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Nachrichten

Donnerstag, 19. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

BERLIN: Die Bundesregierung hat bestätigt, dass die zwei in Afghanistan vermissten Deutschen wahrscheinlich Opfer einer Entführung geworden sind. Die beiden Männer seien Mitarbeiter eines in Kabul ansässigen Unternehmens, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die Polizei in der zentralafghanischen Provinz Wardak hatte zuvor mitgeteilt, die Deutschen seien zusammen mit ihrem afghanischen Fahrer und einem Dolmetscher verschleppt worden. Nach Angaben des Innenminsteriums in Kabul wird derzeit intensiv nach den Entführten gesucht. Auch das Auswärtige Amt bemüht sich nach eigenen Angaben weiter um die Aufklärung des Falles

KIEL: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Schleswig-Holsteins zuständige Sozialministerin Gitta Trauernicht haben über Konsequenzen aus der Pannenserie in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel beraten. Nach der Unterredung in Kiel sprachen sich beide Politiker für Änderungen am Atomgesetz aus. Nach ihrem Willen sollen Kraftwerksbetreiber künftig die Sicherheit ihrer Anlagen nachweisen müssen, wenn sie ihre Lizenz behalten wollen. Bisher muss der Staat für einen Lizenzentzug beweisen, dass ein Unternehmen nicht zuverlässig genug ist, um die Sicherheit der Meiler zu gewährleisten. Laut Gabriel soll außerdem der Vorschlag geprüft werden, durch Videoaufzeichnungen in den Schaltzentralen der Kraftwerke Kommunikationsprobleme zu vermeiden

PEKING: Die Sechs-Staaten-Verhandlungen über weitere Abrüstungsschritte Nordkoreas sollen an diesem Donnerstag in Peking zuende gehen. Nach Angaben des US-Gesandten Christopher Hill sind alle Beteiligten bestrebt, einen Zeitplan für die Schließung aller Atomanlagen des Landes aufzustellen. Außerdem werde geklärt, welche Punkte zur Umsetzung des Abrüstungsabkommens von Mitte Februar in den bereits bestehenden Arbeitsgruppen gelöst werden könnten. Nordkorea hatte sich damals verpflichtet, im Gegenzug für Wirtschaftshilfe und Energielieferungen seinen Atomkomplex Yongbyon zu schließen. Die Internationale Atomenergiebehörde hatte die Erfüllung der Zusage gestern bestätigt.

BERLIN: Deutschland vermittelt offenbar im Streit zwischen Russland und Großbritannien über die Auslieferung des mutmaßlichen Mörders des Ex-Agenten Alexander Litwinenko. Außenminister Frank-Walter Steinmeier empfängt am Freitag in Berlin den russischen Außenminister Sergej Lawrow. Am Mittwoch hatte er bereits mit dem britischen Außenminister David Miliband über die Affäre gesprochen. Kanzlerin Angela Merkel hatte an beide Länder appelliert, den Konflikt rasch beizulegen. Das Außenministerium in Moskau will sich noch an diesem Donnerstag zu den russisch-britischen Beziehungen äußern. Als Reaktion auf die Ausweisung von vier russischen Diplomaten Anfang der Woche hatte es eine -so wörtlich- adäquate Antwort angekündigt

ISLAMABAD: Aus Pakistan werden wieder neue Anschläge gemeldet. Dabei kamen mehr als 30 Menschen ums Leben, bis zu 60 wurden verletzt. Vor einer Polizeiakademie im nordwestlichen Hangu sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft und riss mindestens sechs weitere Menschen mit in den Tod. In der Stadt Hub im Süden explodierte eine Bombe, als ein mit chinesischen Arbeitern besetzter Konvoi vorbeifuhr. Die Zahl der Anschläge ist drastisch gestiegen, seit Sicherheitskräfte Anfang vergangener Woche die von Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad stürmten. Mehr als 100 Menschen wurden seitdem getötet, zumeist Polizisten oder Soldaten.

NEU DELHI: In Indien hat die Wahl eines neuen Präsidenten begonnen. Ein fast 5.000-köpfiges Wahlgremium aus Abgeordneten des Bundes- und der Landesparlamente hat die Entscheidung zwischen der Kandidatin der Kongress-Partei, Pratibha Patil, und dem Kandidaten der oppositionellen Hindu-Nationalisten, Bhairon Singh Shekhawat. Im Wahlkampf war die 72-jährige Patil wegen ihres Alters sowie Korruptionsverdachts massiv angegriffen worden. Die derzeitige Gouverneurin von Rajastan wäre die erste Staatschefin Indiens. Der noch bis zum 24. Juli amtierende Präsident Abdul Kalam fand keine Unterstützung der Kongress-Partei für eine zweite Amtszeit.

PEKING: China wird Deutschland bald von seinem Platz als weltweit drittgrößte Wirtschaft verdrängen. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des nationalen Statistikbüros um 11,9 Prozent. Das ist der höchste Zuwachs seit 1995. Allerdings stieg auch gleichzeitig die Inflation. Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank jetzt die Zinsen anhebt, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Vor zwei Jahren hatte China bereits Großbritannien als weltweit viertgrößte Wirtschaftsnation verdrängt.

SOFIA: Bulgarien hat bei den libyschen Behörden offiziell einen Auslieferungsantrag für die fünf Krankenschwestern und den palästinensischen Arzt gestellt. Das Außenministerium beruft sich auf einen entsprechenden bilateralen Vertrag aus dem Jahre 1985. Die Sechs waren zunächst wegen des Vorwurfs, fast 440 Kinder in einem libyschen Krankenhaus mit dem HI-Virus infiziert zu haben, zum Tode verurteilt worden. Die Strafe wurde am Dienstag nach einer Entschädigungsregelung mit den Familien der Opfer in lebenslange Haft umgewandelt.

MOGADISCHU: In der somalischen Hauptstadt sind vor einer für diesen Donnerstag geplanten Versöhnungskonferenz neue Kämpfe aufgeflammt. Auständische und Soldaten beschossen sich gegenseitig mit Raketen und Granaten. Die Aufständischen hatten damit gedroht, die Konferenz zu stören oder zu verhindern. Bei dem Treffen von Vertretern verschiedener Volksgruppen soll darüber beraten werden, wie wieder Ruhe in das krisengeschüttelte Land einkehren kann. Die Afrikanische Union beschloss, ihre Truppen noch ein halbes Jahr weiter in Somalia zu lassen, da die Vereinten Nationen noch nicht zur Übernahme des Mandats bereit seien.

NEW YORK: Bei der Explosion einer Dampfleitung im Zentrum New Yorks ist mindestens ein Mensch getötet worden. Mehr als 20 wurden nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg verletzt. Er schloss einen Terroranschlag kategorisch aus und nannte als Ursache ein technisches Versagen. Die Polizei sperrte das Gelände weiträumig ab, Tausende von Menschen konnten nicht zurück in ihre Wohnungen. Angesichts der Zerstörungen mitten in Manhattan waren bei vielen Einwohnern Erinnerungen an die Terroranschläge vom 11. September 2001 wach geworden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Südwesten zunehmend Schauer und Gewitter, sonst vielfach sonnig. Höchstwerte 22 bis 32 Grad.

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