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Nachrichten

Donnerstag, 19. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HANNOVER: Im bundesweit ersten Prozess um Werbung im Internet für das Terrornetzwerk El Kaida ist ein Iraker zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in Celle sah es als erwiesen an, dass der 37-Jährige aus Georgsmarienhütte Erklärungen von El-Kaida-Führern in 22 Fällen im Internet verbreitete, um damit Anhänger und Unterstützer des Terrornetzwerks zu werben. Die Audio- und Videobotschaften von El Kaida hatte der 37-Jährige von September 2005 bis Oktober 2006 in einem islamistischen Chatroom weitergegeben und mit zustimmenden Kommentaren versehen.

STOCKHOLM: Im Kampf gegen den Terrorismus hat das Parlament in Schweden einem äußerst umstrittenen umfangreichen Sicherheitsgesetz zugestimmt. Danach kann der militärische Abhördienst vom nächsten Jahr an den gesamten E-Mail-, SMS-, Telefon- und Faxverkehr der Bürger mit dem Ausland überwachen. Menschenrechtsgruppen erklärten, sie sähen Schweden bereits auf dem Weg in den Überwachungsstaat.

BAGDAD: Die irakische Armee hat eine Offensive gegen schiitische Milizen in der südlichen Provinz Missan gestartet. Im Mittelpunkt steht dabei die Provinzhauptstadt Amara, eine Hochburg der Miliz des radikalen Predigers Moktada al-Sadr. Nach offiziellen Angaben wurden für die Offensive zehntausende zusätzliche Soldaten und Polizisten aus anderen Regionen des Irak nach Amara entsandt. Zuvor war ein viertägiges Ultimatum der Regierung abgelaufen, bis zu dessen Ende die Aufständischen ihre Waffen abgeben sollten.

TEL AVIV: Die zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen vereinbarte Waffenruhe ist in den ersten Stunden eingehalten worden. Militante Palästinenser hätten den Beschuss Israels bereits um Mitternacht eingestellt, teilte ein Armeesprecher mit. Allerdings töteten Soldaten wenige Stunden vor Beginn des Waffenstillstands ein Mitglied der Hamas. Den Armeeangaben zufolge gehörte der Mann zu einer Gruppe von Palästinensern, die selbst gebaute Raketen auf Israel abfeuern wollten.

BERLIN: Die EU-Krise kann nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel nur von allen 27 Mitgliedsländern überwunden werden. Die Geschlossenheit Europas sei kein Selbstzweck, sondern ein hohes Gut, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag. Verträge in der Europäischen Union müssten einstimmig fortentwickelt werden. Die Diskussionen über ein "Europa der zwei Geschwindigkeiten" oder über ein "Kerneuropa" seien nicht Ziel führend und zum Teil fahrlässig. Europa brauche den Vertrag von Lissabon.

LONDON: Sechs Tage nach dem Nein der irischen Bevölkerung zum EU-Reformvertrag hat das Oberhaus in Großbritannien das Vertragswerk nach mehrstündiger Debatte gebilligt. Das Unterhaus hatte bereits im März zugestimmt. Damit kann das Ratifizierungsgesetz von Königin Elizabeth II. an diesem Donnerstag unterschrieben werden und in Kraft treten. Mit Großbritannien haben jetzt 19 der 27 EU-Staaten das 'Abkommen von Lissabon' ratifiziert.

WASHINGTON: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS muss um den milliardenschweren Auftrag der US-Luftwaffe bangen. Bei der Vergabe des Tankflugzeugauftrags seien schwere Fehler passiert, entschied der US-Rechnungshof und unterstützte damit den Protest des amerikanischen Flugzeugbauers Boeing.

WASHINGTON: In den USA hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain für einen massiven Ausbau der Atomkraft zur Lösung der Energie- und Klimaprobleme plädiert. Als Präsident werde er sich für den Bau von 45 neuen Atomreaktoren bis zum Jahr 2030 einsetzen, kündigte McCain bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Missouri an. Langfristig müssten sogar bis zu 100 neue Meiler errichtet werden. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat sich ebenfalls für die Nutzung der Atomenergie ausgesprochen, bisher jedoch konkrete Aussagen über neue Kraftwerke vermieden.

LONDON: Amnesty International hat von China Aufklärung über das Schicksal von mehr als tausend inhaftierten Tibetern verlangt. Ein Viertel der etwa 4.000 bei den anti-chinesischen Unruhen festgenommenen Tibeter werde noch vermisst, teilte die Menschenrechtsorganisation in London mit. Die übrigen seien entweder freigelassen oder formell unter Arrest gestellt worden. Aus Tibet würden nur wenige Informationen nach außen dringen, so der für Asien zuständige Amnesty-Direktor Sam Zarifi.

ZUM SPORT: Russland steht im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft. Die Mannschaft besiegte Schweden mit 2:0. Gegner Russlands im Viertelfinale sind nun die Niederlande. Das zweite Spiel in der Gruppe D gewann Spanien gegen Griechenland mit 2:1. Die griechische Mannschaft unter Trainer Otto Rehhagel hatte schon vorher keine Chance mehr weiterzukommen. Heute trifft die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale auf Portugal. Bundestrainer Joachim Löw muss das Spiel wegen einer UEFA-Disziplinarsperre von der Tribüne aus verfolgen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen wechselnd bewölkt mit Schauern, vereinzelt auch Gewitter. Im Süden und Osten meist heiter und trocken. Höchstwerte 18 bis 26 Grad.

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