1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Donnerstag, 19. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: US-Außenministerin Hillary Clinton ist zum Abschluss ihres Indonesien-Besuchs mit Staatspräsident Susilo Bambang zusammengekommen. Dieser unterstrich dabei den Wunsch Indonesiens nach engerer wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit den USA. Clinton hatte zuvor erklärt, das Beispiel Indonesien zeige, dass Islam, Moderne und Demokratie nicht nur nebeneinander existieren, sondern sich auch gegenseitig befruchten könnten. Indonesien ist der Staat mit den weltweit meisten muslimischen Bürgern. - Von Jakarta aus reist Clinton weiter nach Südkorea und von dort nach China.

BISCHKEK: Das kirgisische Parlament hat nahezu einstimmig die Schließung des strategisch wichtigen US-Luftwaffenstützpunkts Manas beschlossen. Manas ist der letzte Stützpunkt der US-Streitkräfte in Zentralasien und wichtig für die Versorgung der alliierten Truppen in Afghanistan. Die Entscheidung aus Bischkek gilt als Erfolg für Russland, das die Anwesenheit der US-Armee in Zentralasien seit langem mit Argwohn verfolgt. Im Gegenzug hat Moskau der ehemaligen Sowjetrepublik Milliardenhilfen in Aussicht gestellt. Wenn Präsident Kurmanbek Bakijew dem Parlamentsbeschluss zugestimmt hat, haben die USA sechs Monate Zeit, den Stützpunkt zu räumen.

WARSCHAU: Die Nato-Verteidigungsminister beraten an diesem Donnerstag im polnischen Krakau über ein stärkeres Engagement in Afghanistan. Von den USA wird erwartet, dass sie bei dem zweitägigen Treffen den Druck auf die Verbündeten erhöhen, mehr für die Stabilisierung des Landes zu tun. US-Verteidigungsminister Robert Gates bekräftigte auf dem Flug nach Polen, sein Land erwarte einen größeren Beitrag der europäischen Nato-Partner. Bei seiner Ankündigung, weitere 17.000 US-Soldaten nach Afghanistan zu entsenden, hatte Präsident Barack Obama erklärt, bisher sei am Hindukusch zu wenig gegen Taliban- und El Kaida-Extremisten unternommen worden. Ohne Truppenaufstockung sei eine Stabilisierung der verschlechterten Sicherheitslage nicht zu erreichen. - Die von der NATO geführte Schutztruppe ISAF hat derzeit rund 56.000 Soldaten in Afghanistan, davon 3.500 deutsche.

GAZA-STADT: Die Waffenruhe zwischen Israel und der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas ist weiter brüchig. Militante Palästinenser haben nach Angaben eines israelischen Armeesprechers erneut Granaten und selbstgebaute Raketen auf den Süden Israels gefeuert. In der Nacht war die israelische Armee kurzzeitig mit Panzern nach Gaza-Stadt eingedrungen. Nach Augenzeugenberichten kam es zu Feuergefechten. Danach seien die Panzer wieder abgerückt.

FRANKFURT AM MAIN: Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat Unternehmenschef Hartmut Mehdorn die Aufklärung der Datenschutzaffäre entzogen. Das 20-köpfige Aufsichtsgremium setzte auf einer Sondersitzung in Frankfurt am Main die Rechtsanwälte und früheren Bundesminister Gerhart Baum und Herta Däubler-Gmelin als Sonderermittler ein. Auf der Basis ihres Berichtes werde über weitere Schritte beraten, hieß es. Mehdorn habe noch einmal versichert, keine Kenntnis von den Ausforschungsaktionen gehabt zu haben. - Die Bahn hat nach eigenen Angaben zur Bekämpfung von Korruption die Daten ihrer Mitarbeiter mehrmals mit denen von Lieferanten abgeglichen.

DETROIT: Der ums Überleben kämpfende US-Automobilkonzern General Motors hat nach Angaben des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers bislang keine Pläne, Werke seiner Tochter Opel dicht zu machen. Es gebe definitiv keine Entscheidung zur Schließung von Standorten in Deutschland, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit GM-Chef Rick Wagoner in Detroit. Eine langfristige Bestandsgarantie für die Werke konnte Rüttgers nicht erhalten. - In den vier Opel-Werken in Deutschland arbeiten rund 25.000 Menschen. General Motors will zur Sanierung 47.000 Stellen streichen, davon 26.000 außerhalb der USA.

MÜNCHEN: Die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate braucht nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' möglicherweise noch mehr staatliche Hilfen. In den kommenden Wochen könnten weitere Garantien von bis zu 20 Milliarden Euro nötig sein, schreibt das Blatt. Das Münchner Institut hat bereits Garantien und Kapitalhilfen in Höhe von 102 Milliarden Euro erhalten, davon 87 Millarden vom Bund. Am Mittwoch hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, der als letztes Mittel zur Rettung der Hypo Real Estate eine Enteignung der Aktionäre vorsieht.

BONN: Die internationale Finanzkrise hat bei der Postbank im vergangenen Jahr für rote Zahlen gesorgt. Wie das Institut in Bonn mitteilte, gab es 2008 einen Verlust von 821 Millionen Euro nach Steuern. 2007 stand noch ein Gewinn von 856 Millionen Euro zu Buche. Postbank-Chef Wolfgang Klein kündigte auch für 2009 weitere Belastungen an. - Die Postbank wird von der Deutschen Post an die Deutsche Bank verkauft.

ZÜRICH: Die Schweizer Großbank UBS zahlt 780 Millionen Dollar an die USA, um eine Anklage wegen Steuervergehen zu verhindern. Die US-Justizbehörden hatten der Bank vorgeworfen, vermögenden Amerikanern systematisch bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Jetzt schloss das Geld-Institut einen Vergleich mit der US-Justiz. Neben der Zahlung der vereinbarten Summe erklärte sich die Bank in einem für die Schweiz beispiellosen Schritt bereit, den US-Ermittlungsbehörden Daten amerikanischer UBS-Kunden auszuhändigen. Insgesamt sollen 20 Milliarden Dollar von US-Bürgern am Fiskus vorbei in die Schweiz geschleust worden sein.

WASHINGTON: Die USA werden nach einer Prognose ihrer Zentralbank Fed in diesem Jahr trotz der gigantischen Konjunkturprogramme nicht aus der Rezession herauskommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 0,5 bis 1,3 Prozent schrumpfen, heißt es in einer in Washington veröffentlichten Analyse der Fed. 2010 werde es aber mit einer Wachstumsrate zwischen 2,5 bis 3,3 Prozent wirtschaftlich wieder aufwärts gehen. - Präsident Barack Obama stellte ein Programm im Umfang von 75 Milliarden Dollar vor, mit dem bis zu neun Millionen überschuldeten Hauskäufern bei der Finanzierung ihrer Immobilienkredite geholfen werden soll.

UEFA-Pokal: Auswärtssieg für HSV :

ZUM FUSSBALL: In der dritten Runde des UEFA-Pokals spielten:

Nijmegen - Hamburger SV: 0:3; Paris St.Germain - VfL Wolfsburg: 2:0,

Werder Bremen - AC Mailand 1:1 und Zenit St. Petersburg - VfB Stuttgart 2:1.

Die Rückspiele finden am 26. Februar statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Östlich der Elbe etwas Schnee. Vom Niederrhein bis Schleswig-Holstein teils Schnee, teils Regen. Nach Süden hin Auflockerungen, teils heiter und trocken. Tageshöchsttemperaturen minus vier bis plus vier Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema