Dienerin' des deutschen Regisseurs Volker Schlöndorff. - Richardson entstammte einer bekannten Künstlerfamilie: Ihre Mutter ist die Schauspielerin Vanessa Redgrave, ihr Vater der verstorbene Regisseur Tony Richardson.

ZUM FUSSBALL: Bundesligist Schalke verhandelt mit dem ehemaligen Nationaltorwart Oliver Kahn über die Nachfolge des entlassenen Managers Andreas Müller. Dies teilte Schalke-Präsdent Clemens Tönnies mit. Kahn hatte seine aktive Laufbahn bei Bayern München im Sommer 2008 beendet. - Werder Bremen steht im Viertelfinale des UEFA-Cups. Eine Woche nach dem 1:0-Heimsieg gegen AS St. Etienne genügte dem Bundesligisten beim Rückspiel in Frankreich ein 2:2 zum Einzug in die Runde der letzten Acht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen verbreitet sonnig und trocken. Im Süden und Osten stark bewölkt und vereinzelt Regen, in Hochlagen auch Schnee. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen null und elf Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg, München und Frankfurt am Main: 4 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 5 Grad nach Regen;

Dresden: 0 Grad, etwas Schnee und

Köln/Bonn: 1 Grad, bedeckt.

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