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Nachrichten

Donnerstag, 18. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Die Innenminister von Bund und Ländern beraten auf ihrer Herbsttagung über die Sicherheitslage in Deutschland. Die derzeitige Terrorgefahr ist nach Einschätzung von Berlins Innensenator Körting und dem Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums, Seeger, größer als vor der Bundestagswahl 2009. Damals waren nach einer ungewöhnlichen Häufung von islamistischen Drohvideos erhöhte Sicherheitsvorkehrungen beschlossen worden. Es gebe Anlass zu erhöhter Wachsamkeit, aber keinen Grund zur Panik, sagte Seeger im Zweiten Deutschen Fernsehen.

DUBLIN: Das hochverschuldete Irland braucht nach Angaben der irischen Zentralbank einen Kredit über mehrere Milliarden Euro. Der Bedarf bewege sich in einem größeren zweistelligen Bereich, sagte Zentralbankchef Patrick Honohan dem Radiosender RTE. Experten der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds nehmen an diesem Donnerstag in Dublin Gespräche über mögliche Finanzhilfen auf. Nach Angaben des irischen Regierungschefs Cowen will sich seine Regierung erst danach auf eine Annahme von Hilfen festlegen. Irland bürgt zur Rettung seiner Banken mit 350 Milliarden Euro.

PARIS: In Frankreich hat die Nationalversammlung dem strengen Sparhaushalt der Regierung für 2011 zugestimmt. Ziel ist es, das Haushaltsdefizit von voraussichtlich rund 150 Milliarden Euro in diesem Jahr auf gut 90 Milliarden Euro zu senken. Um das Ziel zu erreichen, müssen vor allem die Ministerien sparen. So sollen im kommenden Jahr mehr als 30.000 Stellen wegfallen. Frankreich erwartet in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von 7,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Erlaubt sind in der EU nur drei Prozent.

BERLIN: Die Bundeswehr soll möglichst ab 2012 mit ihrem Rückzug aus Afghanistan beginnen. "Vorbehaltlich der Entwicklung der Sicherheitslage" sei es Ziel der Regierung, das eigene Kontingent im übernächsten Jahr zum ersten Mal zu reduzieren, schrieb Außenminister Westerwelle in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Die Welt". Die Nato werde auf ihrem Gipfel in Lissabon die Weichen für das gemeinsame Engagement am Hindukusch stellen. Die Verantwortung für die Sicherheit solle vom nächsten Jahr an Schritt für Schritt an die Regierung von Präsident Karsai übergeben werden, schrieb der FDP-Politiker weiter. 2014 sollten die Afghanen dann in der Lage sein, die Sicherheitsverantwortung vollständig zu übernehmen.

NEW YORK: Im ersten Zivilprozess gegen einen ehemaligen Insassen des US-Gefangenenlagers Guantánamo ist der Angeklagte in fast allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Eine Jury befand den Tansanier Ghailani lediglich der Verschwörung zur Zerstörung von US-Eigentum für schuldig. Die Anklage hatte ihm im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia im Jahr 1998 insgesamt 286 Anklagepunkte zur Last gelegt, darunter Verschwörung zur Ermordung von US-Bürgern, Verschwörung zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen und Mord. Bei den Anschlägen waren 224 Menschen getötet worden. Das Strafmaß soll im Januar verkündet werden.

BERLIN: Der Börsengang des Autokonzerns General Motors kommt nach Ansicht der Gewerkschaften zu früh für die Tochter Opel. Dieser Schritt verstärke den wirtschaftlichen Druck auf das Europageschäft und es stelle sich die Frage, ob Opel diesen Anforderungen gewachsen sei, sagte IG Metall- Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Schild im Deutschlandfunk. US-Präsident Obama hat die bevorstehende Rückkehr von General Motors an die Börse als Meilenstein bezeichnet. Die amerikanische Regierung hatte GM mit einem Hilfspaket über 50 Milliarden Dollar gestützt.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in Göteborg einen positiven Abschluss des WM-Jahres verfehlt. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam bei einem Freundschaftsspiel gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinaus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - die Vorhersage für Donnerstag: Stark bewölkt und nach Norden und Osten verstärkt Regen oder Niesel. Auflockerungen in den Alpen. Die Höchsttemperaturen erreichen fünf bis zehn Grad.

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