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Nachrichten

Donnerstag, 19. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD/ WASHINGTON: Siebeneinhalb Jahre nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein zieht die US-Armee ihre letzten Kampftruppen aus dem Irak ab. Ein Großteil der 4. "Stryker"-Brigade überquerte mit ihren Panzern die Grenze nach Kuwait. Rund 2.000 Soldaten werden von Bagdad aus zurücktransportiert. US-Außenamtssprecher Crowley sprach von einem "historischen Moment". Nach dem Abzug der Kampfeinheiten bleiben nach Regierungsangaben zunächst noch etwa 56.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Die verbleibenden Einheiten werden unter anderem zur Ausbildung der dortigen Armee und zum Schutz ziviler Projekte eingesetzt.

KABUL: Die NATO meldet erfolgreiche Militäreinsätze gegen Aufständische in der Provinz Logar südlich der Hauptstadt Kabul. Bei einem gemeinsamen Vorstoß mit afghanischen Einheiten seien am Mittwoch elf Taliban-Kämpfer und der hochrangige Taliban-Kommandeur Muir getötet worden, nach dem man gesucht habe. Bei Luftangriffen der ISAF-Schutztruppe seien zudem mindestens zwölf Rebellen umgekommen. - Muir war auch der von den Radikalislamisten eingesetzte Schatten-Gouverneur in Logar und galt als ihr Geheimdienstchef in der Provinz.

ISLAMABAD: Meteorologen können den Millionen Flutopfern in Pakistan keine Hoffnung auf eine rasche Besserung ihrer Lage machen. Das Hochwasser werde bis Ende August nicht vollständig zurückgehen, sagen Experten vorher. Die internationale Hilfe kommt derweil nach einem schleppenden Beginn allmählich in Gang. Die Vereinten Nationen teilten mit, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der geforderten rund 350 Millionen Euro eingegangen seien. Die Europäische Union stockte ihre humanitäre Hilfe für die Flutopfer um 30 Millionen Euro auf jetzt 70 Millionen auf. - Die Regierung in Islamabad sicherte zu, gewissenhaft mit den Spenden umzugehen. Keinesfalls würden die Hilfen in die Hände von Extremisten gelangen.

BERLIN: Die Bundesregierung hat ihre humanitäre Soforthilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan um zehn Millionen auf insgesamt 25 Millionen Euro aufgestockt. Das Ausmaß der Überschwemmungen sei "weitaus größer, als ursprünglich angenommen", erklärte Außenminister Westerwelle in Berlin. - Bisher kamen in Deutschland 24 Millionen Euro an Spenden für die Flutopfer zusammen, wie eine Umfrage bei Hilfswerken und Spendenbündnissen ergab.

PARIS/ BUKAREST: In Frankreich stehen nach der Zwangsräumung zahlreicher illegaler Lager der Roma die ersten Ausweisungen kurz bevor. Nach Angaben der rumänischen Regierung werden 79 Roma an diesem Donnerstag in Bukarest erwartet. Weitere 132 sollen am Freitag nach Timisoara ausgeflogen werden. Offiziell hieß es in Paris, die Roma verließen Frankreich freiwillig, jedem Betroffenen werde ein Geldbetrag ausgezahlt. Im In- und Ausland war das französische Vorgehen als ausländerfeindlich scharf kritisiert worden. Die EU kündigte an, sie werde den weiteren Verlauf der Aktion strengstens kontrollieren. Insgesamt sollen 700 Roma abgeschoben werden.

BERLIN: Die Regierungsparteien haben die neuen Vorschläge der SPD-Opposition strikt abgelehnt, die Umstellung auf eine Rente mit 67 Jahren zunächst auszusetzen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Altmaier, widersprach der Behauptung der Sozialdemokraten, dass es derzeit gar nicht genug Arbeit für ältere Menschen gebe. Im Fernsehen sagte er, schon heute arbeiteten rund die Hälfte aller Menschen im Alter bis 64. Die SPD bestreitet dies. Ihr parteiinterner Kompromiss sieht vor, die Rente mit 67 erst dann einzuführen, wenn auch für die 60- bis 64-Jährigen tatsächlich genügend Beschäftigung zur Verfügung steht. Außerdem möchte die SPD-Spitze für stark belastete Berufe flexible Regelungen für einen früheren Übergang in die Rente.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Wechsel von Sonne und Wolken und vor allem im Norden sowie in Alpennähe kurze Regengüsse. Sonst zwischen Main und Mosel längere Zeit heiter. Höchstwerte zwischen 19 und 24 Grad.

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